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Posts Tagged ‘St. Valentin’

Raus aus den Stauden!

27. Januar 2011 Kommentare aus

Hans Zagler: Die Argumente bleiben auch bei einer „abgeschwächten“ Version dieselben

Der Widerstand gegen neue Windräder auf der Malser Haide nimmt Fahrt auf. Aus vielen Leserbriefen lassen sich Ernst zu nehmende Befindlichkeiten und herzliche Ablehnung gegen die geplanten Windräder herauslesen, von Einheimischen wie von Gästen. Öffentlich kommt nun neuer Schwung. Die bereits seit Längerem im Hintergrund agierende Bürgerinitiative Malser Haide um den Burgeiser Hans Zagler und den Malser Andreas Pobitzer und vielen gleichgesinnten Mitstreitern hat sich rund um die Windkraft kundig gemacht. Ziel der Initiative ist es, zu verhindern, dass neue Windräder errichtet und dass die zwei bestehenden abgebaut werden.  Zagler, bei dem die Fäden der Gruppe zusammenlaufen, ist genau das Gegenteil von dem, was man sich unter einen Revoluzzer vorstellt. Zagler, Akademiker und Lehrer an der Fürstenburg, ist konziliant, zuvorkommend – und in der Sache hart. „In erster Linie geht es um den Landschaftsschutz. Das Gebiet auf der Malser Haide ist ein einzigartiges. Soviel ich weiß, ist das Gebiet Bannzone.“ Die Gruppe ist gewillt, einen sachlichen Weg zu beschreiten: Sie arbeitet für eine Aufklärungsbroschüre mit. Noch nicht klar ist, ob eine Bürgerversammlung selbst veranstaltet werden soll oder ob diese von der Gemeinde Mals veranstaltet wird. „Wir gehen nicht auf Konfrontationskurs gegen die Gemeinde. Vielmehr wollen wir Überzeugungsarbeit leisten, dass Windräder aufzustellen der falsche Weg ist“, sagt Zagler. Objektiv wolle man die Bevölkerung aufklären.

Auf der Suche nach Mitstreitern ist die Initiativgruppe fündig geworden. „Der Dachverband für Natur- und Umweltschutz steht voll hinter uns“, sagt Zagler. Ebenso der HGV und die Tourismusvereine. Gemeinsam mit den Touristikern hat man Karten mit einer Fotomontage der Windräder an Gäste verteilt. Die überwiegenden Reaktionen der Gäste: Entsetzen und Warnrufe. Klar gegen die Windräder haben sich die Freiheitlichen positioniert und sie wundern sich, warum sich weder SVP-Obmann Richard Theiner noch Sepp Noggler zu Wort melden. Einen Mitstreiter konnte man nicht mit ins Boot holen: die Umweltschutzgruppe Vinschgau, die ansonsten wie ein Frühwarnsystem in ökologischen Fragen agiert. Diesmal reagiert man verspätet und aufgrund interner Meinungsdifferenzen positioniert sich die Umweltschutzgruppe nicht eindeutig. „Wir verhalten uns neutral, weil wir die Windparkproblematik in einem erweiterten Kontext sehen wollen“, sagt deren Vorsitzender Helmut Schönthaler. Schönthaler nennt die Stichworte Energieautarkie und auch jenes Problem, dass man jedes Wässerchen stromtechnisch nutzen möchte. Immerhin steht in der Pressemitteilung, zu der man sich vor einer Woche durchgerungen hat, unter anderem: „Eine Nutzung der Windkraft in Südtirol, einem Land, das einen beträchtlichen Teil seiner Stromproduktion exportiert, darf nur bei garantierter Naturverträglichkeit und unter Ausschluss gesundheitlicher Risiken für die Bevölkerung erfolgen.“

Gesundheitliche Risiken, die von einer Windkraftanlage ausgehen, hat die Bürgerinitiative gleich mehrere gefunden. Den niederfrequentigen und für das menschliche Ohr nicht wahrnehmbaren Infraschall etwa, der von den Anlagen ausgeht. Dieser Infraschall kann unter anderem zu psychischen Störungen führen. Oder den Schattenwurf, der durch die rotierenden Blätter eine Art Diskolicht im oberen Vinschgau erzeugen wird.

Die Marschrichtung für eine Volksbefragung zeigt Differenzen zwischen den Gemeinden Graun und Mals auf. Der Gemeinderat von Graun hat sich einstimmig festgelegt: In der Fraktion St. Valentin soll eine Volksbefragung stattfinden. Innerhalb 20. Februar wird BM Heinrich Noggler das Datum für die Volksbefragung festlegen. Stattfinden muss sie, laut den Terminen in der Gemeindewahlordnung, spätestens Anfang April. Die Gemeinde Mals hat ihren Fahrplan noch nicht festgelegt. Es wäre wünschenswert, wenn die Volksbefragungen am selben Tag stattfinden würden, sagt der Grauner BM Heinrich Noggler. (eb)

 

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Ein Stück näher

27. Januar 2011 Kommentare aus

Oswald Folie, der Präsident der Schöneben AG und Johann Sprenger, der Präsident der Haider AG: positive Signale, die verstärkt werden müssen

