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Posts Tagged ‘Juval’

Impression im Vinschgerwind

7. April 2011 Kommentare aus

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Brennen mit Leidenschaft

8. April 2010 Kommentare aus

Martin Aurich vom Weingut Unterortl auf Juval mit seinem „Brenngerät“

Wie kommt ein Berliner dazu, Winzer und Destillateur im Vinschgau zu werden und ein überaus erfolgreicher noch dazu? Diese Fragen stellen sich viele Menschen und Martin Aurich vom Weingut Unterortl auf Juval beantwortet sie gern: „Ich bin ein Tüftler und habe immer gerne in der Erde gewühlt. Mein Traum war es einfach, Bauer zu sein.“ Um sich abzusichern, studierte er Getränketechnologie an der Fachhochschule Wiesbaden in Geisenheim am Rhein – die ersten Semester finden hier gemeinsam mit dem Studiengang Weinbau statt. Es verschlug ihn an das Land- und Forstwirtschaftliche Versuchszentrum Laimburg, wo er als Sektionsleiter für Kellerwirtschaft zuständig war und für Versuchstätigkeit in der Weinbereitung, Weiterbildung, Beratung und Weinanalytik. Den Hof Unterortl konnte er dann 1992 von Reinhold Messner pachten und mit ihm zusammen das Weingut aufbauen.Vor 4 Jahren gab er seine Tätigkeit an der Laimburg auf, um sich ganz dem Weingut zu widmen.

Martin Aurichs besondere Leidenschaft gilt den Edeldestillaten und er sieht die Brennerei als wichtigen Teil seines Betriebskonzeptes für einen kleinen Betrieb, indem alles veredelt wird, was in der eigenen Landwirtschaft wächst. Im Jahre 1997 kaufte er seine erste gebrauchte Brennblase, angeregt durch Kollegen und seine ersten Versuche folgten, immer auf der Suche nach dem Geschmack. Sein Denken ist geprägt von Wein und Genuss. „Ich schmecke und rieche gerne und kann mir Geschmacksbilder gut merken“, erzählt er.  Er ließ sich von Hubert Pohl vom Köfelgut in Kastelbell und Mario Poyer, einem Spitzenerzeuger im Trentino, inspirieren. „In unserer Branche ist man glücklicherweise offen, tauscht sich aus und gibt Tipps. Es wurschtelt nicht jeder vor sich her“, ist er dankbar.

Aus dieser „Tüftelei“ hat er selber viel gelernt und mittlerweile ist daraus ein Sortiment entstanden, das sich sehen lassen kann. 14 Brände stellt er pro Jahrgang her, vom Grappa aus seinen Trauben bis hin zum Exoten Edelkastanienbrand. Wichtig ist ihm dabei, „dass die Produkte einen Bezug zu unserem Lebensraum haben. Ananas oder Orangen kämen für mich nicht in Frage, es muss Wurzeln zu uns haben.“  Wer bisher glaubte, Grappa sei nur eine Verwertung der Traubentrester, wird durch Aurich eines Besseren belehrt, wenn er anfängt über die Feinheiten des Brennens zu erzählen. Die Qualität hängt entscheidend von der Qualität der Trester oder Früchte ab, die je nach Sorte weniger oder mehr sensibel bei der Lagerung reagieren. Trestern sind die größte Herausforderung und müssen möglichst umgehend verarbeitet werden, Früchte wie Birnen können und müssen noch nachreifen. Entscheidend ist nach seiner Philosophie das doppelte Brennen und das genaue „Abschneiden“ der Fraktionen Vor-, Mittel- und Nachlauf. Vor- und Nachlauf prägen das Destillat  scharf. Auf der anderen Seite kommen aber gerade viele wertvolle Aromen bei der Destillation sehr nahe am Vor- und Nachlauf. „Es ist  eine Frage der guten Nase mit einer Portion Glück, den richtigen Zeitpunkt beim Trennen zu erwischen und immer auch eine Gradwanderung“, erklärt der Brenner. Ein großes Glück für ihn ist das gute Quellwasser auf Juval, das sehr weich ist und gut schmeckt, um die Brände, die nach dem Brand etwa 80 Volumenprozent Alkohol enthalten, auf etwa 40 bis 42 Prozent zu verdünnen. Zuckerzusatz zum Destillat ist für ihn ein absolutes Tabu, obwohl gesetzlich bis zu 20 Gramm auf den Liter erlaubt sind, um ihn gefälliger und scheinbar weicher zu machen. Er sieht seine Destillate als hoch veredelte Produkte, die es gilt „nicht zu kippen, sondern zu genießen.“

