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Posts Tagged ‘Graun’

Wir sind Fraktionisten

33 Fraktionen, die von einem Komitee verwaltet werden, gibt es zwischen dem Reschen und der Töll. Sie hüten Gemeinnutzungsrechte, die aus dem Mittelalter stammen und heute allen Bürgern zustehen. Ursprünglich ging es um Holz, Weide und Almen. Die Zeiten ändern sich und sie ändern sich rasch: Marmorbrüche, intensiv genutzte ehemalige Weiden und jüngst der Appetit auf satte Erlöse aus der Stromwirtschaft katapultieren die Fraktionen in die Neuzeit. Neuwahlen dieser Komitees stehen demnächst an.

von Erwin Bernhart

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Ein Stück näher

27. Januar 2011 Kommentare aus

Oswald Folie, der Präsident der Schöneben AG und Johann Sprenger, der Präsident der Haider AG: positive Signale, die verstärkt werden müssen

Vor einer Woche sind die Verwaltungs- und Aufsichtsräte der Schöneben AG und der Haider AG zusammengetroffen, um gemeinsam mit der Beraterfirma Kohl und Partner über eine mögliche Zusammenarbeit zu diskutieren. Dem Treffen vorausgegangen sind im vergangenen Herbst zwei Workshops, in denen die Verwaltungsräte getrennt voneinander ihre eigene Ist-Situation, ein Stärkenund Schwächenprofil und Chancen und Risiken des eigenen Skigebietes und eine Einschätzung in denselben Punkten des jeweils anderen formuliert haben. Eine Art Standortbestimmung. Den Weg einer möglichen verstärkten Zusammenarbeit hat man in der Verangenheit des Öfteren betreten, bisher blieb die Zusammenarbeit auf Skikarten- und Werbeebene beschränkt. Bisher versandete ein skitechnischer Zusammenschluss an den Differenzen, was die Finanzierungsaufteilung für die Investitionen betrifft. Und die Thematik eines skitechnischen Zusammenschlusses im Vordergrund stand auf der anderen Seite einem verwaltungstechnischen Zusammenschluss im Wege. Irgendwie hat man bisher versucht, das Pferd von hinten aufzuzäumen. Das soll sich grundlegend ändern.

Vor einer Woche gab’s dann Überraschendes: sehr viele Punkte gibt es, in denen man, unabhängig voneinander, Übereinstimmung erzielt. Außerdem hat man sehr konkrete Überlegungen über eine engere und engste Zusammenarbeit ausgelotet. BM Heinrich Noggler – die Gemeinde ist an beiden Gesellschaften als Aktionär beteiligt – spricht davon, dass man auf einem guten Weg sei. Man arbeite sehr realistisch. Poitiv überrascht ist auch der Präsident der Haider AG Johann Sprenger und zwar darüber, „dass es viel gemeinsames Denken für die Zukunft gibt.“ Allerdings, sagt Sprenger, sei es verfrüht, aufgrund der delikaten Sache Konkretes sagen zu können. Es wird Folgetreffen geben, bei denen die Angelegenheit einer engeren Zusammenarbeit vertieft werden sollen. Oswald Folie ist gesprächsbereit und sagt, dass viele Gespräche noch vonnöten seien, um Details zu klären. Klar ist, dass der Haider AG eine Fusion vorschwebt, damit das darbende Skigebiet, in welcher Form auch immer, eine gesicherte Zukunft haben kann. Klar ist auch, dass die Finanzierungsanschübe, die LH Luis Durnwalder bisher konkreten Projekten zugeprochen hat, zu versiegen drohen. (eb)

 

 

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Leserbriefe 25/10

16. Dezember 2010 Kommentare aus

„Unbeschreiblich“

Seit mehr als 30 Jahren besuche ich im Urlaub (oft mehrmals jährlich) den oberen Vinschgau. Häufig bin ich mit Gruppen unterwegs, die ich selbst organisiere. Insofern kenne ich mich, glaube ich, in der Tourismusbranche Südtirols und in den Herzen der Südtiroler Bevölkerung einigermaßen aus.

