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Posts Tagged ‘Val Müstair’

Das Val Müstair ist um eine Attraktion reicher

24. Februar 2011 Kommentare aus

Schmuckes Zentrum für Langläufer und Schneeschuhwanderer direkt an der Abzweigung nach Lü

Die Rede  war ursprünglich von einem „Nordic Center Dario Cologna“, anlehnend an die Großerfolge unseres Champions. Im Nachhinein wurde der Name auf „Chamonna da sport“, „Sporthütte“ umbenannt, da diese nicht nur Treffpunkt für Langläufer, sondern für Wintersportler im Allgemeinen sein soll.

Das frühere Forsthaus der Gemeinden Tschierv-Fuldera-Lü, in Furom, direkt an der Abzweigung nach Lü gelegen, steht seit der Gemeindefusion leer. In Eigenarbeit und mit geringem finanziellen Aufwand entstand darin ein schmuckes, bescheidenes Zentrum für Langläufer und Schneeschuhwanderer. Der Wintersportler findet hier ein kleines Restaurant und eine Servicestation mit Laden von Grond-Sport aus Müstair. Das Leihsortiment umfasst  Skier, Langlaufschuhe, Schneeschuhe, Stöcke und Schlitten zu günstigen Tagesmieten. Auch für eine professionelle Skipflege ist in der Hütte gesorgt. Duschen und Toiletten sowie ein Wachsraum runden das Angebot ab.

Die Idee einer Infrastruktur für Langläufer im Tal ist nicht neu und figuriert bereits seit mehreren Jahren auf der Liste der Teilprojekte der Biosfera Val Müstair, wie Gabriella Binkert, Direktorin der Biosfera Val Müstair, sagt. Die Gemeindefusion und dann die Erfolge von Dario Cologna hätten wieder neuen Schwung in die Sache gebracht, betont sie weiter. Sie will auch nicht von einem Provisorium sprechen. „Wir haben eine schöne Einrichtung geschaffen und wollen in diesem Winter Erfahrungen sammeln. Dann können wir immer noch über weitere Maßnahmen nachdenken.“  (bg)

 

 

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Abwässer nach Glurns leiten?

24. Februar 2011 Kommentare aus

Der Gemeindenpräsident der Gemeinde Val Müstair Arno Lamprecht: Beide Varianten werden überprüft und, wenn alles klappt, im Juni darüber in der Gemeindenversammlung entschieden

Neu belebt wird das Ansinnen im Val Müstair, seine Abwässer nach Glurns leiten zu können. Eine Anfrage an die Bezirksgemeinschaft Vinschgau ist unterwegs, in der nochmals die Bereitschaft der Vinschger Verwalter eruiert werden soll, ob sich die Gemeinde Val Müstair an die Kläranlage in Glurns anschließen könnte. In der vergangenen Woche hat sich zudem der Gemeindenpräsident von Val Müstair Arno Lamprecht und der Gemeindetechniker Anton Waldner  mit dem Tauferer Gemeindeausschuss getroffen, um über eine mögliche Abwasserleitung von Puntweil bis nach Rifair zu beraten. Zwischen Taufers und Rifair würde die mögliche neue Leitung in den Hauptsammler einmünden. Konkret wurde die Idee, mit den Abwässern über die Grenze zu fahren, im vorigen Jahr, weil in der Schweiz ein Gesetzesentwurf über den Finanzausgleich an die Gemeinden diskutiert worden ist, der den Gemeinden unter anderem keine finanzielle Unterstützung bei der Sanierung oder Erweiterung von Kläranlagen mehr gewähren wollte. Seit Sommer vergangenen Jahres liegt den Schweizern ein rudimentäres Angebot von Seiten der Vinschger Bezirksgemeinschaft für einen Anschluss in Glurns vor. Weil der Gesetzesentwurf dann doch nicht Realität geworden ist, hat die Gemeinde Val Müstair noch etwas Luft bekommen. Klar ist, dass in der Kläranlage Glurns, die auf 30.000 Einwohnergleichwerte ausgelegt ist, noch Kapazitäten frei sind. Der Gemeindetechniker vom Val Müstair AntonWaldner sieht noch einigen Klärungsbedarf, einmal die Berechnung der Einwohnergleichwerte des Val Müstair, einmal jene Kosten, die für einen Einkauf in den Restwert der Glurnser Kläranlage anfallen könnten.

