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Archive for the ‘Soziales’ Category

Den Schwabenkindern auf der Spur

7. April 2011 Kommentare aus

Die Geschichte der Schwabenkinder ist ein berührendes Spiegelbild von der einstigen Armut in Tirol, Vorarlberg und Graubünden und speziell auch im Vinschgau. Eltern waren gezwungen ihre Kinder zu begüterten Bauern nach Oberschwaben zu schicken, damit sie daheim „von der Schüssel waren“. Es gibt zahlreiche mündliche Überlieferungen über die einstigen Wanderungen und über das Los der Kinder. Doch eine wissenschaftlich fundierte Aufarbeitung fehlt. Nun wird in einem Interreg IV-Forschungsprojekt das Thema „Die Schwabenkinder“ vom Vintschger Museum in Schluderns gemeinsam mit dem Bezirksmuseum Schloss Landeck erforscht.

von Magdalena Dietl Sapelza

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Mobbing – ene mene muh und raus bist DU

10. Februar 2011 Kommentare aus

Alleine kommen Kinder und Jugendliche nicht aus dem Teufelskreis Mobbing heraus. Von der Aufmerksamkeit der Eltern und der Lehrer hängt vieles ab. Information ist das eine, Herzensbildung das andere, das es braucht, um den Kreis zu durchbrechen.

von Angelika Ploner

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„Krisen erzwingen Wandel“

10. Februar 2011 Kommentare aus

Sepp Kusstatscher und Don Paolo Renner hielten in Naturns Impulsreferate

Stress, von Medien bestimmte Denkweisen, ausufernde Konsum-Mentalität“: Don Paolo Renner stellt dem seelischen Zustand der Welt kein gutes Zeugnis aus. „Wir sind getrieben von der Logik des immer mehr Wollens,  dabei bedeutet Wohlstand nicht gleich Wohlbefinden“, sagte der bekannte Theologe aus Meran.

Die BürgergruppeCivico Naturns, eine überparteiliche, unabhängige Vereinigung von Bürgern des Dorfes, hat an Maria Lichtmess, am 2. Februar, zu einem Vortragsabend mit Don Paolo Renner und dem Vorsitzenden der Grünen in Südtirol, Sepp Kusstatscher, geladen. Das Thema war der Wandel der Zeit und welchen Herausforderungen und Chancen die Welt in Zukunft begegnen wird. Die Krisen von heute, im Finanzwesen, im Klimas, auf dem Arbeitsmarkt, in der Armut oder bei den Ressourcen erzwingen einen Wandel, denn so wie heute könne es nicht weitergehen, ist Sepp Kusstatscher überzeugt. Er sieht die Welt inmitten einer Umbruchphase: „Wir befinden uns an einer Zeitenwende, wie beim Untergang des römischen Reiches, dem Ende des Mittelalters oder der französischen Revolution.“ Die jüngsten Ereignisse in Tunesien und Ägypten, oder die Veröffentlichungen von Wikileaks zeugen davon, „dass ein altes System bröckelt“. Und so rief Kusstatscher die zahlreichen Zuhörer auf, aktiv an diesem Wandel mitzuarbeiten, sich zu informieren, sich zu beteiligen und den Mut zu haben, die Mächtigen zu kontrollieren.

Mit einer „neuen Tugend der Nüchternheit, der Besinnung auf Werte und Prinzipien, sowie dem Streben nach dem Guten“ sei ein Wandel möglich, glaubt auch Don Paolo Renner, „damit wir unseren Kindern  eine wertvolle Welt hinterlassen“.

Bei der anschließenden Diskussion wurden die Zuhörer in vier Gruppen eingeteilt, in denen sie in vertrauterer Atmosphäre die Möglichkeit hatten, zu den Themen Dialog, Konsum, Werte und Klimakrise, Stellung zu nehmen. Die Ergebnisse der Diskussion wurden anschließend von den Diskussionsleitern der gesamten Gruppe vorgestellt.

Die BürgergruppeCivico Naturns möchte auch in Zukunft Initiativen und Informationsveranstaltungen dieser Art abhalten, um „Bürger, welche am Aufbau einer aktiven und solidarischen Gesellschaft interessiert sind, zusammenzubringen“, wie es hieß. (mp)

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Zeit zum Reden „in dr Stub“

16. Dezember 2010 Kommentare aus

„In dr Stub“ im Seniorenheim von Laas werden die Lebensgeister geweckt; inks im Bild: Herta Höchenberger

