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„Bäuerliche Familie“

11. März 2010 Kommentare aus

Der Naturnser BB-Obmann Helmuth Müller als Hahn im Korb, links die Landesbäuerin Maria Kuenzer, rechts die Ortsbäuerin Christl Klotz Gruber

Es gibt für einen Bauern nur einen Grund, nicht zu heiraten: Wenn er keine Frau hat.“ Dies sagte unter anderem die Landesbäuerin und Landtagsabgeordnete Maria Kuenzer bei der jüngsten Bauernbundortsversammlung in Naturns. Der Naturnser BB-Obmann Helmuth Müller hatte neben den BB-Ortsausschüssen von Tabland, Staben und Plaus auch Prominenz aus Politik, Wirtschaft und Finanz geladen. Schwerpunktthema heuer: die bäuerliche Familie. „Die Familie ist mit Abstand das wichtigste Element in der Gesellschaft“, führte Müller als Einführung aus. Das Hauptreferat hielt Kuenzer und plauderte, an sich Maß nehmend, aus dem Nähkästchen. Beide, Bauer und Bäuerin, brauche es auf dem Hof, beide Sichtweisen und das Potenzial von beiden sei wichtig. „Die Frau ist die Innenministerin am Hof, er der Außenminister.“ Die Familie sei ein Schatz, den es zu pflegen gelte. „Die Familie ist das sicherste Kapital, sicher angelegt, bis zum letzten Tag des Lebens“, sagte Kuenzer in ihren unter die Haut gehenden Ausführungen. Sie stamme aus einer Familie mit 14 Kindern. „Wenn man zusammenhält, geht vieles“, sagte Kuenzer. Die Eltern stammten aus einer Generation, in der eigene Bedürfnisse nicht geäußert worden sind, nicht einmal für sich selbst formuliert. Man habe funktioniert.

Auch aus diesem Grund und bei Schwierigkeiten bei der Hofübergabe, bei Krankheiten auf dem Hof, bei Suchtproblemen, bei Bankproblemen usw. sei jüngsthin die „landwirtschaftliche Lebensberatung“ als Projekt aus der Taufe gehoben worden. Mittlerweile erfreue sich das Projekt regen Zuspruchs. (eb)

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