Nun sollen Details, sämtliche Kosten betreffend, geklärt werden, die ein Anschluss an die Kläranlage Glurns mit sich bringen würde. Auch sollen die Möglichkeiten einer Mitsprache für künftige Entscheidungen ausgelotet werden. Parallel dazu werden die Kosten erhoben, die eine Erweiterung – eine zusätzliche Reinigungsstufe –  der bestehenden Kläranlage hinter der Grenze bei Puntweil kosten würde. Beide Kostenvoranschläge sollen dann, so Lamprecht, im Sommer in der Gemeindeversammlung für einen Entscheid vorgelegt werden. (eb)

 

 

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Kruzifix erstrahlt in neuem Glanz

23. September 2010 Kommentare aus

Pater Columban und Hauseigentümer Roland Böhmer

Mitten im Dorf Müstair, Plaz d’Immez, hängt an der Fassade eines Privathauses ein übergroßes, aus Holz geschnitztes Kruzifix. Das Kreuz mit dem Leib Christi und der Muttergottes ist starken Umwelteinflüssen ausgesetzt und hat im Laufe der Jahrzehnte stark darunter gelitten, sodass es restauriert werden musste. Herr Roland Böhmer, Besitzer des Hauses und somit auch des Kruzifixes, hat diese Restaurierungsarbeiten in den letzten Jahren durchführen lassen. Vier Jahre lang fehlte das imposante christliche Symbol an besagter Fassade und mancheiner fragte sich, wo das Kreuz hingekommen sei, und ob es jemals wieder zurückkommt. Nun wurde kürzlich das Geheimnis gelüftet und das Kruzifix wurde in strahlender Frische wieder an seinem Ehrenplatz aufgehängt. Die Restaurierungsarbeiten wurden von Vater und Sohn Emmenegger aus Zizers durchgeführt. Pater Columban hat es in einer schlichten Feier und in Anwesenheit vieler Einheimischer gesegnet. Dabei erwähnte er seinen Bezug zu diesem Kreuz, das ihn bei seinem ersten Gang durch Müstair sehr beeindruckt hat.

Das über drei Meter hohe Kreuz stammt aus den Händen des Schludernser Künstlers Christian Greiner und wurde in den Jahren zwischen 1750 und 1759 errichtet, wie eine eingeschnitzte Jahreszahl mit den Ziffern 175.. andeutet. Vom gleichen Künstler stammen auch die drei Figuren, die den Südturm des Klosters St. Johann zieren, nämlich der hl. Benedikt, die Muttergottes und Sr. Scholastica. Diese sind mit der Jahreszahl 1748 datiert. (bg)

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Biosfera – Ehre und Verpflichtung

17. Juni 2010 Kommentare aus

Vinschgerwind - Titel 12/10

Weltweit gibt es 553 UNESCO Biosphärenreservate. Nach dem Entlebuch ist es unseren Schweizer Nachbarn, dem Val Müstair mit dem Nationalpark gelungen, die Auszeichnung als Biosphärenreservat zu bekommen. Die Zusammenarbeit mit Südtirol, vorwiegend mit dem Obervinschgau, Glurns und Taufers, sowie dem Nationalpark Stilfserjoch, und die Bemühungen der Münstertaler Bevölkerung zur Anerkennung als Naturpark von nationaler Bedeutung haben die UNESCO in Paris davon überzeugt, dass der Schweizerische Nationalpark gemeinsam mit dem Val Müstair ein Biosphärenreservat bilden soll. Die Ehre bedeutet auch Verpflichtung.