Erwartungsvoll sitzen die alten Menschen am Vormittag in einem Rundkreis und nehmen sich Mandarinenstücke von einem Teller, den ihnen Herta Höchenberger hinhält. Dass ihnen Aufmerksamkeit und geschenkt, und sie sogar „gefüttert“ werden, tut ihnen sichtlich gut. Sie strahlen, fühlen sich wohl und ihr Selbstwertgefühl steigt. Anschließend reden sie über dies und das, über Kindheit und Jugend, über freudige und traurige Ereignisse, über Krankheiten, Sterben und Trauer, über ganz persönliche Erlebnisse und vieles mehr. Sie schrzen, lachen, singen, beten, legen Wäschestücke zusammen, basteln, malen je  und essen anschließend gemeinsam. Die Gruppe wohnt  als geschlossene Gruppe stundenweise miteinander, und alles läuft sehr harmonisch und humorvoll ab. „In dr Stub geht’s oam guat“, betont eine Frau und eine andere ergänzt: „Do ischas fein unt do learnt ma nou eppas.“ Das Projekt „In dr Stub“, das die Altenpflegerin und Freizeitgestalterin Herta Höchenberger ins Leben gerufen hat und betreut, läuft im Seniorenheim Laas sehr erfolgreich. Angesprochen sind vor allem die noch aktiven HeimbewohnerInnen und Bewohner. „Das Projekt ist eine ausbaufähige Initiative, um den alten Menschen ein Gefühl von Familie zurück zu geben, in der sie aktiv mitgestalten können. Es ist ein Versuch, der Pasivität entgegenzuwirken“, sagt Höchenberger. Und das ist ganz im Sinne der Direktorin Sibille Tschenett. Die Treffen geben Geborgenheit, helfen die oft belastende Lebenssituationen leichter zu bewältigen, wirken Abbauprozessen entgegen, erhalten Fähigkeiten und schaffen Gemeinschaft. Die „Stub“ ist auch ein Treffpunkt, der Kontakte zwischen Heimbewohnern und Menschen aus dem Dorf fördert. Besucher sind jederzeit herzlich wilkommen. Zu beobachten ist, dass es demente Menschen „in dr Stub“ leichter schaffen, ihre Gedanken zu ordnen und kurzzeitig ganz klar mitreden können. Die Angehörigen sind erfreut darüber, stehen hinter der Initiative und würden sich wünschen, wenn noch mehr Stunden in die neue Betreuungsform investiert würden. Denn das Ganze hat mit mehr Lebensqualität für die Seniorinnen und Senioren im Heim zu tun. (mds)

 

 

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Zeichen der Solidarität

16. Dezember 2010 Kommentare aus

Die Kinder von St. Valentin backen Kekse und verkaufen sie bei ihrer Adventfeier

Die Adventaktion des Kindergartensprengels Schlanders ist Tradition geworden. Zum 11. Mal bieten die Kinder in allen Kindergärten von Reschen bis Tschars zusammen mit den pädagogischen Fachkräften Aktionen an, in denen sie Spenden für Kinder sammeln, denen es nicht so gut geht wie uns. „Heuer öffnen wir das Adventfenster Richtung Osten“, erklärt Frau Direktor Marianne Bauer. „Kindergartenkinder erfahren, dass es viele Menschen und Kinder schwerer haben als wir. Durch ihre Aktivität setzen sie bereits in jungen Jahren ein Zeichen der Solidarität. In diesem Jahr unterstützen wir den Neubau eines Kinderhauses im russischen Dorf Alexejevka in Gaschkortostan, Russland.“ Sr. Helena und Sr. Scholastica berichteten beim letzten Kollegium von den Kindern in Alexejevka. Die Kinder erleben zu Hause bedauernswerte Zustände: kalte Räume, betrunkene Eltern, Gewalt, Sexualvergehen. „Die wirkliche Armut können wir durch Bilder nicht ausdrücken“, erklärt Sr. Scholastica, die selbst in Alexejevka war. Bereits jetzt finden Kinder in einem Missions-Kinderhaus einen Zufluchtsort, einen Ort der Sicherheit, der Geborgenheit und mit einer warmen Mahlzeit am Tag. Zurzeit wird ein größeres Kinderhaus errichtet. Die Kinder wurden angeleitet, beim Bau mitzuhelfen, wodurch sie Eigenverantwortung und –initiative lernen. Fähigkeiten, die ihre Eltern ihnen nicht mit auf ihrem Lebensweg geben konnten, durch das totalitäre System gingen sie verloren. Im Rahmen der Weihnachtsfeier am kommenden Freitag werden die Spenden an  Sr. Helena und Sr. Scholastica übergeben. (ba)

 

 

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Volksmusiktag und Entspannungswochenende

16. Dezember 2010 Kommentare aus

Tanz und Entspannung im Katholischen Familienverband: links und rechts im Bild: Groß und Klein schwingen das Tanzbein; Bild in der Mitte: 40 Mitarbeiterinnen in Sand in Taufers mit Fahrer Hermann Fliri