Erschrocken aber war ich, als vor einigen Jahren mit einem Mal auf der Malser Haide ein Windkraftwerk entstanden ist. Es kam mir so vor, als wenn ein Kohlekraftwerk wegen der Begeisterung der Technik in einem Wohnzimmer aufgebaut werden sollte! Die einmalige Kulisse vom Reschenpass über die Malser Haide bis hin zu den hohen Bergen des Ortler Massivs ist unbeschreiblich schön und darf niemals durch Geldinteressen oder Wirtschaftskonzepte gefährdet werden.

Ich habe in Südtirol schon viele Höhen und Tiefen erleben dürfen und müssen, doch was jetzt passiert mit den geplanten Windkraftanlagen ist für mich unbeschreiblich! Gerade Südtirol zeugt davon, wie sehr die Landschaft und die Herzen und die Mentalität der Menschen miteinander verbunden sind. Genau das ist der Grund, weswegen ich so lange und so oft im oberen Vinschgau Urlaub mache.

Ich sehe durch diese Windkraftanlage den Tourismus in Südtirol als ernsthaft gefährdet an. Gerade in den letzten Jahren ist es doch allen Verantwortlichen in der Tourismusbranche klar geworden, dass Südtirol einen Strukturwandel der Gäste, das heißt Generationswechsel, durchmacht. Dieser Strukturwandel ist nicht einfach und bedarf sorgfältig durchdachter Strategien. Er bedarf aber keiner Windkraftanlage.

Ich hoffe, es ist klar geworden, worum es mir geht: nicht um wirtschaftliche Interessen oder Desinteressen, sondern es geht mir um Land und Leute in Südtirol, dem Land, dem ich mein Herz ein Stück weit verschrieben habe. – Sicher sind erneuerbare Energien wichtig und sinnvoll und müssen gefördert werden, aber nicht als Windräder auf der Malser Haide.

Dr. med. Gerhard Binder in Neuhausen ob Eck

 

Windkraftanlage auf der Malser Haide

Wir sind in Burgeis geboren und aufgewachsen. Hier ist unser Zuhause! Und nicht nur unseres! Mein Mann und ich haben gemeinsam in den 60er Jahren unseren Beitrag dazu geleistet, den Tourismus hier aufzubauen. Es wäre anmaßend und verantwortungslos nun diesem Dorf, dieser Gemeinde, ja dem ganzen Gebiet den Stempel „Windräder“ aufzudrücken und den jungen Leuten durch die Zerstörung der Landschaft und des Tourismus sowie durch die durchaus bedenklichen gesundheitlichen Auswirkungen die Zukunft zu verbauen! Wir lehnen dieses Projekt entschieden ab und appellieren an die Verantwortlichen, die Meinung der Bevölkerung zu respektieren und ihre Ängste ernst zu nehmen!

Annelies und Hans Punt, Burgeis

„Gier nach Geld“

Erwin Bernhart schreibt in seinem Kommentar im Vinschger Wind vom 2.12.2010, dass er lieber den Rambach erschließen möchte, als die Windräder auf der Malser Haide zu bauen.

Solange Strom nur erzeugt wird, um damit möglichst viel Geld zu verdienen, werden die Entscheidungsträger die Windräder auf der Malser Haide bauen und gleichzeitig auch den Rambach zur Stromgewinnung nutzen. Wenn der Protest gegen die Windräder sich gegen den Protest gegen die Nutzung des Rambaches stellt, werden bald die Windräder in den ausgetrockneten Bachbetten stehen. Die Gier nach Geld ist bekanntlich nicht zu  bremsen.

Franziska Reichelt, Taufers

 

Windkraftanlage

Vor 60 Jahren versanken in den Fluten des damals neu errichteten Stausees die Dörfer Reschen und Graun und mit ihnen ca. 500  ha der schönsten Felder, Fluren und Waldstriche der Dreiseenlandschaft.

