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Posts Tagged ‘Partschins’

Schwungvoll in die neue Saison

7. April 2011 Kommentare aus

links: Annemarie Pircher-Friedrich; rechts: 30 Jahre lang begleitete Rudi Schönweger den Verein als Aufsichtsrat, nun ist’s genug

Trotz Bettenrückgang eine Nächtigungssteigerung: Mit knapp 310.000 Nächtigungen und einer Auslastung von 154 Tagen im Jahr 2010 steht der Tourismusverein Partschins/Rabland und Töll glänzend da. Bei der Jahresvollversammlung vor gut zwei Wochen im Rablander Geroldsaal zogen die Präsidentin Annemarie Trogmann und die Geschäftsführerin Elisabeth Tartarotti stolze Bilanz. Auch über die vergangenen vier Jahre. Neuwahlen standen an und diese brachten grundsätzlich ein Kontinuum. Man ist zufrieden mit  Vorstand und Ausschuss. Die Anwesenheit diverser Vereinsobleute brachte auch gegenseitige Wertschätzung zum Ausdruck. Stellvertretend sei die Musikkapelle um ihren Obmann Albert Zerzer erwähnt, die pro Jahr mit durchschnittlich 10 Konzerten die Tourismussaison musikalisch umrahmt.

Für ein fast auf das Partschinser Tourismus-Selbstverständnis zugeschnittenes Impulsreferat sorgte Annemarie Pircher-Friedrich, Professorin für „Human Ressource Management und Qualitäts- und Dienstleistungsmanagement“ am Management Center Innsbruck. Sinnorientierung und Gesunderhaltung waren die Schwerpunkte, denn „Sinnorientierung und Werte sind Zukunftspotenzial“. Eine Definition für nachhaltige Entscheidungen lieferte die aus dem Obervinschgau stammende Referentin: Eine Entscheidung sei nachhaltig, wenn die vier Fragen: „Ist die Entscheidung im positiven Sinne gut? – Ist sie gut für alle? – Ist sie gut für die Nachwelt – Ist sie gut für den Entscheidungsträger?“ positiv beantwortet werden können. Ein Modell ganzheitlicher Gesundheit lieferte Pircher-Friedrich gleich mit. Die Touristiker waren ob der Ausführungen sichtlich angetan und können in eine neue Saison starten. (eb)

 

 

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Der Partschinser Geldfluss

24. Februar 2011 Kommentare aus

Die Gemeindekassen im Land werden immer leerer. Glücklich also jene, die sich mit Zusatzeinkünften finanziell unabhängiger machen können, wie z.B. durch das Stromgeschäft. Der technische Landesbeirat hat kürzlich grünes Licht für einen Kraftwerkbau in Partschins gegeben, das den Strombedarf des Gemeindegebietes abdecken und zusätzlich eine Menge Geld einbringen soll. Bemerkenswert dabei ist, dass keiner der Stromriesen im Land mit in das lukrative Geschäft eingestiegen ist – das Geld bleibt im Dorf.

von Martin Platzgummer

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„Wir wollen Beteiligung“

10. Februar 2011 Kommentare aus

BM Albert Gögele: „Wir haben bereits ein eigenes Stromnetz. Mit einer Beteiligung könnten wir möglicherweise den Strompreis senken.“

Die Landesregierung hat den Strommarkt durch die Konzessionsvergaben gewaltig aufgemischt – und durch diese Aufmischung entsteht Neues. Zum Beispiel in den Gemeindegebieten Partschins, Algund und Marling. Die SEL AG, die die Konzession am historischen Etschwerke-Kraftwerk auf der Töll erhalten hat, hat sich mit den Etschwerken unter anderem auf einen Neubau eines, wie es in einer SEL-Presseaussendung heißt, „technologisch und ökologisch fortschrittlichsten und mit aller Wahrscheinlichkeit wirtschaftlich interessantesten Kraftwerkes Südtirols.“ Ein Kavernenkraftwerk im Bauch des Marlinger Berges soll entstehen, das die Konzessionen des Töller und des Marlinger Werkes nutzen und damit mehr Strom erzeugen soll, als diese beiden Krafwerke zusammen. Es geht um rund 450 Millionen Kilowattstunden pro Jahr (zum Vergleich: Im Kraftwerk

