Archiv

Archive for the ‘….Gesellschaft’ Category

Den Schwabenkindern auf der Spur

7. April 2011 Kommentare aus

Die Geschichte der Schwabenkinder ist ein berührendes Spiegelbild von der einstigen Armut in Tirol, Vorarlberg und Graubünden und speziell auch im Vinschgau. Eltern waren gezwungen ihre Kinder zu begüterten Bauern nach Oberschwaben zu schicken, damit sie daheim „von der Schüssel waren“. Es gibt zahlreiche mündliche Überlieferungen über die einstigen Wanderungen und über das Los der Kinder. Doch eine wissenschaftlich fundierte Aufarbeitung fehlt. Nun wird in einem Interreg IV-Forschungsprojekt das Thema „Die Schwabenkinder“ vom Vintschger Museum in Schluderns gemeinsam mit dem Bezirksmuseum Schloss Landeck erforscht.

von Magdalena Dietl Sapelza

Weiterlesen …

Advertisements
Schlagwörter:

Goldiger Weg?

7. April 2011 Kommentare aus

„Vinschgerwind“-Titel am 3. Dezember 2009

Das Bildungshaus Schloss Goldrain hat bei der externen Qualitätskontrolle von EFQM (European Foundation for Quality Management) und AICQ (Associazione Italiana Cultura Qualità) über 400 Punkte und somit das international anerkannte Qualitätszertifikat „Recognised for excellence“ (4 star) erreicht. Damit erfährt die engagierte Qualitätsarbeit, die das Bildungshaus Schloss Goldrain in den letzten Jahren kennzeichnete, eine würdige Auszeichnung.“ So ist es auf der Webseite des Schlosses zu lesen und zu Recht stolz auf diese Auszeichnung ist man in Schloss Goldrain. Und – es ist Ruhe eingekehrt ins Schloss. Man arbeitet auf exzellentem Bildungsniveau mit guter Auslastung – man bilanziert seit zwei Jahren, 2009 und 2010, ausgeglichen, konnte aus dem Jahr 2009 sogar einen kleinen Teil der Schulden tilgen. In der Öffentlichkeit ausgetragene Reibereien zwischen Vorstandsmitgliedern und der Gemeinde Latsch oder der Bezirksgemeinschaft, wie es in der Vergangenheit beinahe auf der Tagesordnung gestanden hat, sind weitgehend ausgeblieben.

Hinter den Kulissen ist doch einiges in Bewegung. So hat es Ende Jänner ein Treffen zwischen Ernst Steinkeller, dem Obmann der Genossenschaft Schloss Goldrain, Vertretern der Bezirksgemeinschaft mit Präsident Andreas Tappeiner, dem Latscher Vorstandsmitglied Christian Stricker und dem Präsidenten des GWR in Spondinig, Sepp Hofer, gegeben. Inhalt der Aussprache: eine mögliche Zusammenarbeit zwischen Schloss Goldrain und GWR. Vor gut einem Jahr hat die Genossenschaft für Weiterbildung und Regionalentwicklung (GWR), auf ausdrücklichem Wunsch von Vorstandsmitgliedern von Schloss Goldrain um Mithilfe gebeten, ihre grundsätzliche Bereitschaft für eine Zusammenarbeit signalisiert und Vorschläge unterbreitet. „Nur wenn dies in Schloss Goldrain gewünscht wird“, betont Hofer. Bisher ist vom Vorstand von Schloss Goldrain keine offizielle Antwort, weder ein Ja noch ein Nein, noch ein Kompromiss, noch ein Gegenvorschlag gekommen. Bisher ist es bei Gesprächen geblieben. Es hat zwar einen regen Briefwechsel zwischen dem Interimspräsidenten Hermann Schönthaler und Sepp Hofer gegeben – allerdings ohne konkretem Ergebnis. Die Anregung einer gemeinsamen Plattform auf dem Weiterbildungssektor stößt zwar auf Konsens, den Weg dahin kennzeichnen allerdings unterschiedliche Vorstellungen. Einen goldenen Mittelweg hat man wohl noch nicht gefunden. Bezirkspräsident Andreas Tappeiner hat den Punkt Schloss Goldrain am vergangenen Dienstag im Bezirksausschuss auf die Tagesordnung gesetzt. Für ein grundsätzliches Gespräch, sagt Tappeiner. Vertiefen wolle man das Verhalten der Gemeinden gegenüber der Genossenschaft dann in einer Bürgermeisterrunde. (eb)

 

 

Schlagwörter:

Leserbriefe 7/11

7. April 2011 Kommentare aus

Schicksalszug:

Emotionales Jahr!