Die Opfer der betroffenen Bevölkerung waren unverhältnismäßig groß und schmerzhaft, mussten doch  ca. 80  Familien  sich eine neue Heimat anderswo suchen.

Jedes Jahr im Frühling,  bei Wassertiefstand des Rescher Stausees, wenn ansonsten im ganzen Land Wiesen und Felder blühen, ruft sich durch den Anblick der  Schlamm- und Sandwüste im Talkessel dieses schmerzhafte Ereignis von Neuem ins Gedächtnis. Für den Oberen Vinschgau, welcher  zum größten Teil auf die Einnahmen aus dem Tourismus angewiesen ist, hat dies schädliche Auswirkungen.

Für die Dörfer Reschen und Graun ist somit das Landschaftsbild stark beeinträchtigt und das Dorf St. Valentin hat im Rücken  einen 22 m hohen Staudamm, welcher den Blick Richtung Norden abschneidet.

Um  so beeindruckender und überwältigender  wirkte vor dem Jahr 2003  beim Verlassen des Dorfes St. Valentin der Anblick des Haider Sees mit der Malser Haide und dem herrlichen Panorama des Ortlergebirges.

Nun sollten in diesem Gebiet für die Energiegewinnung sieben Windräder mit einer Gesamthöhe von jeweils 150 m den einmaligen Blick verändern. So hätte St. Valentin im Norden den Staudamm und im Süden die Windräder, beides Einrichtungen für eine erneuerbare Energiegewinnung.

Die Landschaft des Oberlandes ist durch den Stausee schon so arg geschädigt, dass sie keine weiteren zusätzlichen Eingriffe ertragen kann. Die Bevölkerung des Oberlandes selbst hat in der Vergangenheit  mehr als genug Opfer für eine Energiegewinnung zum Wohle der  Allgemeinheit gebracht – und bringt sie immer noch.

In diesem Sinn möchte ich an alle Verantwortlichen und an die zuständigen Politiker appellieren, diese unverwechselbare  und einzigartige Landschaft der Malser Haide nicht der Energiegewinnung zu opfern und alles zu unternehmen  um den Bau der geplanten Windräder  zu  verhindern.

Peter Pircher, Reschen, Obmann des Museums Vinschgauer Oberland

 

Ausverkauf der Heimat

Genau 60 Jahre ist es her, als die Seestauung den Oberländern Unheil angetan hat – und nun wieder.

Vor nou nit oll zu longer Zeit stritten sich Gegner und Befürworter über die Beregnungsanlagen af dr „Molser Hoad“.  Hier sollten die Beregnungsstangen den uralten Waalen des Wasser bieten. Gleichzeitig waren mit den Beregnungsanlagen 3 Werke geplant, welche zur Stromerzeugung dienen sollten. Die Waale hätten weiter bestehen sollen, damit das Landschaftsbild der schützenswerten Malser Haide mit ihrem alten Kulturerbe intakt bliebe.

Die damaligen wenigen Gegner setzten sich durch und hatten kurzzeitig einen Sieg errungen. Keine Beregnungsstangen in so einer unberührten Landschaft.

Fast wie vom Blitz dahergezaubert, zum Teil bei Nacht und Nebel und ohne jemals die Bevölkerung mit einzubeziehen, sind dann 2 überdimensionale Beregnungsstangen (Windräder) über 70 m Höhe aus dem Boden geschossen.

Teilgebiete in Norddeutschland (Harz) und auch in Frankreich bei den Pyrenäen, wo solche Windräder stehen könnten uns traurige Lieder singen, denn dort ist der Tourismus zur Gänze ausgeblieben. Solche enormen Windvögel wirken auf die Gäste und Urlauber einfach nicht beruhigend, sondern nur auf die Kasse der Betreiber. Unser größtes Kapital in Südtirol ist aber genau die Landschaft. Wieso stellen wir jetzt unsere Heimat in den Ausverkauf? Wo wollen wir hin? Unsere Kinder werden uns das nie verzeihen.

