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Archive for the ‘Gemeinden’ Category

50 Jahre Nikolauseinzug Schlanders

16. Dezember 2010 Kommentare aus

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Wenn am 5. Dezember, dem Krampustag die Uhr zwei schlägt, geht in Schlanders das teuflische Treiben los. Dann kommen die zotteligen Gestalten, die Tuifl aus allen Ecken und Winkeln und nehmen den Dorfkern, vor allem die Fußgängerzone in Beschlag. Das teuflische Treiben dauert solange, bis um 17 Uhr der traditionelle Nikolauseinzug beginnt. Dann setzt sich ein langer Tross vom Kulturhaus in Gang, an dessen Anfang etwa zehn Krampusse „die Bahn“ für die restliche raue Gesellschaft machen. Scheller, Fasswagen, Engelchen und Musikwagen samt Bläserguppe der Bürgerkapelle Schlanders folgen den Gesellen. Der heilige Nikolaus auf festlicher Kutsche und der sogenannte Packtlwagen mit prall gefüllten Päckchen sind die Guten in der Kette des Schlanderser Nikolauseinzugs. Der Abschluss gehört dann wieder ganz den Krampussen: dem Schmiedwagen samt Krampussschmied und einer ganz besonders wilden Horde von Krampussen. Höhepunkt und Ziel ist der Plawennpark, wo der Nikolaus seine besinnliche Ansprache hält. Heuer waren auch festliche Worte dabei. Denn heuer ist der traditionelle Schlanderser Nikolauseinzug im 50. Jahr abgehalten worden. Zum Goldenen Jubiläum haben über 100 Krampusse ihr Unwesen getrieben, darunter auch die etwas in die Jahre gekommenen Krampusse, die wieder zu Holzlarve, Fell und Rute gegriffen haben.  Bis heute nicht geändert vom damaligen ersten, von Josef Grüner und Alois Gamper gegründeten Umzug, hat sich der gute Gedanke. Hat man damals mit dem Erlös die Weihnachtsfeier der alten Leute im Altersheim finanziert, wird der Erlös heute jedes Jahr dem Vinzenzverein gespendet.  (ap)

 

 

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„Menschen begeistern“

16. Dezember 2010 Kommentare aus

Altbürgermeister Walter Weiss, Josef Bernhart und die Dorfchronistin Maria Fliri

Menschen begeistern“, so der Titel des Buches von Walter Weiss, dem Altbürgermeister von Naturns, das am 19. November um 20 Uhr in der Naturnser Bibliothek vorgestellt wurde.

Die Bibliothekarin Gabi Hofer begrüßte die Anwesenden und die Referenten  Walter Weiss als Autor, Maria Fliri als Chronistin und Josef Bernhard als Koordinator der Gemeindennetzwerke der Eurac.

Der Altbürgermeister zeigt in seinem Buch den Weg zu einer neuen politischen Kultur auf, die vor allem auf der Nähe zum Bürger beruht und auf der Fähigkeit, Menschen zu begeistern, sowie diese für die Mitarbeit zu gewinnen. Zusammen mit  Josef Bernhard erörterte Walter Weiss die wichtigsten Schwerpunkte seines Schaffens, durch die sich der größte Wandel aller Epochen im bäuerlichen Leben vollzog.

Die Chronistin Maria Fliri erzählte ihre eigenen Erfahrungen aus der Zeit vor all diesen Neuerungen. Ihre Berichte wurden von Mundartgedichten, teils humorvoll, teils beschaulich, aufgelockert.

Beim abschließenden Umtrunk wurde die Lebensweise von Einst und Jetzt noch einmal lebhaft unter die Lupe genommen. (ria)

 

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Den Momenten Dauer geben

16. Dezember 2010 Kommentare aus

Am Freitag, den 10. Dezember wurde in der Galerie am Rathaus Naturns um 19.30 Uhr die Ausstellung „naturnser fotografen“ eröffnet.