Am 12. April, vor einem Jahr, passierte das schreckliche Zug-unglück, bei dem 9 Menschen ihr wertvolles Leben verloren haben. Darunter auch Judith Tappeiner aus Schlanders, eine sehr gute Freundin unserer Tochter. Dass sie nicht mehr bei ihr ist, schmerzt sie furchtbar. Nachdenklich erzählt sie uns immer wieder von der gemeinsamen schönen Zeit. Auch alle anderen Freundinnen vermissen Judith sehr.

Am 22. Februar wäre sie 21 Jahre alt geworden. Dieser Tag war auch Anlass für Judiths Eltern, alle Freundinnen zu sich einzuladen und gemeinsam an sie zu denken.

Die Erinnerung lässt sie es tragen, im Herzen ist Judith bei ihnen. Die Erinnerung an vergangene Tage tut weh, und doch hilft sie ihnen.

Es gelingt ihnen manchmal ein Lächeln, doch die Erinnerung tröstet sie nicht, denn gleichzeitig fließen Tränen über ihre Gesichter.

Es wird nie mehr so sein, wie es war. Die Zeit heilt nicht alle Wunden, sie lehrt uns nur mit dem Unbegreiflichen zu leben. Ich wünsche Judiths Eltern, ihrem Bruder und allen, die bei diesem Schicksalsschlag einen lieben Menschen verloren haben, viel Kraft und die Hoffnung auf ein Wiedersehen dort oben im Himmel!

Evi Spechtenhauser Fiegele, Laas

 

Breitband-Offensive:

8,2 Millionen Euro für 45 Glasfaser-Strecken

Wie der Landespressedienst am Dienstag, 29. März 2011 mitteilt, hat die Landesregierung für den Ausbau des Breitbandnetzes 8,2 Mio. Euro bereitgestellt.  Zitat Landesrat Mussner: „Wir vernetzen Sürdtirol“. Die Gemeinde Mals verfügt schon seit Jahren  über Vernetzung durch Glasfaserkabel. Bis heute müssen sich die Bürger allerdings des Funk-Internets bedienen, da das Breitband nicht aktiviert ist. Für viele Unternehmen ein grober Wettbewerbsnachteil!

Während sich die Landesregierung über Abwanderung wundert und über teure Tourismuskonzepte nachdenkt, würden sich die Malser Bürger schon freuen, wenn sie internetmäßig aus dem „Mittelalter“ abgeholt würden!

Stecher Peppi

Gemeinderat, Mals

 

*beigefügtes E-Mail

Sehr geehrter Herr Stecher,

im Auftrag von Ressortdirektor Dr. Gianfranco Jellici teile ich Ihnen mit, daß Glasfaserkabel zwar installiert worden sind, diese aber bereits von der Sanitätseinheit und versch. Landesämtern sowie Schulen des gesamten Vinschgaues benutzt werden. Nähere Informationen hierzu erhalten Sie in der Informatikabteilung der Provinz.

Mit freundlichen Grüßen

Sabine Obexer

 

 

„Italien hat uns noch nie etwas geschenkt“

7. April 2011 Kommentare aus

Martha Stocker: „Mit welcher Dramatik um die UNO-Resolution gerungen wurde, ist unvorstellbar.“

Die Frage zur Selbstbestimmung kam gegen Ende des Abends auf den Tisch: „Warum ist es in all den Jahrzehnten nie zu Südtirols Selbstbestimmung gekommen?“ Karl Zeller antwortete mit deutlichen Worten: „Ein Freistaat Südtirol würde von den Staaten in der Europäischen Union nie anerkannt; darüber müssen wir uns im Klaren sein. Wir liegen in Italien – was die Finanzausstattung anbelangt – im Spitzenfeld und was die Kompetenzen angeht gut da, wenn auch das eine oder andere noch geholt werden könnte. Wir müssen auch einmal zufrieden sein.“ Vom Publikum – vornehmlich Schlanderser Schützen – gab’s dafür Applaus. Der ehemalige Senator Armin Pinggera – unterm Publikum – ergänzte: „Die Selbstbestimmungsdiskussion ist alles eher als eine gemähte Wiese. Die Selbstbestimmung ist eine scharfe Waffe und diese sollten wir uns aufheben für bittere Zeiten.“ Der Diskussion vorausgegangen war ein – von der Schützenkompanie Schlanders organisierter – Vortrag zum Thema „Südtirols Weg zur UNO-Resolution 1960 und zur Streitbeilegung 1992“.

