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Archive for the ‘Viehzucht’ Category

EU stützt Berglandwirtschaft

27. Januar 2011 Kommentare aus

Rund 400 Millionen Euro aus Mitteln der EU, des Staates und des Landes sind in den vergangenen sechs Jahren für Entwicklungsprogramme im ländlichen Raum nach Südtirol geflossen. Derzeit werden die Weichen für die Zeit von 2014 bis 2020 gestellt. Politische Vertreter der Bergregionen haben Koalitionen geschlossen und in Brüssel Vorschläge erstellt. Bei der Jahresversammlung des Südtiroler Bauerbundes am Freitag, den 28. Jänner in Schlanders wird die Neuausrichtung der europäischen Landwirtschaft ein Thema sein. Die gute Nachricht: Die Fördergelder werden weiter fließen.

Magdalena Dietl Sapelza

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Schleiser ist Mila-Obmann

4. November 2010 Kommentare aus

Neuer MILA-Obmann ist der Schleiser Alfred Pobitzer (Bild). Er wurde von den Vorstandsmitgliedern der MILA (Bauern aus dem Vinschgau, dem Passeiertal, Ritten, Sarntal und  Deutschnofen) mit sieben zu acht Stimmen knapp gewählt. Der Rittner Siegfried Fink,  von den Sarner Vertretern vorgeschlagen, hatte das Nachsehen. Pobitzer beerbt Alfons Alber, der  MILA und MILKON- Obmann in Personalunion war. Alber war durch ein Sponsoring für den Rennfahrer Patrick Reiterer privat ins Straucheln geraten. Da er den Südtiroler Milchriesen damit nicht belasten wollte, trat er zurück. Dem Vorstand gehört er weiterhin an. Pobitzers Stellvertreter ist Josef Pichler aus dem Passeiertal.  Neuer MILKON-Obmann wurde der bisherige Stellvertreter Albers und SENNI- Obmann Joachim Rainalter. Und zu seinem Stellvertreter wurde ebenfalls Pobitzer gekürt. Die  MILKON- Spitze wählten die zehn Ausschussmitglieder, fünf Vertreter der SENNI und fünf der MILA (zusammen MILKON). „Ich werde mich weiterhin dafür einsetzen, dass die Genossenschaft gut funktioniert“, sagt Pobitzer. Die neue Führungsspitze wird erstmals am 18. November in Prad vor die Vinschger Mitglieder treten und die neue Ausrichtung bekannt geben. Verstärkt investiert werden soll in die Veredelung der Rohmilch, um mehr Wertschöpfung zu erzielen. Die gute Nachricht: Der Milch-Auszahlungspreis könnte heuer leicht höher ausfallen als 2009.  (mds)

 

 

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Bäuerinnen fordern regionale Kreisläufe

9. September 2010 Kommentare aus

Maria Kuenzer im Mals

Mit dem Thema „Regionale Ernährung“ beschäftigten sich die führenden Bäuerinnen-Vertreterinnen aus Deutschland, Lichtenstein, Österreich, Schweiz und Südtirol im Rahmen des dritten Fünfländertreffens drei Tage lang in Mals. Sie verfassten einen Forderungskatalog, um den regionalen Produkten einen größeren Stellenwert einzuräumen. „Wir fordern gesetzliche Rahmenbedingungen, damit öffentliche Einrichtungen verpflichtet werden, Produkte aus der Region zu verwenden“, unterstreicht die Südtiroler Landesbäuerin und Landtagsabgeordnete, Maria Kuenzer. Die Aufwertung der Produkte schaffe Wertschöpfung, erhalte und schaffe  Arbeitsplätze, führe zu kurzen Transportwegen, gewährleiste die Grundversorgung, fördere ökologisches Wirtschaften und trage zur Erhaltung der Kulturlandschaft bei. Durch Sensibilisierung und Schaffung von internationalen Netzwerken soll ein Wandel eingeleitet werden, der die kleinen Kreisläufe in Schwung bringt. Gemeinsam wollen die Bäuerinnen die jeweiligen Europa-Parlamentarier von ihren Anliegen überzeugen. Kuenzer fordert eine Frauenquote in allen gesellschaftlichen Gremien von 40 Prozent. „Wir brauchen Frauen, die mitentscheiden und sich vor Ort für die Verwendung regionaler Produkte, beispielsweise bei den verschiedensten Veranstaltungen einsetzen“, so Kuenzer. (mds)

