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Posts Tagged ‘Gomagoi’

Modern, hochkarätig und authentisch

29. Juli 2010 Kommentare aus

Kurt Hofer; kulinarisches Kunstwerk: v.l.: Georg Elmer, Hubert Scheibe und Gerhard Hell

Am 9. Juli kam wieder Leben ins vor Jahren aufgelassene Hotel Post in Gomagoi. Der Grund dafür war die Eröffnung einer Ausstellung der beiden heimischen Künstler Kurt Hofer und Hubert Scheibe mit tiefgründigem Titel „Von hier aus“, welche noch bis zum 12.09. (Di-So/17-19 Uhr) zu sehen ist. Zahlreiche Gäste aus nah und fern feierten zusammen mit Hofer und Scheibe ein außergewöhnliches Opening, nicht zuletzt auch deshalb, weil beide an genau diesem Tag Geburtstag hatten. Dem Titel der Ausstellung getreu, lautet auch das Credo des renommierten Künstlerduos: Moderne, hochkarätige und authentische Kunst kann auch hier in der Beengtheit der Provinz entstehen und trotzdem Aufmerksamkeit in der internationalen Kunstszene erregen. So stellte selbst das vom Chef der „Kleinen Cilli“ Georg Elmer und den Köchen Gerl und Luis zubereitete Buffet ein Kunstwerk dar, dessen visueller Gesamteindruck allerdings allzu schnell hungrigen Gaumen Tribut zollen musste. Die mit der Geige betörend aufspielende Franziska geleitete das illustre Publikum mit feinsten Tönen in diese außergewöhnliche Galerie, welche in Zartheit, Feinheit und Eleganz – im Zauberlicht einfachster Vielfalt – ungeschminkte „Realitätswerke“ zu einem leidenschaftlichen Sturm verschmelzen lässt. So soll es denn laut Hofer auch eine starke Ausstellung sein, deren Wuchtigkeit aber nicht zuletzt den zwei so unterschiedlichen Künstlercharakteren selbst zuzuschreiben ist – inspiriert vom Atem der Moderne, in einem räumlichen Sein, in dem alles seinen Platz finden darf . (re)

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Vorstoß in die Bastion (22/09)

30. November 2009 Kommentare aus

Gomagoi. Am letzten Oktobertag lud der Ortler-Sammlerverein, welcher sich der Erforschung und Aufarbeitung der geschichtlichen Ereignisse rund um den 1. Weltkrieg und im Speziellen der Geschehnisse an der Ortlerfront verschrieben hat, zur Erstbesichtigung des Festungswerks Gomagoi. Erbaut in den Jahren 1860/62, diente sie ursprünglich als Straßensperre. In den Vorkriegsjahren 1912-14 wurde die Festung in Verteidigungsbereitschaft versetzt, innen umgebaut und wehrfest gemacht. 1915 wurden die im näheren Umkreis sich befindenden privaten Gebäude gesprengt, um freies Schussfeld im Rücken der Sperre zu schaffen. 1963/64 wurde das Bollwerk im Rahmen einer Straßenbegradigung zweigeteilt und diente nunmehr als Depot der ANAS. Besitzer des zweigeteilten Kriegsrelikts sind heute die Gemeinde Stilfs und die Landesverwaltung.  Bereits um 10 Uhr fanden sich viele Interessierte ein, um die einmalige Gelegenheit zu nutzen, einen Blick in die bis heute unzugängliche historische Verschanzung werfen zu können, da diese nicht wie andere Festungswerke mutwillig ausgeschlachtet und zerstört wurde. Der Vizepräsident des Vereins, Gerald Holzer, präsentierte eine aufschlussreiche Führung, so dass so manchem Wissbegierigen der Hauch der Geschichte spürbar ins Gesicht schlug und sich bisher verdeckte Details der Vergangenheit ihren Weg ans Licht bahnten. Anwesend waren auch der Präsident des Vereins Christian Mazagg, der Chef des Straßendienstes Werner Stecher, der Amtsdirektor des Forstinspektorats Schlanders Andreas Feichter, BM Josef Hofer sowie zahlreiche Besucher.  (re)

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