Vor einer Woche sind die Verwaltungs- und Aufsichtsräte der Schöneben AG und der Haider AG zusammengetroffen, um gemeinsam mit der Beraterfirma Kohl und Partner über eine mögliche Zusammenarbeit zu diskutieren. Dem Treffen vorausgegangen sind im vergangenen Herbst zwei Workshops, in denen die Verwaltungsräte getrennt voneinander ihre eigene Ist-Situation, ein Stärkenund Schwächenprofil und Chancen und Risiken des eigenen Skigebietes und eine Einschätzung in denselben Punkten des jeweils anderen formuliert haben. Eine Art Standortbestimmung. Den Weg einer möglichen verstärkten Zusammenarbeit hat man in der Verangenheit des Öfteren betreten, bisher blieb die Zusammenarbeit auf Skikarten- und Werbeebene beschränkt. Bisher versandete ein skitechnischer Zusammenschluss an den Differenzen, was die Finanzierungsaufteilung für die Investitionen betrifft. Und die Thematik eines skitechnischen Zusammenschlusses im Vordergrund stand auf der anderen Seite einem verwaltungstechnischen Zusammenschluss im Wege. Irgendwie hat man bisher versucht, das Pferd von hinten aufzuzäumen. Das soll sich grundlegend ändern.

Vor einer Woche gab’s dann Überraschendes: sehr viele Punkte gibt es, in denen man, unabhängig voneinander, Übereinstimmung erzielt. Außerdem hat man sehr konkrete Überlegungen über eine engere und engste Zusammenarbeit ausgelotet. BM Heinrich Noggler – die Gemeinde ist an beiden Gesellschaften als Aktionär beteiligt – spricht davon, dass man auf einem guten Weg sei. Man arbeite sehr realistisch. Poitiv überrascht ist auch der Präsident der Haider AG Johann Sprenger und zwar darüber, „dass es viel gemeinsames Denken für die Zukunft gibt.“ Allerdings, sagt Sprenger, sei es verfrüht, aufgrund der delikaten Sache Konkretes sagen zu können. Es wird Folgetreffen geben, bei denen die Angelegenheit einer engeren Zusammenarbeit vertieft werden sollen. Oswald Folie ist gesprächsbereit und sagt, dass viele Gespräche noch vonnöten seien, um Details zu klären. Klar ist, dass der Haider AG eine Fusion vorschwebt, damit das darbende Skigebiet, in welcher Form auch immer, eine gesicherte Zukunft haben kann. Klar ist auch, dass die Finanzierungsanschübe, die LH Luis Durnwalder bisher konkreten Projekten zugeprochen hat, zu versiegen drohen. (eb)

 

 

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Protest

13. Januar 2011 Kommentare aus

Gegen den geplanten Windpark auf der  Malser Haide mit sieben Windrädern regt sich Widerstand. Das hat die BMs von Mals und Graun, Ulrich Veith und Heinrich Noggler, bewogen, ihre Bürger zu befragen und das Ergebnis als bindend zu betrachten. Die Gegner haben mobil gemacht. Die „Bürgerinitiative Malser Haide“ hat eine Kampagne gegen die Windräder gestartet. Die Hauptargumente: Zerstörung des Landschaftsbildes, negative Auswirkungen auf Menschen, Tiere, Gesundheit und auf den Tourismus. Die Bevölkerung wird aufgerufen, gegen den Windpark zu stimmen. Zu der von den Befürwortern  beschworenen Energie-Autarkie schreibt die Initiativgruppe: „Wir finden, der Obervinschgau und dessen Bevölkerung haben ihre Schuldigkeit in Sachen erneuerbare Energien durch den Stausee längst getan.“ (mds)

 

 

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„Hirnrissig“

21. Oktober 2010 Kommentare aus

BM Heinrich Noggler setzt neue Prioritäten in der Gemeinde Graun

Aus der Campiererei auf dem öffentlichen Parkplatz bei der Sport- und Erholungszone (SPER) in St. Valentin wird vorläufig nichts. BM Heinrich Noggler ließ den Gemeinderatsbeschluss, den Albrecht Plangger noch am Ende seiner Legislatur, mit heftigem Gegenwind zwar, durch den Gemeinderat gepeitscht hat, annullieren. „Es wird so sein“, sagt Noggler dem „Wind“, „dass Alfred Waldner seine gesetzlichen Voraussetzungen schaffen wird und dann regelkonform um einen Campingplatz ansuchen wird.“ Am 5. Oktober wurde ein Beschlussantrag der Freiheitlichen vom Landtag genehmigt, die Landesregierung solle eine gesetzliche Grundlage schaffen, dass überall ausschließlich auf Campingplätzen campiert werden darf.

Noch eine Wende bringt Noggler in Graun: Eine weitere Studie von der Innsbrucker Ingenieursgemeinschaft I.N.N. GmbH, welche die Erschließung der Weißseespitze von Langtaufers aus, Stichwort Kaunertal, zum Inhalt hätte, wurde gestoppt. Bereits voriges Jahr wurde eine diesbezügliche Studie mit 25.000 Euro von der Gemeinde finanziert, „aber die Gemeinde hat bisher kein Blatt Papier gesehen“ ärgert sich Noggler. Es sei hirnrissig, wenn da noch eine Studie mit einem ähnlichen Betrag finanziert werden solle, sagt Noggler.