Erneuerbare Energie ist heutzutage nicht mehr wegzudenken und daher wichtig. Trotzdem sollte auch diese Energie sanft ins Land geholt werden, um nicht die Landschaft zu zerstören. Hier aber dient erneuerbare Energie einzig und allein dem Kapital und der Kasse der Betreiber und nicht den Menschen und der Naturschönheit eines der noch unberührten Gebiete.

Wenn jetzt aber noch 5 so enorme „Windmonster“, diesmal 150 m hoch, entstehen, wird kaputt gemacht, was nicht mehr gut zu machen ist. Gibt es landschaftsästhetisch größere Sünden? Der Vinschgau wird nur mehr Durchzug sein wie in der Römerzeit.

Hier sollten Grüne, Tourismusvereine, Landschaftsschutz, Naturschutz und alle, die nur ein bisschen Heimat schützen wollen „SCHÜTZEN“, was noch zu schützen ist, bevor die Heimat ausverkauft ist. Sonst geht es uns ähnlich wie bei der Seestauung 1950, nur diesmal bleiben die Gäste weg und nicht die Menschen vom Tale.

Name der Redaktion bekannt

 

Mittelschulklasse

gegen Windpark

Viele behaupten, Jugendliche würden wenig Verantwortung übernehmen und kaum Interesse für  das politische Geschehen zeigen. Die Schüler der Klasse 3B der Mittelschule St. Valentin lassen diese Vorurteile  nicht mehr auf sich sitzen und möchten sich zum Thema Windpark äußern.

Grundsätzlich haben wir nichts gegen alternative Energiequellen einzuwenden, aber wir sind dagegen, dass der Obervinschgau durch bis zu 150m hohe Stahlmonster verunstaltet werden soll.

Die Gemeinde Graun hat schon durch die Seestauung an Land und Schönheit verloren. Nun sollen auch noch 5 weitere Windräder gebaut werden, sodass die wunderschöne Aussicht auf den Ortler ganz zerstört wird?

Naturnahe, unbelastete Landschaften sind Erholungsgebiete für alle und zugleich auch das Kapital des Tourismus und da die Menschen im Obervinschgau großteils vom Fremdenverkehr leben, hätte die Errichtung des geplanten Windparks negative Auswirkungen.

Bis zu 150m hohe Windräder passen in keinster Weise in dieses wunderschöne Panorama auf den Ortler. Zudem sinkt der Wert der landwirtschaftlich genutzten Wiesen rund um den Windpark und auch der Tierwelt wird erheblicher Schaden zugefügt.

Warum kann nicht ein Standort gesucht werden, der niemanden stört? Dass sich jemand aus Laas, Prad oder selbst aus Langtaufers keine Gedanken darüber macht, dass der Standort falsch gewählt wurde, können wir nachvollziehen, da die Windräder ja nicht jeden Tag beim Blick aus dem Fenster gesehen werden, aber für die Bewohner von St. Valentin, Ulten und Alsack ist dies nicht zumutbar. Deshalb schlagen wir auch vor, dass nur die Betroffenen mitbestimmen sollen, ob sie mit der Errichtung eines Windparks einverstanden sind oder nicht.

Wir Jugendliche jedenfalls möchten betonen, dass wir entschieden gegen diesen Eingriff in diese wunderschöne Naturlandschaft sind und wir sie auch in Zukunft bestaunen möchten. Deshalb sollten auch die bereits bestehenden Windräder wieder abmontiert werden.

Schüler der Mittelschule St.Valentin, Klasse 3.B

 

 

Landschaftsbild

zerstört

Ohne näher auf die Details wie 29 Mio. kWh, energieautark, erneuerbare Energie, Nettogewinn, lokale Wertschöpfung, Arbeitsplätze usw. einzugehen, weisen wir darauf hin, dass  die einmalige, unzerstörte und vielfältige Natur das wohl wichtigste Kapital des Obervinschgaus ist. Mit dem Bau des Windparks mitten hinein in diese Naturlandschaft wird dieses Landschaftsbild  zerstört. Natürlich macht erneuerbare Energie Sinn, keine Frage, aber die Erhaltung des Landschaftsbildes hat Vorrang. Zum Schutze der unberührten Natur und zur Freude der lokalen Bevölkerung und der treuen Gäste dieser Region.

