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Posts Tagged ‘Kortsch’

Wir sind Fraktionisten

33 Fraktionen, die von einem Komitee verwaltet werden, gibt es zwischen dem Reschen und der Töll. Sie hüten Gemeinnutzungsrechte, die aus dem Mittelalter stammen und heute allen Bürgern zustehen. Ursprünglich ging es um Holz, Weide und Almen. Die Zeiten ändern sich und sie ändern sich rasch: Marmorbrüche, intensiv genutzte ehemalige Weiden und jüngst der Appetit auf satte Erlöse aus der Stromwirtschaft katapultieren die Fraktionen in die Neuzeit. Neuwahlen dieser Komitees stehen demnächst an.

von Erwin Bernhart

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4. Südtiroler Tankerziehen der FF Kortsch

9. September 2010 Kommentare aus

Am Samstag, den 07. August wurde im Rahmen des Sommerfestes der FF Kortsch bereits das 4. Südtiroler Tankerziehen ausgetragen. Wiederum waren zahlreiche  Gruppen aus Kortsch und der näheren Umgebung zum Kräftemessen angetreten, an dem sich auch gleich zwei Frauengruppen beteiligt haben. Mit Start um 20 Uhr lieferten sich die teilnehmenden Gruppen vor zahlreichem Publikum ein spannendes Rennen um die Bestzeit . Das 11.250 kg schwere Tanklöschfahrzeug  der FF Kortsch  musste mit jeweils 6 Mann oder 8 Frauen aus dem Stand  über eine Strecke von 15 Metern gezogen werden. Bei allen teilnehmenden Gruppen sowie den  begeisterten Zuschauern stieß der Bewerb auf große Zustimmung. Nach Beendigung des Bewerbes konnte der Kommandant der FF Kortsch  bei der Siegerehrung folgendes Ergebnis bekannt geben!

„Herzilein“ im Einsatz;

1. Platz Freiwillige Feuerwehr Göflan

2. Platz  Lederkrocher Latsch

3. Platz  Die Schafer Kortsch

4. Platz Die Moler

5. Platz FF Latsch

6. Platz Ferrariclub Top 30

7. Platz Meliorierung Kortsch

8. Platz FF Backnang

9. Platz Herzilein

10.Platz FF Labers

11.Platz Oschlepper

12.Platz Schützenkompanie Kortsch

13.Platz Bauernjugend Göflan

14.Platz Goldrainer Jungs

15.Platz Fliagr

16.Platz Sissibar Team

17.Platz Sissibarjugend Team

Die teilnehmenden Frauengruppen sorgten für eine tolle Auflockerung im Wettstreit und erhielten den größten Applaus!

Für die Bereitstellung der Preise und Pokale  wird den Sponsoren recht  herzlich gedankt.

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Kurt Ziernhöld geht mit Applaus

8. April 2010 Kommentare aus

Langjährige Mitgliedschaft im Verband wurde geehrt: 40 Jahre Paulmichl Hubert; 45 Jahre Elektro Tappeiner der Herzog K. & Co.; 45 Jahre Plangger Markus & Co.; 50 Jahre Tartarotti Otto & Hans

Acht Jahre lang hat der Rescher Kurt Ziernhöld als Bezirkspräsident im ehemaligen Kaufleute- und Dienstleisterverband, dem heutigen Handels- und Dienstleistungsverband (hds) geackert. Nun macht er jüngeren Kräften Platz. Bei der Vollversammlung der Kaufleute in Kortsch vor vierzehn Tagen wurde Ziernhöld mit Applaus verabschiedet. Beherzt habe er sich auf Landesebene eingesetzt, zollte ihm Verbandsdirektor Werner Frick Respekt. Großen Dank sprach ihm auch Verbandspräsident Walter Amort aus. In ihren Ansprachen einig waren sich Frick, Amort udn auch Ex-Verbandsdirektor Dieter Steger, dass die kleinstrukturierten Handelsstrukturen äußerst wichtig seien und dass man die derzeitig zu großzügigen Handelsstrukturentwicklung mit großer Sorge wahrnehme.