 

Karl Zeller: „Wir haben Stück für Stück die Blumen am Weg gepflückt, um Südtirol international veranktert zu wissen.“

Die beiden Referenten Martha Stocker und Karl Zeller haben die Stationen dazu aufgezeigt: Der Pariser Vertrag als Ersatz für das Selbstbestimmungsrecht im Jahr 1946. Die Großkundgebung in Sigmundskron 1957, weil Italien seine 51-Prozent-Politik weiterführt. Die erste UNO-Resolution 1960, der drei Anläufe vorausgehen, weil kein Land sich gegen Italien als NATO-Staat zu stellen wagt. Stocker: „40 Redner sprachen im Sonderausschuss über Südtirol und das in der Hochphase des Kalten Krieges.“ Nach der Feuernacht 1961 die zweite Resolution und damit die endgültige Internationalisierung des Südtirol-Anliegens. Wenig später die Einsetzung der  19er Kommission, die sich um eine Lösung bemühen soll. Das Inkrafttreten des Pakets flankiert von einem Operationskalender im Jahr 1972, das bis 1991 in Gesetze und Durchführungsbestimmungen umgegossen und dann abgeschlossen wird. Zeller: „Die Strategie von Silvius Magnago und Alfons Benedikter auf eine langsame Umsetzung zu gehen, auf Inhalte und keinem verfrühten Schrumpfpaket zuzustimmen, war richtig.“ 1992 folgt die Streitbeilegungserklärung. Nur eine Sache aus dem Operationskalender sei nicht gemacht worden: ein Freundschaftsvertrag zwischen Österreich und Italien.

 

Zellers Fazit: „Das ist auch gut so. Rückblickend sind die Winkeladvokaterie und die Verteidigungsstrategie Italien zum Bumerang geworden und haben uns letztendlich mehr gebracht, als man je geglaubt hätte. Natürlich haben wir auch darum gekämpft. Gratis hat uns Italien nie was gegeben. Das war damals so und ist auch heute noch so.“  (ap)

 

 

Schlagwörter:

Impression im Vinschgerwind

7. April 2011 Kommentare aus

Schlagwörter:

Nachgedacht von Don Mario Pinggera

7. April 2011 Kommentare aus

Die Ereignisse der letzten Wochen haben sich wieder einmal überschlagen. Angefangen von den Revolutionen in Tunesien und Marokko bis zu den derzeitigen chaotischen Zuständen in Libyen. Ausgang und Folgen dieser Umbrüche sind bisher überhaupt nicht absehbar, auch für uns nicht. Und dann gibt es noch die Ereignisse in unseren Breiten, etwa die Windkraft in Südtirol oder die Causa zu Guttenberg, des ehemaligen deutschen Verteidigungsministers.

Bei der Windkraft hat sich nun offensichtlich die Erkenntnis durchgesetzt, dass diese Problematik nur dann gelöst werden kann, wenn jene einbezogen werden, die letztendlich betroffen sind. Zum Beispiel die Anwohner.

Herr zu Guttenberg war einst Hoffnungsträger der deutschen Politik, bevor er in einer Anhörungsstunde im Bundestag regelrecht zum Abschuss freigegeben wurde. Zugegeben, ein Plagiat als eigene Doktorarbeit zu verkaufen, ist kein Kavaliersdelikt. Aber möglicherweise ist das nur die Spitze eines Eisberges. Wie viele Arbeiten wohl auf diese Art und Weise die Doktorwürde erlangten? Zumal nicht nur derjenige, der seine Arbeit plagiiert hat, nun in der Verantwortung steht. Was ist mit dem Kreis der erlauchten Wissenschaftler und Professoren, welche eine solche Arbeit dann auch noch mit dem höchsten Prädikat prämieren? Kürzlich meinte ein befreundeter Mediziner, seine Doktorarbeit umfasse 60 Seiten. Völlig legal und normal nach Studienordnung. Im Theologiestudium oder Kirchenmusikstudium ist das gerade einmal eine größere Hausarbeit, wir reden noch nicht einmal von einem Diplom. So unterschiedlich sind eben auch grundsätzlich die Voraussetzungen zum Erlangen eines Titels. Vor Jahren meinte ein guter Freund zu mir, der vielseits bekannte Pater Leo von Marienberg selig: „Mach ja nicht den Doktor, sonst rede ich nicht mehr mit dir!“ Wie in jeder Ironie steckt auch in dieser ein gutes Körnchen Wahrheit…

