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Posts Tagged ‘Tschars’

Impression im Vinschgerwind

21. Oktober 2010 Kommentare aus

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Serie B

17. Juni 2010 Kommentare aus

Wir fühlen uns als Serie B“, sagte die Arbeitnehmerin Katharina Doná im Hinblick auf die Zusammenstellung des Ausschusses in Kastelbell. Die Arbeitnehmer haben zwei Ausschussmitglieder gefordert, bekommen haben sie einen. BM Gustav Tappeiner hat seinen Vorwahl-Kontrahenten Johannes Kofler als Vertreter für Tschars nominiert. Dazu Franz Tappeiner, Rita Gstrein Kaserer und Monika Pichler Rechenmacher. Für diesen Blockvorschlag, der wohl die Unterstützung von Seiten der Bauern für Tappeiners Kandidatur spiegelt, erntete der neue BM herbe Kritik, vor allem aus dem Arbeitnehmerlager.  Nicht nur. Auch Rudi Alber, der selbst Ambitionen für den Ausschuss hegte, kündigte seine Gegenstimme an. Dem sozialen Frieden werde der Vorschlag mit drei Bauernvertretern nicht gerecht, sagte Alber. Warum Tappeiner dem Vorschlag des Sozialausschusses, zwei Arbeitnehmer zu berufen nicht gefolgt sei, wollte die Vorsitzende Karin Zischg Fissneider wissen. Tappeiner rettete sich mit den Hinweisen auf viele parteipolitische Diskussionen im Vorfeld und auf die Option einer Halbzeitlösung. Kofler sprach von einer Verhärtung der Positionen in den Verhandlungen und kündigte, obwohl im Ausschuss berücksichtigt, seine Gegenstimme an. Für BM Tappeiner seien neben den Vorgesprächen vor allem Kompetenz, Respekt, Vertrauen und Sachlichkeit Voraussetzung für die Bestückung des Ausschusses gewesen. Mit 10 Stimmen für Tappeiners Blockvorschlag und 5 Gegenstimmen bestätigte der Gemeinderat den Ausschuss. „Ich hoffe, jene 5 Gegenstimmen durch Arbeit überzeugen zu können“, sagte Tappeiner zum Schluss. Die konstituierende Sitzung wurde von Franz Tappeiner am vorvergangenen Dienstag geleitet. (eb)

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Kinder feiern den Palmsonntag

22. April 2010 Kommentare aus

In Tschars ist es mittlerweilen Brauch, mit den Kindern des Kindergartens und der 1. Klasse Grundschule den Palmsonntag zu feiern. Die Kinder bereiten sich auf den Palmsonntag vor und gestalten dann mit einem Gedicht und mit Liedern den Gottesdienst. In der Woche vor dem Palmsonntag sind die Eltern und Großeltern der Kinder, sowie die Schüler der 1. Klasse eingeladen, im Kindergarten den Palmbesen zu binden. Am Palmsonntag treffen sich dann alle Kinder mit ihren Familien und ihren selbst gewundenen Palmbesen auf dem Dorfplatz, wo der Herr Pfarrer diese segnet und von wo aus dann alle gemeinsam in die Kirche einziehen.

Dieses Jahr wurden, gegen eine freiwillige Spende, auch Palmbesen für die Bevölkerung angeboten. Der Erlös kommt der jährlichen Spendenaktion der Kindergartendirektion Schlanders zugute.

Tanja Kaufmann

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Vinschger Edelbrand ganz vorn

11. März 2010 Kommentare aus

Prämierung des „Champion Südtirol Aquae Nobiles“ Martin Aurich (Mitte) durch LH Luis Durnwalder und Landesrat Hans Berger: viel hochwertiges Hochgeistiges kommt aus dem Vinschgau

Ende Februar fand in Bozen die Prämierungsveranstaltung „Südtirol Aquae Nobiles“ statt.  Sie stellte den feierlichen Abschluss des ELR-Projektes „Edelbrand“ dar, das gemeinsam von Fachschule und Versuchszentrum Laimburg und dem Verein Südtiroler Hofbrennereien durchgeführt wurde und bei dem VerkosterInnen für Edelbrände ausgebildet wurden. Die besten elf weitergebildeten VerkosterInnen bildeten im Jänner 2010 zusammen mit zwei Fachexperten aus Österreich und Deutschland die Kostjury.

Prämiert wurden die besten 10 aus 224 eingereichten Edelbränden, hergestellt von 32 unterschiedlichen landwirtschaftlichen Klein- und industriellen Großbrennereien aus Südtirol. Für diejenigen Edelbrände, welche die hohen qualitativen Anforderungen erfüllten, erhielten die erfolgreichen Brennerinnen und Brenner das neue Gütesiegel „Südtirol Aquae Nobiles“, welches ebenfalls im Rahmen der Veranstaltung vom international anerkannten Fachexperten Ulrich Zeni vorgestellt wurde. Insgesamt 30 der 32 einreichenden Brennereien erhielten für ihre Produkte das Gütesiegel „Südtirol Aquae Nobiles“.