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Bio- Mast- Hähnchen

4. Juni 2010 Kommentare aus

Daniel Primisser aus Prad ist Südtirols erster Bio-Mast-Hähnchen-Produzent

Die ersten Bio-Mast-Hähnchen hat der Jungbauer Daniel Primisser bereits ab Hof verkauft. Und an Abnehmern fehlt es nicht. „Immer mehr Menschen wollen wissen, was sie essen,“ sagt Senior Karl Primisser. Seit März 2010 werden auf dem „Moleshof“ bei Prad Bio–Freiland-Masthähnchen gezüchtet. „Wir sind der erste landwirtschaftliche Betrieb dieser Art in Südtirol“, betont Jungbauer Daniel Primisser. Er und sein Vater sind Mitglieder im „Bund Alternativer Anbauer“. Sie wirtschaften seit Jahren nach strengen Richtlinien für biologische Tierhaltung. Bisher vermarkteten sie das Bio-Fleisch von Schweinen und Rindern. Anfangs des Jahres verabschiedete sich der Juniorchef von der Rinderhaltung, aus Mangel an Fläche, und wandte sich der Hühnermast zu. Er tätigte die dafür notwendigen Investitionen und baute einen Aufzucht-Raum, ein Gehege und neue Schlachträume. Die Küken stammen aus einer österreichischen Bio-Brüterei und kommen nach drei Wochen ins Gehege (pro Huhn 4 m2). Nach zehn Wochen sind die Hühner schlachtreif. Alle vierzehn Tage am Mittwoch oder Donnerstag geht es ihnen an den Kragen. Tierschützer können beruhigt sein. Sie werden einzeln mit Elektroschock betäubt und bekommen nicht mit, was mit ihnen geschieht. (mds)

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Vinschger Schaf- und Ziegenzüchter

6. Mai 2010 Kommentare aus

Die 6. Vinschger Gebietsschau der Schaf- und Ziegenzüchter war trotz schlechten Wetters ein Erfolg. Obmann Heinz Greis vom Tarscher Schaf- und Ziegenverein konnte am vergangenen Sonntag 145 Züchter aus dem gesamten Vinschgau auf dem Festplatz von Latsch begrüßen. Am zahlreichsten vertreten unter den 410 Schafen war das weiße Tiroler Bergschaf. Weitere Rassen, die am Bewerb teilnahmen, waren das schwarz-braune Bergschaf, das Schnalser Schaf, das Juraschaf und das Steinschaf. Eine Bewertungskommission vom Schaf- und Ziegenverband nahm die Klassifizierungen und Bewertungen vor. Leider wurde die diesjährige Gebietsschau von einem tragischen Ereignis überschattet. Die junge Marteller Züchterin Michaela Kuenz verstarb Anfang April beim Zugunglück in der Latschander. Auf Wunsch der Familie wurden ihre Schafe von Freunden vorgeführt. (mo)

Die Tagessieger in den einzelnen Kategorien:

Tiroler Bergschaf Widder: Abart Hans, Schleis

Tiroler Bergschaf weiblich: Jäger Andreas, Martell

Schwarz-braunes Bergschaf Widder: Greis Martin, Tarsch

Schwarz-braunes Bergschaf weiblich: Muntetschiniger Hubert, Schluderns

Schnalserschaf Widder: Müller Alois, Schlanderser Nörderberg

Schnalserschaf weiblich: Niedermair Elmar, Schlanderser Sonnenberg

Juraschaf Widder: Altstätter Josef, Tschars

Juraschaf weiblich: Riedl Markus, Tschengls

Steinschaf Widder: Niedermair Andreas, Goldrain

Steinschaf weiblich: Oberdörfer Johann, Goldrain

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Milch & Käse

6. Mai 2010 Kommentare aus

Bei der Fachmesse: Josef Trogmann ( Firma Inderst, Marling), Renate und Peter Arnold (Olang), Felder Anton (Firma Felder Andelsbuch)