von Brigitte Thoma

Der Schweizerische Nationalpark  im Engadin ist das älteste Biosphärenreservat der Schweiz. Durch den Zusammenschluss mit dem Val Müstair wurde die Fläche mehr als verdoppelt und es erfüllt nun teilweise die seit 1995 gültigen Vorgaben der UNESCO. Diese hat der Erweiterung am 02. Juni 2010 zugestimmt, aber gleichzeitig bis 2013 die vollständige Erfüllung der Vorgaben verlangt. Der Nationalpark im Kanton Graubünden wurde 1979 zum ersten UNESCO Biosphärenreservat der Schweiz erklärt. 31 Jahre später wird das streng geschützte Gebiet mit dem Val Müstair durch eine Pflege- und Entwicklungszone im Sinne der Sevilla-Strategie der UNESCO ergänzt. Die UNESCO hat diese Erweiterung gutgeheißen, obwohl die Vorgaben noch nicht vollständig erfüllt sind. Eine Schweizer Delegation, mit der Biosfera-Direktorin Gabriella Binkert  und Bruno Stephan Waldner vom Bundesamt für Umwelt, hat dem Entscheidungsgremium des UNESCO MAB-Programms (Man and Biosphere), dem Internationalen Koordinationsrat (ICC) und seinem Ausschuss in Paris das Projekt und die spezielle Situation eines demokratischen Vorgehens zusätzlich erläutert. Ende Januar hatte das zuständige UNESCO-Expertengremium das Gesuch noch zur Zurückweisung empfohlen. In der Kommission, der Binkert und Walder vorsprachen  saßen Österreich, Argentinien, Benin, Ägypten und Russland. Der Präsident stammt aus Südkorea. Über die internationalen Verbindungen, die Idee die Biosfera nach Südtirol auszuweiten, zeigte sich der Ausschuss erfreut. In seinem Entscheid hat der ICC insbesondere die Anstrengungen der Bevölkerung im Val Müstair gewürdigt, auf demokratischem Weg einen regionalen Naturpark zu errichten und zusammen mit dem Schweizerischen Nationalpark langfristig ein UNESCO Biosphärenreservat zu betreiben. Gleichzeitig hat der ICC übereinstimmend mit dem 2008 in Madrid beschlossenen Aktionsplan (Madrid Action Plan) von der Schweiz verlangt, dass die Anforderungen an eine Pflegezone, welche die Kernzone Nationalpark vollständig umgeben muss, bis Ende 2013 gesamthaft erfüllt sind.

Zukunft nach innen

Über die „Pufferzone“, rund um den Nationalpark, soll der Bund gemeinsam mit den Gemeinden im Engadin (von Schanf bis Scuol) entscheiden. Zudem verlangt die UNESCO bis zu diesem Zeitpunkt einen Managementplan für die gesamte Biosphäre. Die Fläche des Biosphärenreservats hat sich mehr als verdoppelt auf 371 Quadratkilometer und es umfasst neu nicht ausschließlich Wildnisgebiet, sondern auch Kulturlandschaft, die über eine hohe Biodiversität verfügt. Um diese zu sichern, ist eine nachhaltige Nutzung in der Pflegezone erforderlich, mit dem Ziel, störende Einflüsse auf die Kernzone möglichst zu beschränken. Damit ist die Pflegezone vorwiegend für die land- und waldwirtschaftliche Nutzung vorgesehen. Die Entwicklungszone dient als Siedlungs- und Wirtschaftsraum mit vielfältiger nachhaltiger Nutzung des Bodens. Die Voraussetzungen dazu hat das Val Müstair mit der Charta für einen Regionalen Naturpark geschaffen. Die UNESCO Biosphäre Val Müstair-Parc Naziunal entspricht nun weitgehend den Anforderungen der UNESCO an ein modernes Biosphärenreservat. Noch hängig ist das Gesuch des Kantons Graubünden, das er im Januar 2010 beim Bundesamt für Umwelt BAFU zur Verleihung des Labels Regionaler Naturpark an die Biosfera Val Müstair eingereicht hatte. Das BAFU entscheidet im Spätsommer darüber. Geld von der UNESCO, gibt es keines. Die Inhalte des Biosfera – Programmes werden in Zusammenhang mit dem Nationalpark von nationaler Bedeutung finanziell unterstützt. Das Label fördert den Bekanntheitsgrad. Die  Besucherzahlen des Klosters St. Johann in Müstair haben sich vervielfacht, seit es in das UNESCO – Programm als Weltkulturerbe aufgenommen wurde.

Biosfera-Direktorin Gabriella Binkert: Das UNESCO - Label wird sich positiv auf die ganze Region auswirken Fotos: ivo illuminato andri

Am 23. Juni 2010 ist die erste Sitzung des Biosfera-Rates nach der Verleihung des Labels. Zum Rat gehören: der Nationalrat Andrea Hämmerle, der Vize-Georg Fallet, der Geschäftsführer Flurin Filli und die Mitglieder Heiner Haller (Nationalparkdirektor), Robert Giacometti (Nationalparkpräsident), Aldo Rodigari (Gemeindevorstand) und Gabriella Binkert (Direktorin der Biosfera). Dieses Gremium wurde vor einem Jahr gegründet, ihm obliegt die Führung des Biosphärenreservates, der Nationalpark ist zuständig für die Forschung über Biologie und Geologie.