Was aber das eigentlich „Schlimme“ am Plagiat ist, das ist die Tatsache der Unaufrichtigkeit. Vertrauen wird hierbei missbraucht, welches nur sehr schwer oder vielleicht gar nicht mehr zurückgewonnen werden kann. Erstens nehme ich etwas, was mir gar nicht gehört und zweitens gebe ich dann auch noch vor, dass es von mir sei.

Wenn Jesus uns gleich zu Beginn der Fastenzeit die Worte zuspricht, dass Gott auch das Verborgene und damit unser tiefstes Inneres kennt, dann könnte das eine Anleitung zum Fasten sein: Zu weniger Unaufrichtigkeit und zu weniger Missbrauch des Vertrauens anderer.

 

 

Leserbriefe 5/11

24. März 2011 Kommentare aus

–Ausgerockt

Der ansonst gewohnten Tiefe und Hintergründigkeit der Vinschgerwind-Recherchen muss im Artikel „Ausgerockt“ (Vinschgerwind 5-11) nachgeholfen werden:

Als 2005 die Entscheidung fiel, das Mountainbike-Testival vom Schweizer Lenzerheide nach Latsch zu verlegen, zählte das veranstaltende „Mountainbike-Magazin“ in der Schweiz grade mal 65 Teilnehmer. Tendenz seit Jahren rückläufig und mitunter Hauptgrund, das Testival zu verlegen. In den 5 Jahren, in denen das Testival dann in Latsch stattfand, konnte die Teilnehmerzahl jährlich bis auf 200 gesteigert werden. Nicht genug: Einige Gastbetriebe in und um Latsch verzeichnen seitdem abseits des Testivals lt. eigenen Angaben 30% und mehr Biker unter ihren Gästen. Herkunft: vornehmlich Deutschland. Unter diesen Gästen befinden sich, wie die Dauerpräsenz des Bikereviers Vinschgau im Mountainbike-Magazin vermuten lässt, auch zahlreiche Redakteure des Magazins selbst, die immer wieder zu Tests oder für Reisegeschichten in den Vinschgau kommen. Die Verlegung des Testival-Ortes ins Eisacktal hat dem Interesse der Mountainbike-Redakteure an Latsch und Umgebung keinen Abbruch getan (siehe mehrseitiger Testbericht aus Latsch im Mountainbike-Magazin 03/2011).

Im Gegenteil: Mountainbike-Magazin-Redakteur Ralf Glaser hat in den letzten Tagen zusammen mit dem Vinschger Martin Gruber das 148 Seiten starke „TrailsBook Vinschgau“ auf den Buchmarkt gebracht. Der ehemalige Vize-Chefredakteur Thomas Schlecking, der 2005 das Testival nach Latsch verlegte, wird Anfang Juli 2011 die nunmehr zweite Auflage seines MTB-Events „Trailtrophy“ in Latsch veranstalten.

Letztlich würden sich die Bikeredakteure kaum für Latsch und den Vinschgau interessieren, täten es nicht deren Leser. So fand das „Mountainbike-Magazin“ in seiner Leserwahl heraus, dass der Vinschgau in der Gunst der Leser mittlerweile auf dem Niveau des Dauerbrenners Gardasee ist. In den Befragungen der Jahre vor dem Testival schaffte es der Vinschgau knapp unter die 10 beliebtesten Bikeregionen Italiens.