Der Katholische Familienverband Südtirol KFS zählt mit 16.000 Mitgliedern zu den stärksten Verbänden im Lande. Er setzt sich für familiengerechte Lebensbedingungen ein, für Familien in Notsituationen und vieles mehr. Groß geschrieben wird eine kontinuierliche Aus-und Weiterbildung mit Seminaren und Kursen im ganzen Land. Dem KFS geht es auch um die Schaffung von Netzwerken und um Zusammenarbeit mit anderen Vereinen und Verbänden. Der Bezirk Vinschgau unter der Bezirksleiterin Priska Theiner aus Prad fördert vor allem die Ausbildung der Mitarbeiter und sorgt für ein gutes Miteinander der 10 Zweigstellen. Außerden wurde gemeinsam mit dem Bezirk Burggrafenamt ein musikalisches Treffen in Zusammenarbeit mit mit dem Südtiroler Volksmusikkreis unter der Führung von Gabi Tscholl organisiert. Unter dem Motto „Singen und tonzn mitanond“ traf sich eine bunte Teilnehmerschar mit rund 50 Kindern, Jugendlichen, Eltern und Großeltern in der Fürstenburg von Burgeis. Das Programm war umfassend. Volkstänze vermittelte Hubert Kuppelwieser aus Vetzan. Kindertänze betreute Renate Egger aus Hafling. Für perfekte Begleitung sorgte Martin Moriggl aus Glurns. Ernst Thoma aus Mals übte mit der Gruppe das Singen und  Gernot Niederfriniger stellte eine große Auswahl an Instrumenten vor.

Organisiert wurde auch ein Entspannungswochenende im Pustertal für die ehrenamtlichen Mitarbeiter der zehn Vinschger Zweigstellen unter dem Motto: „Ein Tag zum Entspannen – Ein Tag zum Auftanken.“ In der Gemeinschaft sammelten 42 Frauen neue Kräfte und  nutzten die Gelegenheit, Erfahrungen auszutauschen und neue Ideen für ihren unermüdlichen Einsatz für Familien zu sammeln. Im kommenden Jänner planen die Bezirksvertreter eine Musical-Aufführung der „Kisi Kids“. (mds)

 

 

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Wichtiges Glied in der Kette

16. Dezember 2010 Kommentare aus

Der KVW-Vorsitzende Heinrich Fliri legt Wert auf Austausch mit den Mitgliedern

Die KVW-Ortsgruppe Schlanders hat die große Herausforderung angenommen und das Heimatfernentreffen im September vorbildlich über die Bühne gebracht. Lob dafür ist verschriftlicht und dem Ausschuss zugesandt worden. „Wir möchten uns für die tolle Organisation des Heimatfernentreffens in Schlanders bedanken. Wir waren total begeistert von diesem Fest. Die Teilnahme beim Maria-Namen-Fest hat in uns ein starkes Heimatgefühl aufkommen lassen“, schrieb Erich Tapfer aus Innsbruck. Diese positive Rückmeldung hat der Vorsitzende des KVW Heinrich Fliri den Mitgliedern bei der Jahresversammlung jüngst im Gamperheim weitergeleitet. Dass das Soziale in Schlanders stets seinen festen Platz hat, darauf  wirft der KVW-Schlanders das ganze Jahr über ein wachsames Auge. Als Glied in der Kette der Schlanderser Vereine, ist die Ortsgruppe aber auch auf vielfältigen Austausch und gegenseitige Hilfe ausgerichtet. Die Veranstaltungen, Kurse und Weiterbildungen belegen dies. Die Weihnachtsfeier für die Seniorinnen und Senioren der Gemeinde, Malkurse, ein Kochkurs für Männer und Vorträge, einmal über die christliche Soziallehre, zum andern zum Thema „Aus der Krise lernen“ sind vom KVW-Schlanders zum Teil mit anderen Vereinen veranstaltet worden. Die Grußworte lobten dafür. Bürgermeister Dieter Pinggera: „Der KVW Schlanders arbeitet flächendeckend. Anerkennung gebührt der Ortsgruppe auch deshalb, weil die Schwachen immer im Vordergrund stehen.“ Sieglinde Regensburger, stellvertretende Bezirksvorsitzende: „Der KVW ist immer bestrebt, ein möglichst breitgefächertes Angebot zusammenzustellen.“ Sieglinde Hanny, Vorsitzende des Seniorenrates überbrachte Positives für die Senioren: „Hinter dem Hotel Linde ist es uns gelungen einen Seniorenpark einzurichten.“ Abgeschlossen hat die Jahresversammlung ein Vortrag vom geistlichen Assistent im KVW Josef Stricker zum Thema: „Besser statt mehr.“ (ap)

 

 

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