Zukunft nach außen

Unsere Schweizer Nachbarn haben in den letzten Jahren einen konsequenten Weg beschritten, der es einerseits ermöglicht, einen nachhaltigen Tourismus auszuweiten und trotzdem die besonderen Naturlandschaften zu erhalten und sogar aufzuwerten.

Mit Teilprojekten wird die Bevölkerung miteingebunden. Die Ideen kommen direkt vom Volk, von Teilprojektleitern betreut, eine Motivation für den Einzelnen. Hauptsächlich geht es dabei um die Vermarktung der heimischen Produkte, die Schaffung von Arbeitsplätzen, die touristische Zukunft, und das Erhalten einer intakten Natur und der landschaftlichen Vielfalt.

Auch für den Oberen Vinschgau und besonders für Taufers im Münstertal wäre eine Ausweitung des Reservates eine große Chance, eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit ebenfalls in diese Richtung zu bewegen. Erste Gespräche darüber, wurden bereits geführt. Wie die Kreispräsidentin und Direktorin von Biosfera Val Müstair Gabriella Binkert anlässlich der Erlebniswanderung „An den Ufern des Rambaches“ am 5. Juni 2010 betont hat, legt die UNESCO großen Wert darauf, dass sich ein Biosphärenreservat weiter entwickelt. Auch der Großrat Georg Fallet sieht in einer diesbezüglichen Zusammenarbeit eine große Chance für das gesamte Tal. Auf Schweizer Seite besteht also großes Interesse für eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Sinne einer Weiterentwicklung dieses  Biosphärenreservates. Viele Möglichkeiten, in Zusammenarbeit mit dem Nationalpark Stilfserjoch würden sich dadurch ergeben. Erste Gespräche mit den Verantwortlichen wurden bereits geführt, wie die Weiterführung des Projektes „An den Ufern des Rambaches“ von der Quelle bis zur Mündung in die Etsch. Derzeit endet der Wanderweg an der Grenze, mit entsprechenden Foldern und Tafeln wird auf die Flora und Fauna, zur Kultur und Geschichte des Bachs sowie die einzelnen Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeiten aufmerksam gemacht. Ein weiteres Projekt ist die Ansiedelung der schwarzen Biene, die damit verbundene Vermarktung eines Biosfera-Honigs, im Slow-Food Bereich.

Das UNESCO – Label wird sich positiv auf die ganze Region auswirken, denn diesen ehrenvollen Titel zu haben, ist  an und für sich schon eine Exklusivität. Das magische Dreieck wird somit touristisch wie langfristig auch wirtschaftlich attraktiv und sollte auch  von allen Seiten genutzt werden. Dem Südtirol bietet sich die einmalige Chance sich durch gute und innvative Projekte anzubinden und so vom Erfahrungsreichtum unserer Nachbarn im Val Müstair zu profitieren.

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Impression im Vinschgerwind

17. Juni 2010 Kommentare aus

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An den Ufern des Rambaches

17. Juni 2010 Kommentare aus

Entlang des Wanderweges stellte die Initiative Rambach eine Röhre mit dem Rohrdurchmesser 1,4 m auf (für das eingereichte Projekt der E-AG). Die Wanderer mussten dort durch, im Bild Peter Gasser (Foto Reto Wiesler)