Dafür hat eine Studie über einen möglichen Zusammenschluss Haideralm-Schöneben im Gemeinderat grünes Licht bekommen. Der „Vinschgerwind“ hat diesen Weg bereits in der Nummer 18/10 aufgezeigt. „Fusion oder gemeinsame Betreibergesellschaft oder skitechnischer Zusammenschluss, das sollte sich in dieser Studie von Alois Kronbichler (Kohl und Partner) herauskristallisieren,“ sagt Noggler. (eb)

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„…a Kreiz mitn Kreiz…“

21. Oktober 2010 Kommentare aus

Workout mit der 1. Klasse Mittelschule St. Valentin

Fast jeder kennt es, das leidige Problem mit dem Rücken. Rückenschmerzen sind inzwischen zur Zivilisationskrankheit geworden und schon Kinder und Jugendliche können darunter leiden. Vielfach wird bereits in jungen Jahren der Grundstein für Haltungsschäden und Rückenprobleme gelegt. Oft in der Schule. Das lange Sitzen, die nicht immer altersgerechten Stühle und Bänke und wenig Bewegung tragen einen Großteil dazu bei.

Kinder, Jugendliche, aber auch Erwachsene wissen oft nichts vom richtigen Gehen, Sitzen, Stehen, Heben und Tragen.

Der Schulsprengel Graun, voran die Lehrerin für Sport und Bewegung Martina Eberhöfer, haben es sich zum Ziel gemacht, Haltung und Bewegung der Schüler, aber auch der Lehrkräfte und des Reinigungspersonals neu zu schulen.

Dies soll mit dem heurigen Projekt „Präventive Rückenschule“ geschehen.

Schon vor dem Beginn der Schule gab es Fortbildungsveranstaltungen für Lehrer und Schulführungskräfte und während des Schuljahres finden im Rahmen des Wahlpflichtfaches Workouts für alle Schüler statt, die auch von einem externen Referenten geleitet werden. Die Schwerpunkte dabei sind eine bessere Körperwahrnehmung, Entspannung, Koordinations-, Dehn-, Mobilisations- und Kräftigungsübungen und die Wissensvermittlung über Anatomie und Schmerzbewältigung. Außerdem soll auch das Verhalten der Schüler während der Pause verändert werden: von reinem Herumstehen zur bewegten Pause mit Stelzengehen, Seilhüpfen….

Da das Thema auf großes Interesse gestoßen ist, findet nun den ganzen Winter hindurch einmal in der Woche ein Lehrerturnen statt.

Auf dass das „Kreiz mitn Kreiz“ ein Ende nimmt. (klf)

 

 

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Die zwei Seelen der Gemeinde Graun

9. September 2010 Kommentare aus

Gegensätzlicher könnten die Positionen nicht sein: Der Präsident der Haider AG Johann Sprenger drängt mit allen Mitteln auf eine Fusion beider Skigebiete, der Präsident der Schöneben AG Oswald Folie will davon nichts wissen. Mittlerweile haben sich die Voraussetzungen geändert, die Politik drängt auf eine engere Zusammenarbeit, die Landesregierung hat eine skitechnische Verbindung mit maximalen Förderungen in Aussicht gestellt und der Grauner BM Heinrich Noggler denkt an eine unabhängige Studie, die Möglichkeiten einer engeren Zusammenarbeit ausloten soll.

von Erwin Bernhart

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Post setzt Sparstift an

9. September 2010 Kommentare aus

Wie überall im Land will die Postverwaltung auch in der Gemeinde Graun einschneidende Einsparungen vornehmen. Personal soll abgebaut und die Öffnungszeiten sollen umstrukturiert werden. Bisher ist das Hauptpostamt in Graun täglich geöffnet und die Außenstellen in St.Valentin und in Reschen je zweimal wöchentlich. Künftig sollen die Außenstellen nur noch jeweils einen Tag offen halten. An diesen zwei Tagen soll dann das Postamt in Graun geschlossen bleiben. „Das ist derzeit unsere Aufregung, bei allem Verständnis für Sparmaßnahmen“, sagt der Gemeindereferent aus St. Valentin Thomas Santer. Er und sein Amtskollege Franz Prieth aus Reschen sehen die Entwicklung mit Sorge. „Am liebsten wäre es uns, wenn alles so bliebe wie bisher“, so Santer und Prieth unisono. Das Postamt in Graun müsse in jedem Fall täglich zugänglich bleiben. „Sonst kennt sich ja kein Mensch mehr aus“, meint Santer. Im Gemeindeausschuss ist das Thema kürzlich diskutiert worden. BM Heinrich Noggler hat die Aufgabe übernommen, mit der Postverwaltung in Bozen zu verhandeln und nach einer Lösung zu suchen, die der Bevölkerung aller drei Orte gerecht wird. (mds)

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