Die Naturns Kultur und Freizeit GmbH, in Zusammenarbeit mit der Marktgemeinde, dem Bildungsausschuss und der Raiffeisenkassen Naturns hat den Amateurfotografen Alexandra Kurz, Manfred Höllrigl, Peter Santer, Wolfgang Schgör, Klaus Huber, Werner Laganda und David Holzeisen in diesem Rahmen die Möglichkeit geboten, ihre Bilder einem größeren Publikum zu präsentieren.

Zahlreiche Interessierte folgten der Einladung zur Vernissage, die vom Jugendchor der Musikschule Naturns, unter Leitung von Petra Maier, eröffnet wurde. In der anschließenden Rede wies Kulturassessor Valentin Stocker auf das breite Spektrum und die Vielseitigkeit der Wahrnehmung hin, die die Fotografen in ihren Bildern festgehalten haben. So unterschiedlich wie die Menschen, sind auch ihre Bilder und genauso unterschiedlich werden sie auch vom Betrachter wahrgenommen.

Nach dem Dank der Fotografen an Maria Gapp, unter deren Supervision die Ausstellung organisiert wurde, und einer weiteren Musikeinlage, wurde das Buffet eröffnet und die Fotos konnten besichtigt werden.

Interessante, eigenwillige Momentaufnahmen und Detailansichten, Landschaften, Blumen und Menschen, in ihren allesamt vielfältigen Daseinsformen, haben die Hobbyfotografen in ihren Bildern festgehalten und jeder auf seine eigen Weise präsentiert.

Im Laufe des Abends fand ein reger Austausch mit den Fotografen statt, die bereitwillig über die Details und die Entstehung ihrer Bilder Auskunft gaben.

Für alle Interessierten ist die Ausstellung noch bis zum 29. Dezember zugänglich. (ria)

 

 

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„Koatlacker“ und „Schemen“

16. Dezember 2010 Kommentare aus

Die Koatlacker in Prad setzen auf Feuereffekte

Der Schludernser Nikolaus und Schemen mit ihren typischen Blech-Larven

Die Nikolaus- und Krampusumzüge in Prad und Schluderns zogen kürzlich wiedrum unzählige Besucher an. Dem schaurig schönen Spektakel fühlten sich traditionell eine Vielzahl von Jugendlichen verpflichtet, die sich maskenbildnerisch in Szene setzten und keine Kosten scheuten. „Das Schludernser Schemenrennen zählt neben dem Klosn in Stilfs zu den originellsten im Tal“, findet Markus Mahlknecht, der lange Zeit in Sachen Schemen am Fuße der Churburg mitmischte. Das typische Merkmal der Schemen sind die rot-schwarzen Blechlarven. Die Mitglieder des Schemenvereins um Edmund Tragust sind darum bemüht, dass diese Tradition auch beibehlten wird. Allerdings gibt es junge Burschen, die mit den Blechlarven nicht ganz glücklich sind, beeinflusst auch von Stimmen aus umliegenden Orten, die den Kopfschmuck als primitiv bezeichnen. Mittlerweile versuchen einige, neue Wege zu gehen. Beim heurigen Nikolausumzug mit rund 50 Schemen waren erstmals neuartige Maskengebilde zu sehen, die auf den ersten Blick nach Holz aussahen. Doch beim näheren Betrachten entpuppten  auch diese sich als Blechlarven, die ausgeklopft und bemalen waren. Wenn auch nicht alle Zuschauer mit der Entwicklung einverstanden sind und auf Tradition pochen, so müssen sie dennoch anerkennen: In Schluderns ist eine gestalterische Entwicklung bei den Schemen im Gange, aber immer unter dem Motto: Blech bleibt Blech. Die Koatlacker in Prad um  OK-Chef Gilbert Stillebacher rüsten jährlich vor allem beim Umzug auf und setzen auf immer spektakulärere Feuerelemente. (mds)

 

 

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„Nicht hingehen ist saublöd“