Tourismusverein

Ferienregion Reschenpass

 

Leuchtende Augen

Ich komme seit über 30 Jahren mit Reisegruppen des Öfteren im Jahr in den Vinschgau oder über den Vinschgau nach Südtirol.

Wir haben erfahren, dass am Reschen an der Aufstellung von mehreren Riesenwindrädern geplant wird! Wenn wir mit den Reisegruppen am Reschensee vorbeikommen und das Ortlermassiv vor die Augen bekommen, leuchten die Augen der Reisenden. Dieser Blick soll jetzt durch eine nicht Attraktion von deutschen Touristen gestört werden. In Norddeutschland geht durch solche Maßnahmen die Urlauberzahl merklich zurück!

Das größte Kapital in Südtirol ist doch die wunderbare Landschaft, als nämlich der Herrgott die Welt erschaffen hat, haben die Südtiroler mehrmals hier gerufen!

Wir schätzen die Natur und die Gastfreundschaft in Südtirol. Wenn es soweit kommt, dass die Windräder aufgestellt werden, fahren viele Touristen nicht mehr über den Reschen, sondern von der anderen Richtung ins nahegelegene Passeier-, Ultental, oder ins Unterland. Ich möchte Sie bitten, im Namen der Urlauber die Angelegenheit nochmals zu überdenken. Windräder gehören ins Meer und nicht in eine so wunderschöne Landschaft.

Ein Südtiroler Freund

Dieter Maier

 

Genug geopfert

Mit Entsetzen haben wir von dem Vorhaben erfahren, dass auf der Malser Haide zusätzlich zu dem bereits bestehenden Windrad noch 6-7 bis zu 160 m hohe Windräder hinzukommen sollen.

Prinzipiell ist ja gegen diese Art der Energiegewinnung nichts zu sagen, allerdings doch sicherlich an einem anderen Standort. Diese wunderschöne Gegend (in die wir nunmehr bereits seit 35! Jahren fahren und mehrmals im Jahr) darf nicht auch noch dafür herhalten. Die Gemeinde Graun hat doch in Sachen Stromproduktion bestimmt schon genug Landschaft geopfert, ich erinnere hier an den Stausee.

Wir würden uns stark eingeschränkt fühlen, zwischen diesen monströsen Aufbauten zu wandern, Radtouren zu unternehmen bzw. auf einer Bank auszuruhen, um den herrlichen Blick auf die zauberhafte Südtiroler Berglandschaft in Richtung Ortler oder direkt ins Tal zu werfen.

Wir sind sicher, dass viele Touristen so denken und es einen Rückgang der Attraktivität der Ortschaft bedeuten würde. Die Landschaft ist somit verbaut und das würde einen enormen Verlust des Erholungswertes bedeuten. Unserer Meinung nach würde der Weg um den Haidersee abgewertet werden – wir nehmen jährlich an dem Haidersee- und Reschensee-Lauf teil mit vielen Freunden aus der gesamten Bundesrepublik Deutschland. Diese sind von dem Vorhaben ebenso geschockt und denken wie wir.

Insgesamt gesehen, wird diese zukünftige Anlage den Tourismus beeinträchtigen. Es fühlt sich niemand wohl in dieser verbauten Landschaft und man wird andere Ziele wählen müssen.

Das Vinschgauer Oberland wird jedenfalls durch diese Bebauung an Attraktivität verlieren.

Wir würden uns freuen, wenn unsere Einwände dazu beitragen würden, dass die Betreiber dieser Windräder gemeinsam mit den zuständigen Politikern diesen Schritt noch einmal überdenken und zu einer positiveren Lösung kommen würden.