Am Samstag, 05. Juni 2010 fand eine Wanderung entlang des Ufers des Rambaches, organisiert von der Initiative Rambach mit Stefan Vidal und Reto Wiesler an der Spitze statt. Gestartet ist die Wanderung an der Calvenbrücke über Rifair bis über die Grenze nach Müstair. Über ca. 100 Wanderlustige nahmen daran teil und ließen sich die Informationen der einzelnen Redner nicht entgehen. Der Biologe Thomas Wilhalm sprach über den Wert der Bachläufe und dessen Biologie. Sollte das Wasser, aufgrund der Nutzung zur Stromerzeugung, an der Grenze in eine Röhre fließen, würden viele Lebewesen sterben, da die Restwassermenge nicht ausreichen würde. BM Hermann Fliri, Befürworter für den Rambach als Stromlieferanten legte seine Meinung klar dar. Ernesto Scarperi, Amtsdirektor des Amtes für Gewässerschutz ist ebenso für die Unterschutzstellung – „nicht jeder Fluss soll verbaut und energetisch genutzt werden, die Nachhaltigkeit muss gewährleistet sein“. Bei einer Verpflegungspause in Rifair, organisiert von der Bauernjugend Taufers, wurde angeregt über die Zukunft des Baches, somit über die gesamte Bevölkerung des Münstertales, diskutiert, musikalisch untermalt durch Alphornklänge von Walter Hotz. Über Puntweil, wo der Malser BM Ulrich Veith zur Wandergruppe hinzukam, und die Grenze ging’s nach Müstair. Der Fassungsstelle, wo die Wassermenge kontrolliert wird, wurde ebenso ein Besuch abgestattet. Über http://www.bafu.admin.ch sind die täglichen Messdaten ersichtlich. Die Kreispräsidentin Gabriella Binkert und Georg Fallet gaben Informationen über die Biosfera Val Müstair und den Rambach auf Schweizer Seite. Die Bäckerei Meier verköstigte mit heimischen Produkten. Pio Pitsch zeigte den Interessierten die Situation der Rambach-Renaturierung. Die Initiative Rambach bemängelte die geringe Beteiligung der Tauferer, die Rifairer marschierten hingegen fleißig mit und brachten sich mit Diskussionen in die Problematik mit ein. Durch eine Volksbefragung sollen die Einwohner der Gemeinde Taufers nun über die Zukunft des Flusses entscheiden. (bbt)

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Klare Sympathiekundgebung für Minschuns

22. April 2010 Kommentare aus

176 Jauers haben kürzlich an der Orientierungsversammlung über den Fortbestand des Skigebiets Minschuns teilgenommen. Ein deutliches Zeichen, dass es den Münstertalern nicht egal ist, was mit ihrem Skigebiet passiert. In einer Konsultativabstimmung über eine Beteiligung der Gemeinde von Fr. 2 Mio. wurde auch klar bekundet, dass die Bevölkerung hinter dem Vorhaben der Verantwortlichen, sprich zum Erhalt der Anlagen, steht.

Das Skigebiet Minschuns besteht seit 35 Jahren und die Anlagen sind veraltet. Nicht dies ist aber das Hauptproblem, das die Verantwortlichen von Minschuns zum Handeln zwingt. Für sie ist die Zubringerstraße das größere Problem. Es wird behauptet, viele Feriengäste hätten Mühe, das Gebiet mit dem Privatauto zu erreichen. Darum schlägt die Pro Minschuns vor, eine Luftseilbahn, genannt Windenbahn, oder eine Sesselbahn von Tschierv aus zu realisieren. Die Kosten würden sich auf ca. 6 Mio Euro belaufen. Die Finanzierung soll durch die Gemeinde, den Kanton sowie den Bund und durch Eigenleistung und Sammlungen realisiert werden. Heute geht es vor allem darum, den Puls der Bevölkerung zu spüren und die Stellung der Gemeinde in dieser Angelegenheit zu erfahren.

In der Diskussion, nach der Präsentation des Projektes, wurden dann einige Zweifel am Vorschlag laut. Wäre es nicht angebrachter, zuerst die veralteten Schlepplifte im Skigebiet selber durch Sesselbahnen zu ersetzen und erst in einem zweiten Schritt an eine Zubringerbahn zu denken. Natürlich wären beide Investitionen notwendig, aber aus finanziellen Gründen müssen Prioritäten gesetzt werden. Nach Ansicht der Pro Minschuns hat eine Zubringerbahn von Tschierv aus erste Priorität, weil sie ihrer Meinung nach mehr Skifahrer ins Gebiet bringt. Viele der Anwesenden waren jedoch der Meinung, man sollte das Skigebiet selber durch Sesselbahnen, wie sie heute üblich sind, attraktiver machen. Jedenfalls ist das letzte Wort betreffend der Zukunft von Minschuns noch nicht gesprochen und die Verantwortlichen sind aufgerufen, nochmals über die Bücher zu gehen, damit ein Optimum durch die vorgesehenen Millionen erreicht werden kann. Was mit einer gewissen Sicherheit angenommen werden kann, ist die Tatsache, dass bei der Urnenabstimmung die Bevölkerung sich für Minschuns ausspricht und den Kredit von Fr. 2 Mio. genehmigen wird, für welche Variante auch immer. (bg)

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