Derjenige Brenner, der seine eigenen Brände in einer der neun Kategorien Apfel, Birne, Marille, weiße Trester, rote Trester, Beerenobst, sonstiges Steinobst, sonstiges Obst und sonstige Spirituosen im Vorfeld am besten einzuschätzen wusste und diese für die Bewertung in der Kategorie „Champion Südtirol Aquae Nobiles“ eingereicht hatte, wurde von Landeshauptmann Durnwalder und Landeshauptmannstellvertreter Berger zum „Champion Südtirol Aquae Nobiles“ gekürt. Die Ehre ging an Martin Aurich vom Weingut Unterortl aus Naturns. Er gewann mit seinen Bränden in den Kategorien Traubenbrand, Birnenbrand (Williams), Marillenbrand (Vinschger Marille), Kornelkirschengeist, Grappa-Blauburgunder und Grappa-Müller Thurgau. Außerdem erhielt er die Auszeichnung Top Marille für den besten Edelbrand in dieser Kategorie.

Aber auch die anderen Vinschger Edelbrände kamen besonders gut an: An den Weberhof in Kastelbell gingen gleich drei Auszeichnungen: Top Apfel, Top Beeren und Top weiße Trester. Folgende Brennereien erhielten für einen oder mehrere Edelbrände das Gütesiegel „Südtirol Aquae Nobiles“: Hofbrennerei Langwies in Naturns, Hofbrennerei Köfelgut in Kastelbell-Tschars, Hofbrennerei Tribus in Kastelbell-Tschars, Brennerei der Rosa Oberhofer in Laas, Weingut Falkenstein in Naturns, Marinushof in Kastelbell, Hausbrennerei Kuppelwieser in Latsch-Tarsch, Brennerei Gaudenz in Partschins, Ausserloretzhof in Laas, Befehlhof in Schlanders, Biobrennerei Steiner in Mals und der Brunnerhof in Naturns. (ew)

Jahreshauptversammlung der Imker

25. Februar 2010 Kommentare aus

Ehrungen: v.l: Engelbert Pohl, Hans Lesina Debiasi, Walter Tappeiner, Ignaz Ratschiller, Josef Spechtenhauser, Alois Tumler, Bernhard Staffler und Konrad Tscholl

Die Imker aus dem Bezirk Untervinschgau wurden am 14. Februar erstmals nach 18 Jahren nicht von Engelbert Pohl zur Jahreshauptversammlung begrüßt, sondern von Konrad Tscholl. Er hatte im Vorjahr das Amt des Bezirksobmannes übernommen, als der langjährige Obmann Pohl das Zepter abgab. Engelbert Pohl wurde kurz nach der Jahreshauptversammlung vor einem Jahr zum Obmann des Südtiroler Imkerbundes gewählt und war in dieser Funktion am vorigen Sonntag als Ehrengast im Josef-Maschler-Haus in Tschars dabei.

Der Bezirksobmann Konrad Tscholl blickte zufrieden auf das Jahr 2009 zurück und hob die „1. Südtiroler Honigtage“ in Schlanders als großen Erfolg hervor. Er forderte die Imker auf, die Kurse in der Imkerschule in Goldrain wahrzunehmen und sich weiterzubilden. Leider musste der Bezirk auch dieses Jahr wieder einen Rückgang der Mitglieder verzeichnen, auf den auch Bundesobmann Engelbert Pohl in seinen Grußworten einging. Die Imker seien Naturerhalter, ohne die die Bienen nicht mehr überleben könnten. Man müsse sich deshalb Gedanken über die Zukunft der Imkerei machen, denn leider geschehe es meist so, dass wenn ein Imker stirbt, auch seine Bienenvölker mit ihm sterben. So forderte Pohl die Imker auf, endlich anzufangen ihr Wissen weiterzugeben und neue Imker anzuwerben. Die Imkerei sei in jeder Berufssparte möglich und eigne sich gut zum Stressabbau, leider wisse die Bevölkerung noch viel zu wenig darüber. Aus diesem Grund setzt sich Pohl auch das Ziel, die Öffentlichkeitsarbeit (z.B. mit Aktionen wie den „Südtiroler Honigtagen“ oder dem „Imker Kongress“, der heuer in Bruneck stattfindet) zu verbessern.

Im Rahmen der Vollversammlung wurden auch viele langjährige Mitglieder des Imkerbundes geehrt, so wurden insgesamt vier Abzeichen für langjährige Mitgliedschaft in Silber (25 Jahre) und zehn Abzeichen in Gold (35 Jahre) verliehen. Weiters wurden auch zwei Verdienstmedaillen vergeben. Als Zeichen der Wertschätzung verlieh Konrad Tscholl seinem Vorgänger Engelbert Pohl die Mitgliedschaft als Ehrenobmann, die dieser freudig annahm. (ju)

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Die ‚Bierdeckel-Jugend’ rüstet zum Wahlkampf

11. Februar 2010 Kommentare aus

Die Junge Generation in der SVP rüstet für die Gemeinderatswahlen im Mai. Ein neues Logo soll unter anderem helfen, die Jugend zu positionieren. Das bisherige Blau im Logo wird verbannt – man will mit den „Blauen“ nicht verwechselt werden, dafür sollen die Farben Rot, Grau und Schwarz in das Logo. Auf Mitgliederfang will man mit einer Bierdeckelwerbung gehen. Vorgestellt wurde die Neupositionierung im Rahmen der Jahreshauptversammlung der JG-Vinschgau Ende Jänner im Maschlerhaus von Tschars. Die Ortsjugendgruppe dort ist, Ende 2009 gegründet, die jüngste im Bunde der Vinschger JG. Das Motto „Zähne zeigen“ soll weiterhin beibehalten werden. Das JG Büro in Bozen gibt für willige Kandidaten Unterstützung, nicht monetär, sondern logistisch.