Ein neuer Ausschuss, aus dem der neue Bezirkspräsident gekürt wird, wurde von den Mitlgiedern per acclamationem gewählt. Der Malser Kaufleuteobmann Robert Weirather, Elke Weissenegger (Glurns), der Prader Markus Pinggera, Kaufleuteurgestein Hubert Paulmichl, der Laaser Dietmar Spechtenhauser, Gertrud Staffler aus Schlanders, Egger Horst aus Latsch, Doris Gstrein für Kastelbell/Schnals und der kooptierte Bezirksinnungsmeister der Bäcker Peter Schuster bilden den neuen Bezirksausschuss. Bis zum Zeitpunkt der Wahl hatte man sich in der Gemeinde Graun auf keinen Kandidaten geeinigt.

Stefan Lettner von der Marketingberatungsfirma CIMA bescheinigte in seinem Impulsreferat den Ortszentren Südtirols eine „hohe Vitalität, die in dieser Form in Europa kaum mehr zu finden ist“ und forderte ein Umdenken in der Politik. Der Handel im Ort trage zur Lebensqualität bei. Zum Thema Ortsmarketing unter anderem: „Werbung ist wichtig und richtig. Sie konkurrieren allerdings mit Innsbruck und nicht mit dem Metzger zwei Häuser weiter.“ Damit rief Lettner zu mehr Geschlossenheit und neuen Partnerschaften in Orten und im Bezirk auf. (eb)

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Die Besucher staunten

8. April 2010 Kommentare aus

Der jährliche „Tag der offenen Tür“ zählt zu den Höhepunkten in der Fachschule für Hauswirtschaft in Kortsch. Mit Ideenreichtum, besonderer Sorgfalt und Liebe zum Detail bereiteten sich Schülerinnen und Lehrpersonen auch heuer auf den 27. März vor. Sie richteten alles danach aus, die Sinne und auch die Seele der Gäste anzusprechen. Und das ist ihnen auch bestens gelungen. Es gab viel zu schauen, zu riechen, zu erfahren und zu probieren. Die  Schülerinnen zeigten sich als bestens ausgebildete „Managerinnen des Alltags“, die über eine umfassende Allgemeinbildung verfügen. In der Berufswelt stehen ihnen viele Wege offen. Die überaus zahlreichen Besucher  staunten über die Kreativität und Professionalität der Gastgeberinnen. (mds)

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Ein Mann für die Hauswirtschaft

25. März 2010 Kommentare aus

Burgeis/Kortsch. Die Leitung der Fachschule für Hauswirtschaft in Kortsch wird Martin Unterer aus Glurns übernehmen. Der bisherige Lehrer an der Fachschule für Land- und Forstwirtschaft in der Fürstenburg übernimmt dort das Erbe von Monika Aondio, die für beiden Schulen zur Direktorin gekürt worden war und seither von der Fürstenburg aus agiert.  Ein interessanter Rollentausch ist vollzogen: Aondio ist in die  Männerdomäne eingedrungen und Unterer wagt sich in die Frauendomäne vor. Beide Führungskräfte wollen allerdings in einer gemeinsam geführten Direktion konstruktiv zusammenarbeiten. (mds)

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„Ich muss viel lernen und meine Kollegen auch“

25. Februar 2010 Kommentare aus

Vinschgerwind: Seit dem 1. Jänner 2010 sind Sie Direktorin der Fachschule für Land- und Forstwirtschaft Fürstenburg und der Fachschule für Hauswirtschaft in Kortsch, nachdem Sie waren vorher geschäftsführend in dieser Position tätig waren. Was hat sich für Sie verändert?