Der Erfolg gibt ihm recht: Erst kürzlich wurde er zum ersten „Champion Südtirol Aquae Nobiles“ gekürt. Diese Ehre wurde demjenigen Brenner, der seine eigenen Brände im Vorfeld am besten einzuschätzen wusste und diese für die Bewertung eingereicht hatte, verliehen. Er gewann gleich mit sechs Bränden und die Auszeichnung Top Marille – natürlich nur aus dem Vinschgau – für den besten Edelbrand in dieser Kategorie. Dass er diese Frucht wirklich liebt, merkt man, wenn er anfängt, von ihrem Duft zu schwärmen. (ew)

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Vinschger bestehen im europäischen Wettbewerb

25. März 2010 Kommentare aus

Die Genusshauptstadt Graz stand ganz im Zeichen hochgeistiger Gaumenfreuden als am Freitag, 12 März 2010 in der Seifenfabrik die Destillata-Gala stattfand. 350 Gäste erwarteten mit Spannung  die Ergebnisse der internationalen Edelbrand-Meisterschaft Destillata 2010. Mehr als 1600 Produkte aus 15 Nationen wurden bei der verdeckten Verkostung bewertet. Höhepunkt des hochkarätigen Treffens der Meisterdestillateure war die Bekanntgabe der „Destillerien des Jahres 2010“ durch Bundesminister DI Niki Berlakovich.

v.l.: Martin Aurich, Günther Tappeiner, Erwin Leimgruber, Heiner Pohl und Friedrich Steiner

Besonders erfolgreich haben in diesem Jahr wieder die Vinschger Brennereien abgeschnitten. Günther Tappeiner, Friedrich Steiner und Heiner Pohl haben es in der Kategorie „Höchste Qualität“ geschafft.

Günther Tappeiner aus Laas konnte den Titel „Nationensieger Italien“ erneut erfolgreich verteidigen und wurde damit zum dritten Mal in Serie als bester Teilnehmer aus Italien ausgezeichnet. Er erhielt die Goldmedaille für den Traubenbrand, zudem dreimal Silber und achtmal Bronze.

Den zweiten Platz teilten sich punktegleich Friedrich Steiner, Biobrennerei aus Mals und Heiner Pohl vom Marinushof in Kastelbell.

Friedrich Steiner verarbeitet Früchte aus biologischem Anbau zu edlen Destillaten und bekam Gold für den Apfelbrand im Eichenfass sowie dreimal Silber und siebenmal Bronze. Heiner Pohl konnte für alle eingereichten Brände Medaillen erzielen. Ebenfalls sehr erfolgreich war Martin Aurich vom Weingut Unterortl. Er erhielt den Sonderpreis „Grappa des Jahres 2010“. Das Weingut Unterortl der Familie Aurich war heuer erstmals bei der Destillata vertreten und konnte sich gleich zum Start den Sortensieg in der Gruppe „Grappa & Brandy“ sichern. Der Grappa Müller Thurgau, laut Jury ein „ausdrucksstarker, frischer Typus mit tollem Sortencharakter“, kann auch am Gaumen die Erwartungen erfüllen und bekam die Auszeichnung „Grappa des Jahres 2010“. Auch die Land-/Forstwirtschaft Fürstenburg sicherte sich zwei Silbermedaillen und zweimal Bronze. Die Vinschger Teilnehmer erhielten 37 von 59 an Italien vergebene Destillata-Medaillen.

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Vinschger Edelbrand ganz vorn

11. März 2010 Kommentare aus

Prämierung des „Champion Südtirol Aquae Nobiles“ Martin Aurich (Mitte) durch LH Luis Durnwalder und Landesrat Hans Berger: viel hochwertiges Hochgeistiges kommt aus dem Vinschgau

Ende Februar fand in Bozen die Prämierungsveranstaltung „Südtirol Aquae Nobiles“ statt.  Sie stellte den feierlichen Abschluss des ELR-Projektes „Edelbrand“ dar, das gemeinsam von Fachschule und Versuchszentrum Laimburg und dem Verein Südtiroler Hofbrennereien durchgeführt wurde und bei dem VerkosterInnen für Edelbrände ausgebildet wurden. Die besten elf weitergebildeten VerkosterInnen bildeten im Jänner 2010 zusammen mit zwei Fachexperten aus Österreich und Deutschland die Kostjury.