Seine Aufgabe für den Vinschgau hat das Testival erfüllt. Es ist, wie hier unschwer zu erkennen ist, ein sehr nachhaltiges Event für den Vinschgau geworden, dessen Wertschöpfung und Berichterstattung weit über jener des Testivals in Latsch hinaus geht. Nun liegt es an den Touristikern im Tal, den immer noch wehenden Fahrtwind der vergangenen Mountainbike-Testivals weiter zu nutzen, das Bikeangebot im Vinschgau weiter zu professionalisieren und zu bewerben.

„Ausgerockt“, wie Herr Bernhart es vermutet, hat es sich im Vinschgau deshalb in puncto Mountainbike noch lange nicht.

Kurt Ratschiller

Südtirol Marketing Gesellschaft (SMG)

 

Verwunderung

Verwundert über Wunderer zeigt sich der ehemalige Gemeindesekretär von Schluderns, Konrad Raffeiner, über die Aussage des Herrn Georg Wunderer im Artikel „Verwunderter Wunderer“ – „Vinschgerwind“-Ausgabe vom 10.03.2011 – in Zusammenhang mit dem Beschluss des Gemeindeausschusses von Schluderns Nr. 329 vom 7.12.2010, wo ihm (dem Gemeindesekretär) vorgeworfen wird, im besagten Beschluss „Blödsinn“ geschrieben zu haben, wenn er von der Erstellung der Umweltverträglichkeitsstudie und des Einreicheprojektes für das Bauvorhaben „Errichtung eines Windparks im Burgeiser Marein und Unter Teschg“ schreibt und nicht von der Umweltverträglichkeitsstudie alleine. Tatsache ist, dass der von der Miteigentumsgemeinschaft Marein beauftragte Techniker Dr. Ing. Erwin Gasser in seiner Rechnung Nr. 54 vom 13.10.2010 als Zahlungsgrund „1° Akontorechnung für die Erstellung der Umweltverträglichkeitsstudie und des dazugehörigen Einreicheprojektes für das Bauvorhaben Windpark Burgeiser Marein und Unter Teschg“ anführt.

Ebenso führt das E-Werk Prad, dessen Präsident Herr Georg Wunderer bekanntlich ist, in seiner Rechnung N.2932 vom 21.10.2010 an die Gemeinde Schluderns als Zahlungsgrund für den 6%igen Miteigentumsanteil – bezogen auf die vorhin erwähnte Rechnung des Technikers Gasser – „1. Akontorechnung für die Erstellung der Umweltverträglichkeitsstudie und des Einreicheprojektes für das Bauvorhaben Windpark Burgeiser Marein und Unter Teschg“ an.

Es bleibt somit dem Leser überlassen, wer Blödsinn geschrieben und wer Blödsinn gesagt hat.

Konrad Raffeiner,

Schluderns

 

Windkraftfreie Zone – ist das überhaupt vertretbar?

Mit einigem Grübeln verfolge ich in letzter Zeit den ganzen Wirbel, der um die Windkraftanlagen in Südtirol gemacht wird. Wenngleich auch ich bei dem Gedanken an einer mit Windrädern gespickten Landschaft Bauchweh bekomme, frage ich mich trotzdem: Können wir es uns heutzutage überhaupt leisten eine Energiequelle abzulehnen, die Strom produziert ohne dabei giftige Abgase oder Atommüll zu erzeugen und deren Finanzierung zudem schon gesichert wäre? Fakt ist, dass wir uns schon besser heute als morgen von der Ölabhängigkeit verabschieden sollten.

Es gibt Menschen, die immer noch mit der festen Überzeugung leben, dass die Umweltverschmutzung durch die fossilen Abgase nur ein Hirngespinst der „Grünen“ sei. Doch auch diese Bürger können sich nicht vor der Tatsache verschließen, dass das Erdöl immer teurer wird, und nicht unbegrenzt zur Verfügung steht. Und wenn wir nach Alternativen zu Öl suchen, dürfen wir wahrscheinlich leider nicht all zu wählerisch sein.

Denn der zu ersetzende Energiebedarf wird gigantisch sein! Nehmen wir als kleines Beispiel einen voll beladenen Durchschnitts-LKW, der mit 44 Tonnen die Malser Haide erklimmt. Wenn dieser Vollgas gibt (was er bei dieser Steigung tun muss), leistet der Motor ca. 310 Kilowatt (420 PS). Ein normaler Haushalt hat zum Vergleich 3,3 Kilowatt Stromanschluss zur Verfügung. Sollte also in naher Zukunft tatsächlich eine Technik zur Verfügung stehen, die es ermöglicht, den ganzen Verkehr ohne fossile Brennstoffe anzutreiben, dann werden wir wahrscheinlich alle Windräder, Wasserwerke und einiges mehr noch notwendig brauchen. Dabei ist der Verkehr nur einer von vielen Bereichen, die vom Erdöl abhängig sind.