Barbara und Günter

Güttschow, Berlin

 

Einmalig

Alle Athleten, aber auch alle Betreuer der Nationalmannschaft im Kunstbahnrodeln sind Südtiroler. Das ist einmalig, vor allem deshalb, weil sie sich auszeichnen, wenn’s darum geht, ihre deutschen Wurzeln zu verleugnen und ihre Rückgratlosigkeit in Bezug darauf, bei jeder Veranstaltung eine fremde Fahne hochzuhalten. Darin sind sie wirklich alle einmalig unsere, oder sollte man besser sagen, deren Sportler.

Dietmar Weithaler

Partschins

 

 

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„Hirnrissig“

21. Oktober 2010 Kommentare aus

BM Heinrich Noggler setzt neue Prioritäten in der Gemeinde Graun

Aus der Campiererei auf dem öffentlichen Parkplatz bei der Sport- und Erholungszone (SPER) in St. Valentin wird vorläufig nichts. BM Heinrich Noggler ließ den Gemeinderatsbeschluss, den Albrecht Plangger noch am Ende seiner Legislatur, mit heftigem Gegenwind zwar, durch den Gemeinderat gepeitscht hat, annullieren. „Es wird so sein“, sagt Noggler dem „Wind“, „dass Alfred Waldner seine gesetzlichen Voraussetzungen schaffen wird und dann regelkonform um einen Campingplatz ansuchen wird.“ Am 5. Oktober wurde ein Beschlussantrag der Freiheitlichen vom Landtag genehmigt, die Landesregierung solle eine gesetzliche Grundlage schaffen, dass überall ausschließlich auf Campingplätzen campiert werden darf.

Noch eine Wende bringt Noggler in Graun: Eine weitere Studie von der Innsbrucker Ingenieursgemeinschaft I.N.N. GmbH, welche die Erschließung der Weißseespitze von Langtaufers aus, Stichwort Kaunertal, zum Inhalt hätte, wurde gestoppt. Bereits voriges Jahr wurde eine diesbezügliche Studie mit 25.000 Euro von der Gemeinde finanziert, „aber die Gemeinde hat bisher kein Blatt Papier gesehen“ ärgert sich Noggler. Es sei hirnrissig, wenn da noch eine Studie mit einem ähnlichen Betrag finanziert werden solle, sagt Noggler.

Dafür hat eine Studie über einen möglichen Zusammenschluss Haideralm-Schöneben im Gemeinderat grünes Licht bekommen. Der „Vinschgerwind“ hat diesen Weg bereits in der Nummer 18/10 aufgezeigt. „Fusion oder gemeinsame Betreibergesellschaft oder skitechnischer Zusammenschluss, das sollte sich in dieser Studie von Alois Kronbichler (Kohl und Partner) herauskristallisieren,“ sagt Noggler. (eb)

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„…a Kreiz mitn Kreiz…“

21. Oktober 2010 Kommentare aus

Workout mit der 1. Klasse Mittelschule St. Valentin

Fast jeder kennt es, das leidige Problem mit dem Rücken. Rückenschmerzen sind inzwischen zur Zivilisationskrankheit geworden und schon Kinder und Jugendliche können darunter leiden. Vielfach wird bereits in jungen Jahren der Grundstein für Haltungsschäden und Rückenprobleme gelegt. Oft in der Schule. Das lange Sitzen, die nicht immer altersgerechten Stühle und Bänke und wenig Bewegung tragen einen Großteil dazu bei.

Kinder, Jugendliche, aber auch Erwachsene wissen oft nichts vom richtigen Gehen, Sitzen, Stehen, Heben und Tragen.

Der Schulsprengel Graun, voran die Lehrerin für Sport und Bewegung Martina Eberhöfer, haben es sich zum Ziel gemacht, Haltung und Bewegung der Schüler, aber auch der Lehrkräfte und des Reinigungspersonals neu zu schulen.