SVP-Bezirksjugendreferent Manuel Massl: „Lobbying für die Jugend“

Viel Zähne gezeigt hat die SVP-Jugend im Vinschgau allerdings nicht. Die Versammlung verlief klassisch mit Rückschau und Vorschau. Bezirksjugendreferent Manuel Massl blickte stolz auf Geleistetes zurück: der erfolgreiche Einsatz für den Nightliner etwa. Ein Probebetrieb ins Oberland sei anzustreben, sagte Massl. Werner Schuler blickte auf die Veranstaltungen im vergangenen Gedenkjahr ’09 zurück. Man habe ein kräftiges Zeichen in Richtung Brauchtum, in Richtung Heimat, in Richtung Volkstum setzen können, resümierte Schuler. Weil im benachbarten Saal gleichzeitig ein Informationsabend der SVP Arbeitnehmer mit Landesrat und Parteiobmann Richard Theiner stattfand, schaute der Parteichef kurz bei der Jugend vorbei. Der lobte die SVP-Strategie, eine Doppelstaatsbürgerschaft anzupeilen, er lobte die Vorwahlen für die Gemeinderäte, bei denen auch Nichtparteimitglieder mittun können („Da entsteht eine bessere Stimmung.“) und er informierte über die derzeitige lebendige Diskussion über die Vorschläge zur direkten Demokratie.

Lebendiger als Rück- und Vorschau gestaltete sich dann auch die Diskussion. Ziel der JG sei es, mehr als 30 Prozent der Gemeinderäte unter 35 Jahre stellen zu wollen. Bei der Zielformulierung, dass mindestens 30 Prozent der BM unter 40 Jahre alt sein sollten, schieden sich die Geister.

Johannes Kofler, vor kurzem vom Kastelbeller Sozialausschuss als BM-Kandidat der Arbeitnehmer gewählt, mischte sich in die Diskussion: „Ich hab’ das Gefühl, dass so etwas wie Aufbruchstimmung herrscht. Ein Generationswechsel steht an und der Wunsch nach neuen Gesichtern ist groß.“ (eb)

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Kastelbell/Tschars. Mögliches Trio

11. Februar 2010 Kommentare aus

In der bisherigen Sepp-Alber-Hochburg Kastelbell-Tschars tut sich einiges. Ins Rampenlicht gestellt haben jüngst die Arbeitnehmer bzw. der Sozialausschuss der Gemeinde ihren BM-Kandidaten. Überraschend hat das interne Rennen ein Junger gemacht: Johannes Kofler. Kofler, noch vor fünf Jahren bei jenen Rebellen, in deren Köpfen eine eigene Bürgerliste Fuß zu fassen begann, ist kurz vor den damaligen Wahlen in Richtung SVP konvertiert worden. Ein Glanzstück Alber’scher Taktik, um sich eine möglicherweise harte Opposition frühzeitig vom Halse zu schaffen. Kofler, noch keine 40 Lenze zählend, eloquenter Oberschullehrer und mit musikalischem Gehör, ist auch ein Jungpolitiker zum Vorzeigen für die SVP, die um Nachwuchs vor allem in den Reihen der Intelligentia kämpft.  Der Sozialausschuss hat Kofler einem bodenständigen Sozialpolitiker vorgezogen, der seit Jahrzehnten für den linken Flügel in der Partei einsteht: Reinhard Verdross. Verdross ist seit 15 Jahren Gemeindereferent und scheidet als solcher aufgrund der Mandatsbegrenzung aus. Für Verdross gab es nur ein Antreten als BM-Kandidat, wollte er den politischen Karrieresprung wagen. Die Entscheidung des eigenen Sozialausschusses soll er nach außen sportlich genommen haben. Möglicherweise wird Verdross für den Gemeinderat kandidieren und seine Erfahrung dort einbringen.

Noch nicht sicher ist eine BM-Kandidatur von Gustav Tappeiner, der, ähnlich wie Verdross, als Referent gesperrt ist. Und noch einer wird in Kastelbell-Tschars als potenzieller BM-Kandidat gehandelt: der „Keschtnploner Luis“. Luis Alber, unter anderem Obmann der Obstgenossenschaft Juval und bisher nicht  im Gemeinderat vertreten, könnte als Rakete von Seiten der Bauern kommen. Alber: „Ende Februar wird die Entscheidung fallen.“ (eb)

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