Ich fürchte, da hilft es auch nichts zu argumentieren, dass wir in Südtirol ohnehin genug erneuerbare Energie für den Eigenbedarf produzieren. Wenn unsere Nachbarregionen Atomkraftwerke bauen, die dann in die Luft gehen, sind wir genauso die Leittragenden, wie die dortigen Einwohner. Wir werden uns wohl oder übel mit dem Gedanken anfreunden müssen, dass erneuerbare Ressourcen vorhanden sind.

Helmut Bayer, Morter

Malser Haide

Japan – eine unfassbare Katastrophe! Einmal mehr wird klar: Nicht die Kernenergie, sondern die regenerativen Energien sind die Zukunft!

Die atomare Katastrophe in Japan als Anlass für unsachlich-polemische Aussagen zu missbrauchen, wie letztens öfters zu hören war, lehnen wir strikt ab. GEGEN die Windkraftanlage auf der Malser Haide zu sein, bedeutet NICHT FÜR Atomenergie zu sein oder sie gar zu verantworten! Wer dieses Windkraftwerk ablehnt, ist auch kein Gegner regenerativer Energie! Genauso wenig wie Hausbesitzer ohne Photovoltaikanlage. Jedoch: Standorte für WKA sind genau zu prüfen! In der Nähe von Wohnsiedlungen haben sie nichts zu suchen! Eine einzigartige Kulturlandschaft und Bannzone sind vor Zerstörung und spekulativem Raubbau zu schützen! Die wirtschaftliche Grundlage der Bevölkerung darf nicht gefährdet werden! Außerdem: Die Windverhältnisse auf der Malser Haide sind nicht ideal, das wurde durch die Landesregierung bestätigt.

Hier geht es nicht um die „Einsicht der Bürger“ (Zitat Gostner, Windkraftunternehmer aus Bozen, ST heute/18.03.), sondern um die EINSICHT DER WINDKRAFTBETREIBER! Die Erfahrungen vieler Betroffener und Studien belegen, dass es gute Gründe gibt, eine WKA abzulehnen. Nicht umsonst haben Befürworter einer WKA auf der Malser Haide oft zugegeben, selbst NICHT in deren Nähe leben zu wollen.

Windkraft ist eine Alternative zu Atomstrom. Aber mit dem Reschenstausee, den vielen Wasserkraftwerken u. a. stellt der obere Vinschgau auch ohne Windräder ein großes Potential an regenerativer Energie. Außerdem könnten viele Atomkraftwerke allein durch Energieeinsparung abgeschaltet werden!

Übrigens: Herr Alfons Wallnöfer schlägt vor, „3-4 Windräder anders zu positionieren, weniger sichtbar von St. Valentin aus“ (Vinschger10/11). Die Bewohner von Alsack, Ulten und Burgeis würden es Ihnen nicht danken!

Die Bürgerinitiative

Malser Haide

Tag der Frau 2011!

Passend zum „Tag der Frau“ hat die Beirätin für Chancengleichheit berichtet, dass alle Baukommissionen im Lande nun auch mit mind. einer Frau besetzt sind. Alle Baukommissionen? Nein!

Die Baukommission der Gemeinde Mals ist noch fest in Männerhand. Obwohl der Gemeindeausschuss mit zwei starken Frauen, Vizebürgermeisterin Tschenett Sibille und Referentin Januth Marion  besetzt ist, hat sich das Gleichstellungs- und Frauenförderungsgesetz vom 08.03.2010 scheinbar noch nicht durchgesetzt.

Abgesehen davon, dass alle befassten Beschlüsse der Baukommission null und nichtig wären, wollen wir dich hoffen, dass bis zum nächsten Tag der Frau 2012 die Gemeindeverwaltung von Mals der gesetzlichen Pflicht nachkommt und die Baukommission dann ein wenig weiblicher wird!

Stecher Peppi, Gemeinderat „Freie Wähler“, Mals