Dies soll mit dem heurigen Projekt „Präventive Rückenschule“ geschehen.

Schon vor dem Beginn der Schule gab es Fortbildungsveranstaltungen für Lehrer und Schulführungskräfte und während des Schuljahres finden im Rahmen des Wahlpflichtfaches Workouts für alle Schüler statt, die auch von einem externen Referenten geleitet werden. Die Schwerpunkte dabei sind eine bessere Körperwahrnehmung, Entspannung, Koordinations-, Dehn-, Mobilisations- und Kräftigungsübungen und die Wissensvermittlung über Anatomie und Schmerzbewältigung. Außerdem soll auch das Verhalten der Schüler während der Pause verändert werden: von reinem Herumstehen zur bewegten Pause mit Stelzengehen, Seilhüpfen….

Da das Thema auf großes Interesse gestoßen ist, findet nun den ganzen Winter hindurch einmal in der Woche ein Lehrerturnen statt.

Auf dass das „Kreiz mitn Kreiz“ ein Ende nimmt. (klf)

 

 

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Vinschgerwind – Kommentar: Höhle des Löwen

23. September 2010 Kommentare aus

Die Charme-Offensive der SEL AG bzw. der Seledison hat funktioniert. Mit einfachen Mitteln – ein Tag der offenen Tür: Bratwurst und Malser Big Band für’s Volk gab es am vergangenen Samstag vor dem Schludernser Kraftwerk. In den Bauch des Berges, dort, wo die Wasser des Obervinschgaus, vornehmlich des Reschenstausees, verstromt werden, hat die SEL geladen. Den anschließend leichten Muskelkater an den Schienbeinen haben nicht wenige auf sich genommen, um in die schmierölig riechende Maschinenhalle zu gelangen. Den Schienbeinmuskelkater holte man sich auf dem steilen, gepflasterten Zugangsweg, gut 400 Meter lang – in die Höhle des Löwen. Unvorstellbare 248 Millionen Kilowattstunden werden dort im Jahr produziert. Knapp 20 Millionen Kilowattstunden davon, die man sich in zähen Verhandlungen erstritten hat, gehören den Vinschger Gemeinden. Ebensoviele kWh haben die Etschwerke. 37 Millionen Kilowattstunden gehören der Selfin, den restlichen Gemeinden Südtirols also. 66 Millionen Kilowattstunden verwaltet die SEL AG und der Löwenanteil von 104 Millionen Kilowattstunden geht nach wie vor an die Edison – jener Preis für eine Art gütlicher Einigung samt Konzessionsverlängerung. Ob der eine oder andere im Kraftwerksraum diese Zahlen im Kopf hatte, kann ich nicht sagen.

Jedenfalls war von einem Vinschger Stromstreit nur marginal und das am Rande die Rede, in der Form als man den Vinschger Stromkämpfern irgendwie Respekt zollte. Nach dem Motto: aqua passata – aqua electrificata. Die neue Polit-Generation in den Vinschger Gemeindestuben scheint andere Wege einzuschlagen. Jedenfalls nicht Konfrontationswege. Der SEL-Charme zeigt Wirkung.

Erwin Bernhart, Wind-Chefredakteur

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Die zwei Seelen der Gemeinde Graun

9. September 2010 Kommentare aus

Gegensätzlicher könnten die Positionen nicht sein: Der Präsident der Haider AG Johann Sprenger drängt mit allen Mitteln auf eine Fusion beider Skigebiete, der Präsident der Schöneben AG Oswald Folie will davon nichts wissen. Mittlerweile haben sich die Voraussetzungen geändert, die Politik drängt auf eine engere Zusammenarbeit, die Landesregierung hat eine skitechnische Verbindung mit maximalen Förderungen in Aussicht gestellt und der Grauner BM Heinrich Noggler denkt an eine unabhängige Studie, die Möglichkeiten einer engeren Zusammenarbeit ausloten soll.

von Erwin Bernhart

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