16. Dezember 2010 Kommentare aus

Alle Kandidaten für den Schlanderser Jugendrat mit der Plakataktion als Aufruf für die Wahl

Der erste Wahltag ist am morgigen Freitag, den 17. Dezember. Dann kann für eine Woche lang der neue Schlanderser Jugendrat gewählt werden. Das Procedere erklärten der Jugendreferent Manuel Massl und der scheidende Präsident Tobias Zangerle vergangenen Samstag im Haus der Begegnung: Alle Jugendlichen zwischen 13 und 24 Jahren haben in den vergangenen Tagen einen Brief samt Stimmzettel erhalten. Drei Kandidaten darf  auf diesem der Vorzug gegeben werden. In ausgewiesenen Urnen, aufgestellt an neuralgischen Punkten, kann der Stimmzettel in den nächsten sieben Tagen eingeworfen werden. Insgesamt zwölf Kandidaten stellen sich der Wahl,  acht davon werden den neuen Jugendrat bestücken. „Der erste Jugendrat hat eine gute Basis gelegt“, lobte Massl den scheidenden Jugendrat. Berücksichtigt sind mit den neuen Kandidaten alle Fraktionen und auch die zwei Sprachgruppen. Die KandidatInnen: Anna Gemassmer, Paul Kofler, Sabine Niedermair, Raphael Plangger, Peter Raffeiner, Stefania Reiter, Daniela Rungg, Philipp Scherer, Tobias Telfser, Hannes Wunderer, Klaus Zangerle und Hans Zoderer. (ap)

 

 

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Ludis Buch

16. Dezember 2010 Kommentare aus

Denkwürdige Begegnung zwischen Horst Eberhöfer und Ludwig Blaas mit Pufferzonen; links: Hans Perting vom Provinz Verlag; unten: Buchcover

Vor vierzehn Tagen wurde in Burgeis das Kriegsbeil begraben: Der Jadgaufseher Ludi Blaas und der ehemalige Wilderer Horst Eberhöfer haben sich die Hand gegeben, haben sich umarmt. „Ich möchte mich bei beiden, (Wild-) Räuber & (Wild-)Gendarm, ganz herzlich bedanken für ihre wundersame Geste und ich hoffe, dass dieses Zeichen ausstrahlende Signalwirkung hat, gerade nach den gewalttätigen Vorkommnissen im Vorfeld“, sagt der Verleger Hans Perting. Seit Kurzem haben beide etwas gemeinsam: Jeder hat ein Buch über seine Erlebnisse geschrieben, beide haben dieses Buch im „Provinz-Verlag“ herausbringen lassen. Das Buch von Blaas „Jagdaufseher Ludi“ ist am Donnerstag vor vierzehn Tagen im Burgeiser Kulturhaus vor großem Auditorium vorgestellt worden. Blaas stellt darin Episoden seiner Jagd auf Wilddiebe, die er vielfach gemeinsam mit Giocchino Cristelli gestartet und ausgeführt hat, vor, ohne Namen zu nennen.

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Krampus – Geheimtipp – Burgeis

16. Dezember 2010 Kommentare aus

Ortstypische prächtige Krampuslarven in Burgeis

Zu einem Geheimtipp in Sachen Krampus- und Nikolausumzug entwickelt sich Burgeis. Heuer hat man die Nikolausfeier mit einer Krampusheerschar auf dem Dorfplatz abgehalten. Mit lautem Getöse, viel Feuer und ortstypisch prächtigen Krampuslarven ist man vom Oberdorf zum Hauptplatz eingezogen. Viele Eltern mit Kindern und viele Freunde des schaurigen Krampustreibens sind nach Burgeis gekommen, manche auch um Kindheitserinnerungen wachzurufen. Während die Kinder vom Nikolaus Geschenke entgegennahmen, labten sich die Erwachsenen an einem „Krampuspudel“ bei Glühwein und heißen Würstel. Leichtes Schneetreiben rundete zudem die Stimmung in Burgeis ab. (eb)

 

 

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