Monika Aondio: Von der Arbeit her hat sich nicht viel verändert. Jetzt ist allerdings die Sicherheit gegeben und auch die Motivation ist da, neue zukunftsweisende Weichen zu stellen.

Hat sich die Unsicherheit der Vergangenheit auf die Planung ausgewirkt?

Ja. Ich habe mich zurückgehalten, weil ich mir immer vor Augen gehalten habe, dass ein anderer oder eine andere etwas anderes gemacht hätte.

In der Fürstenburg sind Sie in eine Männerdomäne eingedrungen. Wie geht es Ihnen dort als Frau?

Es ist ein anderes Arbeiten. Männer gehen an Themen anders heran als Frauen. Da muss ich viel lernen und meine männlichen Kollegen auch.  Es ist für mich eine neue Herausforderung und ich muss mich  einarbeiten.

Die Fachschule für Hauswirtschaft in Kortsch haben Sie in den vergangenen zehn Jahren auf Vordermann gebracht. Welche Akzente setzen Sie in der Fürstenburg?

Wir planen eine Klausurtagung im Frühjahr mit den Lehrpersonen, dem Heim- und Verwaltungspersonal, bei der wir uns die Frage stellen: Was ist uns in der Ausbildung für unsere Schüler wichtig? Derzeit werden Themen gesammelt. Die Grundüberlegung wird dabei sein, wie wir Traditionelles bewahren und für Neues offen sein können. Wir müssen uns früh genug Gedanken um die Zukunft machen, auch im Hinblick auf eine Berufsmatura. Die jetzigen Schüler sollen ihre Kinder einmal gerne in unsere Schule schicken.

Wichtig ist mir, dass wir gemeinsam daran arbeiten, wie die Zukunft in der Fürstenburg aussehen soll.

Wie schaut es mit dem Umbau und mit der Heimsituation aus?

Mein erklärtes Ziel ist es, im kommenden Schuljahr in den neuen Räumlichkeiten einzuziehen. Gleichzeitig soll  für die Heimsituation eine Lösungsmöglichkeit vor Ort gefunden werden, damit das Heim in Moles aufgelassen werden kann. Derzeit laufen Verhandlungen rund um Unterbringungsmöglichkeiten.

Wer wird Ihre Nachfolgerin/Ihr Nachfolger in Kortsch?

Es wird sicher eine geeignete Person sein. Sobald die Verantwortlichen in Bozen mit dem Vorschlag einverstanden sind, wird der Name bekannt gegeben werden.

Interview:

Magdalena Dietl Sapelza

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Satirisches Spiel um die „Xunthait“

25. Februar 2010 Kommentare aus

links: Magdalena Pohl als Tochter „Maria“, der besondere Farbtupfer; rechts: Karl Fleischmann als Mediziner „Robert Schönthaler“ und Brigitte Maria Pircher als seine esoterisch angehauchte Ex-Frau „Petra“

Vor vollem Haus feierte die Theatergruppe Kortsch am vergangenen Freitag die Prämiere der Posse „Xunthait“ von Selma Mahlknecht. Die Vinschger Autorin nimmt dabei die Esoterikwelle und deren Quacksalberei auf die Schippe, genauso wie die Auswüchse der gewinnbringenden plastischen Chirurgie.  Die Textverliebtheit Mahlknechts  und ihr satirischer Spielwitz stellten die Schauspieler vor eine große Herausforderung, die sie unter der Anleitung des Regisseurs Konrad Lechthaler bestens meisterten. Die Besetzung der Rollen ist weithin geglückt und die Akteure überzeugten mit guten spielerischen Leistungen. Über zwei Stunden lang gefordert waren auch die Zuschauer. Sie folgten den Dialogen aufmerksam und angespannt. Wenn „die Taschentücher zum Abwischen der Lachtränen“, wie im Folder angekündigt, auch nicht benötigt wurden, waren die Gäste im Saal durchwegs amüsiert. Weitere Aufführungen: siehe Theaterwind. (mds)

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