Kastelbell werden 417 Mio. kWh erzeugt und in Glurns 264 Mio. kWh). Weil zwischen Land und Gemeindenverband ausgemacht ist, dass sich Standortgemeinden bei neuen Kraftwerken mit insgesamt mindestens 9 Prozent beteiligen können, wollen die Standortgemeinden Partschins, Algund und Marling eine gemeinsame Marschrichtung einschlagen, um den Modus einer solchen Beteiligung auszuloten. Vorgespräche, so der Partschinser BM Albert Gögele, hat es bereits gegeben. Gögele ist zuversichtlich: „Ich hoffe auf eine Beteiligung, damit wir nicht dreißig Jahre zuschauen müssen, wie das Wasser vorbeirinnt.“ Die drei Gemeinden haben sich als Berater einen Kundigen ins Boot geholt: den Grauner Ex-BM und VEK-Präsidenten Albrecht Plangger mit seiner „Oberland Consulting“. Im März sollen die Gespräche mit SEL AG, Hydros und Etschwerken in eine konkretere Phase eintreten. (eb)

 

 

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Wichtige Tätigkeiten für Gemeinschaft

10. Februar 2011 Kommentare aus

Hubert Maschler wurde vom AVS-Ortsstellenleiter Hias Mayr und von Sieglinde Piazzi für 50 Jahre Vereinsmitgliedschaft geehrt

Wenn man die schönen Bilder sieht, bekommt man Lust auf die Wanderschuhe“, machte BM Albert Gögele der AVS-Ortsstelle Partschins Komplimente. Bei der Vollversammlung am 22. Jänner blickten die Partschinser AVSler auf ein überaus tätigkeitsreiches Jahr zurück und sie schauten nach vorn. 775 Mitglieder zählt der mit ruhiger Hand von Matthias Mayr geleitete Verein. Ein Zuwachs von 48 neuen Mitgliedern im Laufe des vergangenen Jahres. Wanderungen, Bergtouren, Gasslfest, das Fest auf der Lodnerhütte zu Hochunserfrau, Hüttenlager und Kletterkurse für die Jugend und die im vorigen Jahr neu gestartete Familiengruppe: An insgesamt 28 Veranstaltungen haben 1012 Mitglieder teilgenommen. Beachtlich. „Auf dem Tschigat, unserem Hausberg, werden wir heuer das Eisenkreuz entfernen und ein schönes Holzkreuz aufstellen“, blickte Mayr unter anderem nach vorn. Guter Dinge sei man, so BM Gögele, dass die Lodnerhütte (CAI) heuer auf den AVS übergehen könne. Unterstützung sagte Gögele bei der Realisierung des Klettersteiges „Hufwand“ unterhalb des Gigglberges zu. Robert Schönweger, der Präsident des Führungsausschusses Texelgruppe und selbst Partschinser, berichtete über die Tätigkeiten des Naturparkes, der im Laufe des heurigen Jahres rund 170.000 Euro für normale Instandhaltungsarbeiten an bestehenden Wegen ausgeben werde. Ein Großteil dieses Geldes werde auf Partschinser Seite, z.B. auch für den Weg auf den Blasiuszeiger, aufgewendet. Beim Schilderstreit sei, so Schönweger, zwar noch nichts definitv, man werde die traditionellen Namen weiterhin verwenden. Der Vertreter der AVS-Sektion Meran, Michl Runggaldier, gratulierte zur regen Tätigkeit des Vereines. (eb)

 

 