Prämiert wurden die besten 10 aus 224 eingereichten Edelbränden, hergestellt von 32 unterschiedlichen landwirtschaftlichen Klein- und industriellen Großbrennereien aus Südtirol. Für diejenigen Edelbrände, welche die hohen qualitativen Anforderungen erfüllten, erhielten die erfolgreichen Brennerinnen und Brenner das neue Gütesiegel „Südtirol Aquae Nobiles“, welches ebenfalls im Rahmen der Veranstaltung vom international anerkannten Fachexperten Ulrich Zeni vorgestellt wurde. Insgesamt 30 der 32 einreichenden Brennereien erhielten für ihre Produkte das Gütesiegel „Südtirol Aquae Nobiles“.

Derjenige Brenner, der seine eigenen Brände in einer der neun Kategorien Apfel, Birne, Marille, weiße Trester, rote Trester, Beerenobst, sonstiges Steinobst, sonstiges Obst und sonstige Spirituosen im Vorfeld am besten einzuschätzen wusste und diese für die Bewertung in der Kategorie „Champion Südtirol Aquae Nobiles“ eingereicht hatte, wurde von Landeshauptmann Durnwalder und Landeshauptmannstellvertreter Berger zum „Champion Südtirol Aquae Nobiles“ gekürt. Die Ehre ging an Martin Aurich vom Weingut Unterortl aus Naturns. Er gewann mit seinen Bränden in den Kategorien Traubenbrand, Birnenbrand (Williams), Marillenbrand (Vinschger Marille), Kornelkirschengeist, Grappa-Blauburgunder und Grappa-Müller Thurgau. Außerdem erhielt er die Auszeichnung Top Marille für den besten Edelbrand in dieser Kategorie.

Aber auch die anderen Vinschger Edelbrände kamen besonders gut an: An den Weberhof in Kastelbell gingen gleich drei Auszeichnungen: Top Apfel, Top Beeren und Top weiße Trester. Folgende Brennereien erhielten für einen oder mehrere Edelbrände das Gütesiegel „Südtirol Aquae Nobiles“: Hofbrennerei Langwies in Naturns, Hofbrennerei Köfelgut in Kastelbell-Tschars, Hofbrennerei Tribus in Kastelbell-Tschars, Brennerei der Rosa Oberhofer in Laas, Weingut Falkenstein in Naturns, Marinushof in Kastelbell, Hausbrennerei Kuppelwieser in Latsch-Tarsch, Brennerei Gaudenz in Partschins, Ausserloretzhof in Laas, Befehlhof in Schlanders, Biobrennerei Steiner in Mals und der Brunnerhof in Naturns. (ew)

„NatureLife-Umweltpreis 2010“ für Reinhold Messner

28. Januar 2010 Kommentare aus

Reinhold Messner

Der Südtiroler Extrembergsteiger, Wüstendurchquerer, Film- und Buchautor Reinhold Messner erhält für sein vielfältiges Engagement zur Bewahrung einer ungestörten Bergwelt den internationalen „NatureLife-Umweltpreis 2010“. Die in Ludwigsburg bei Stuttgart ansässige Umweltstiftung NatureLife-International hat am Dienstag vor einer Woche im Rahmen eines Nepalabends im Mercedesmuseum Stuttgart den „NatureLife-Umweltpreis 2010“ verliehen.

„Reinhold Messner ist nicht nur vielseitiger Grenzgänger, sondern auch Vor- und Querdenker in Sachen Ökologie und hat schon früh auf die Gefährdung der letzten montanen Wildnisgebiete der Erde aufmerksam gemacht“, so NatureLife-Präsident Claus-Peter Hutter. Mit der Auszeichnung soll auch Messners Engagement für Nachhaltigkeit und die Bewahrung der Kulturen der verschiedenen Bergvölker der Erde gewürdigt werden. Lange bevor die Gletscherschmelze als Folge des Klimawandels in das Blickfeld der breiteren Öffentlichkeit getreten sei, habe Messner eine undogmatische, ökologische Ausrichtung der Gesellschaft gefordert.

Bislang sei Messners Rolle, eine breite Öffentlichkeit für Natur und ethnische Minderheiten zu sensibilisieren, von Natur- und Umweltschützern viel zu sehr ignoriert worden, betonte Hutter.

Die undotierte Auszeichnung wird am 19. Januar 2010 beim Nepal-Tag in Stuttgart übergeben.

Die Nachhaltigkeitsstiftung NatureLife-International engagiert sich für breite Umweltbildung und praktischen Naturschutz ebenso wie für den internationalen Umweltdialog. Ein Schwerpunkt sind insbesondere Klimaschutzprojekte, welche Armutsbekämpfung, Wiederaufforstung geschädigter Wälder und den Schutz bedrohter Tier- und Pflanzenarten in den Tropen und Subtropen verbinden.

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