In der Fachschule für Land- und Forstwirtschaft traf sich im Rahmen der „Fürstenburger Milchtage“ kürzlich ein internationales Fachpublikum, das sich mit Milch und Milchverarbeitung beschäftigte. Auf dem Programm standen Projektvorstellungen der Schüler zu „Milch, Gesundheit, Lebensqualität“, Themen, die sie zuvor im Unterricht (Variante Nutztierhaltung) erarbeitet hatten. Es wurden Vorträge gehalten., wie zum Beispiel „Mit gesunden Eutern in die Laktation“. Es gab eine internationale Fachtagung in Zusammenarbeit mit dem Südtiroler Sennereiverband zum Thema „Hofkäsereien“, ein „Käsekulinarium“ in der Burgeiser Schlossbar und ein Sennerstammtisch. Begleiter der Tagung war der Almberater Bertram Stecher und Direktorin des Sennereiverbandes Annemarie Kaser. Zuhörer beim „Netzwerk Europäischer Hofkäsereien“ war auch der EU- Abgeordnete Herbert Dorfmann. Themenschwerpunkte waren die allgemeinen Informationen zu Landwirtschaft und Region, Charakterisierung der Betriebe, Risiken und Chancen, internationale Zusammenarbeit, Vorstellung der mitgebrachten Produkte und Erfahrungsaustausch. Erzeugnisse  aus Hofkäsereien finden als Nischenprodukte mittlerweile sehr gute Absätze und  bieten vor allem Bergbauern die Möglichkeit, eine höhere Wertschöpfung zu erreichen.  Entscheidend für den Absatz ist die Qualität. Eine Arbeitsgruppe beschäftigte sich in diesem Zusammenhang mit Hygiene.  Auch die Haltung von Ziegen war ein Thema.

Als ein Höhepunkt der Veranstaltung galt die Fachmesse „Milch“, bei der Firmenvertreter aus Italien, Schweiz, Deutschland, Österreich und Südtirol ihre neuesten Arbeitsgeräte für  die Milchverarbeitung  zeigten, und den Besuchern Tipps gaben. Für die Organisation zeichnete ein Team um Elisabeth Haid und Stefan Winkler verantwortlich. (mds)

Wolle, wohin damit?

22. April 2010 Kommentare aus

Einerseits hat die  Wolle  keinen Wert und andererseits müssen Wollsachen sündteuer gekauft werden“, ärgert sich der Weber aus Planeil Josef Winkler. Seit Jahren regt er die Verarbeitung der Wolle an, um mehr Wertschöpfung zu erreichen. Ein positives Beispiel  ist die Webstube in Stilfs, die er, unterstützt von der landwirtschaftlichen Weiterbildungsgenossenschaft, betreut. Stilfser Frauen kommen regelmäßig dorthin und weben. Die Tage der Webstube sind allerdings gezählt,  weil umgebaut werden soll. „Wir sind auf der Suche nach einem neuen Standort“, betont Winkler. Er sucht nach Partnern, um etwas Neues zu schaffen.  Sein Ziel ist der Aufbau einer Webstube wie sie in Imst bestens funktioniert.  Um  einen entsprechenden Anstoß zu geben, ist er nun mit einer Vortragsreihe zum   Thema „Wolle-wohin damit?“ gestartet, die er mit Martin Haller zusammengestellt hat. Sie zeigt die  Verarbeitungsschritte vom Scheren bis zu Teppichen und Pullovern auf. Interessierte können sich unter 3289467216 melden. (mds)

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