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Nassereit auf gutem Weg

27. Januar 2011 Kommentare aus

BM Albert Gögele: zurückgerudert

Nachdem die Texelbahn ihr Projekt für einen Weg vom Gigglberg zur Nassereithütte zurückgezogen hat und nachdem die Gemeinde Partschins ihren möglichen Beitrag von diesem Weg entkoppelt hat, ist für die Zielalminteressentschaft ein fruchtbarerer Boden entstanden. Der Zielalminteressentschaft gehört die Nassereithütte und die Hütte soll, so der Wunsch von Seiten der Bauern und auch der Tourismustreibenden und der Texelbahn AG, neu aufgebaut werden. Am vergangenen Freitag fand im Haus der Dorfgemeinschaft eine Informationsveranstaltung für die Mitglieder der Interessentschaft statt. Markus Gerstgrasser, der Obmann der Interssentschaft und BM Albert Gögele beschreiben unabhängig voneinander die Stimmung als positiv. Die Finanzierung für den Neubau der Nassereithütte ist aufgrund mündlicher Zusagen weitgehend gesichert und zwar so, dass die einzelnen Mitglieder keinen Cent aus eigener Tasche ziehen werden müssen. Details sind noch genauer abzuklären, vor allem zwischen den Finanzierungsanteilen aus den Ämtern für Landwirtschaft und für Alpinwesen. Gerstgrasser will diese Abklärung bis zur ordentlichen Vollversammlung der Interessentschaft, die voraussichtlich Anfang März stattfinden soll, über die Bühne bringen. (eb)

 

 

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Die Sicherheit zählt

18. November 2010 Kommentare aus

Das neue Fahrzeug mit dem Team des Weißen Kreuzes

Am 7. November wurde in Partschins ein neues Einsatzfahrzeug des Weißen Kreuzes von Naturns gesegnet und offiziell in Betrieb genommen. Die Feier wurde von der Musikkapelle Partschins sowie dem Frauenchor „in laetitia“ begleitet, die Einweihung erfolgte durch Pfarrer Josef Schwienbacher im Beisein von Abordnungen der örtlichen Feuerwehren, des Bergrettungsdienstes, Vertretern der Landesleitung, der politischen Gemeinden sowie des Landtages. Das Fahrzeug wurde auch von den Raiffeisenkassen der Gemeinden Partschins, Naturns, Schnals und Tschars mitfinanziert. Als Dank für ihren Einsatz für das Weiße Kreuz wurden der Partschinser Altbürgermeister Robert Tappeiner sowie Alois Götsch (ehemaliger Obmann der Raika) mit der Ehrennadel des Landesrettungsvereines ausgezeichnet.  BM Albert Gögele schätzt den intensiven Freiwilligendienst. Er dankte der Führung für die vorbildliche Tätigkeit sowie für die Motivation der Mitarbeiter. Obwohl die Zeit heute sehr knapp bemessen ist, ist er froh darüber dass es noch sehr pflichtbewusste Leute gibt. Die immerhin 26 Jugendlichen der Jugendgruppe sorgen für den entsprechenden Nachwuchs.

Sektionsleiter Franz Volgger bedankte sich bei der Fahrzeugpatin Anita Pircher. Auch wenn Landesrat Theiner immer öfter Anfragen vonseiten verschiedener Personen bekommt, weshalb die Anfahrtszeiten der Rettungsfahrzeuge oft zu lange dauern, verteidigt er das Weiße Kreuz mit der Aufteilung ihrer Sektionen. Würde der Rettungsdienst anstatt der vielen Ehrenamtlichen von der öffentlichen Hand organisiert werden, so könnte dieser nur in größeren Zentren garantiert werden, die Anfahrtszeit in den ländlichen Gebieten würde noch verlängert werden. Die Organisatoren bedankten sich bei der Bevölkerung mit einem Buffet und Getränken, welche vom Zivilschutz vorbereitet wurden. (klab)

 

 

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Wiederaufbau mit Rundwanderweg

23. September 2010 Kommentare aus

Treffen in Partschins: BM Albert Gögele hat an einen Tisch geladen, um Schwung in die Debatte um den Wiederaufbau der Nassereithütte und um den Bau eines Rundwanderweges zu bringen

Der neue BM von Partschins, Albert Gögele, bringt neuen Schwung, neue Ideen und neue Verhandlungstaktiken in die Gemeindestube. In einer kürzlich verschickten Pressemitteilung kommen Gögeles Grundzüge zum Ausdruck: Gögele hat Ende August Vertreter der Gemeinde Partschins, des Forstinspektorates, des  Naturparks, des AVS, der Zielalminteressentschaft, des Bauernbundes, des Jagdreviers Partschins und der Texelbahn AG zu einem runden Tisch geladen. Das Thema: der Wiederaufbau der Nassereithütte im Rahmen eines Gesamtkonzeptes zum Ausbau eines Rundwanderweges. Die Kosteneinschätzung für den Wiederaufbau der Nassereithütte liegt bei 800.000 Euro. Die Finanzierung soll durch Eigenmittel der Zielalminteressentschaft, ein Darlehen, einen Beitrag vom Land und einen Gemeindebeitrag von 150.000 Euro gedeckt werden.  Der Bürgermeister bindet die Beitragsvergabe für den Aufbau der Nassereit-Schutzhütte an die Zustimmung der Alminteressentschaft zum Ausbau des „oberen“  und des „unteren“ Weges als Rundwanderweg. „Es ist nachvollziehbar, dass wir als Gemeinde nicht einfach einen Bauzuschuss an private Bauern vergeben können. Das Projekt muss von Nutzen für die Landwirtschaft aber auch für den Tourismus von Partschins sein,“ erklärt Gögele. Der obere Weg spreche gezielt hochalpine Tourengeher an, während der untere den Bedürfnissen der Familien und älteren Menschen entgegenkäme. Dadurch müssten die Wanderer nicht in die Nachbargemeinden „abwandern“. Schützenhilfe bekam  Gögele von der Tourismusreferentin Birgit Egger Ladurner.

Viele Bauern in der Zielalminteressentschaft sprechen von Erpressung. „Die Bindung eines Gemeindebeitrages an die Zustimmung zum Ausbau der Wege ist eine Frechheit“, sagt eine gewichtige Stimme in Bauerskreisen, eines von rund 100 Mitgliedern der Zielalminteressententschaft, der auch die Nassereithütte gehört. Vor gut zwei Jahren hat die Interessentschaft an einem Wiederaufbau der Nassereithütte getüftelt und Finanzierungsmöglichkeiten gesucht. Mit der alten Verwaltung um den damaligen BM Robert Tappeiner hat eine mündliche Zusage vorgelegen, den Aufbau mit je 50.000 Euro in drei Jahren zu unterstützen. 2008 waren dafür bereits 50.000 Euro im Haushalt der Gemeinde zweckgebunden. Eine Bindung des Beitrages an den Ausbau von Wegen war nicht vorgesehen. Die Bauern haben ihre Überlegungen frei anstellen können. Bis heute allerdings ergebnislos. Dass ein Wiederaufbau der Nassereithütte Sinn macht, davon sind auch die Bauern überzeugt. Die politischen Mittel des neuen BM sind es, die vielen Bauern sauer auftoßen.

Weil Gögele weiß, dass es für die Zustimmung für den Weg einer Zweidrittel-Mehrheit der Zielalminteressentschaft braucht, und mit dem Drängen der Texelbahn AG und den Tourismustreibenden im Nacken  macht er gehörig Dampf – mit neuer Verhandlungstaktik eben. Andere Bedenkenträger werden entschärft. In der Presseaussendung heißt es: „Die Vertreter des Jagdrevieres Franz Gamper und Hubert Tappeiner befürchten hingegen Sicherheitsprobleme auf der vorgesehenen oberen Trasse des Ziele Waalweges und lancieren einen Alternativvorschlag. Der stellvertretende Amtsdirektor des Forstinspektorates Meran Reinald Tirler entschärfte die Befürchtungen und bekräftigte, dass der obere Weg arbeitstechnisch ohne Probleme auf der Waalwegtrasse gebaut werden könne. Auch Robert Schönweger, Präsident des Führungsausschusses Naturpark Texelgruppe versicherte, dass der Meraner Höhenweg teilweise gefährlichere Stellen aufweise als der obere Zielbach-Waalweg. Außerdem dürften neue Steige und Wege im Naturpark nach Möglichkeit nur auf bestehenden Trassen und Strukturen ausgebaut werden. Alle Wege des Naturparks seien für die Haftung gegenüber Dritter versichert.“ (eb)

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