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Posts Tagged ‘Stilfs’

Impression im Vinschgerwind von Gianni Bodini

13. Januar 2011 Kommentare aus

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Kaiserliche und königliche Zeitzeugen

16. Dezember 2010 Kommentare aus

Unter großer Aufmerksamkeit zahlreicher Besucher wurde am 20. November um 18.00 Uhr im Hotel Traube in Stilfs die Ausstellung zur k.u.k. Militärstraße Gomagoi – Schafseck feierlich eröffnet. Gastreferent Dr. Reinfrid Vergeiner von der Österreichischen Gesellschaft für Festungsforschung beleuchtete detailliert den militärisch-strategischen Aspekt, während Gerald Holzer vom Ortler Sammlerverein Erster Weltkrieg die zivile Nutzung dieser Straße illustrierte. Das Bemerkenswerte an diesem alpinen Militärweg: Er ist auch fast 100 Jahre nach Fertigstellung noch befahrbar und diente jüngst sogar schwersten Lastkraftwagen als Zufahrtsmöglichkeit zum neuen Schönblicklift (2050-2400m).

Dem Ortler Sammlerverein Erster Weltkrieg um Christian Mazagg, Gerald Holzer und weiteren dynamischen Vereinsmitgliedern ist es in unermüdlicher, akribischer Kleinstarbeit abermals gelungen, ein, vielen nahezu unbekanntes, Kapitel rund um den 1. Weltkrieg aufzuarbeiten und der Allgemeinheit im Rahmen dieser Ausstellung näherzubringen. Herbert Pinggera vom Fraggeshof stellte dafür auch uneigennützig seine privaten Sammlerstücke zur Verfügung. Durch solch interessante und lobenswerte Initiativen werden diese „greifbaren“ Zeugen vergangener Zeiten eindrucksvoll ins lokale Geschichtsbewusstsein der Bevölkerung gerückt. Noch bis zum 27. Dezember von 9-18 Uhr bleibt diese Ausstellung täglich allen Interessierten frei zugänglich.  (re)

 

 

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Tosn beim Kinderklosn

16. Dezember 2010 Kommentare aus

Klosr affn Winkl

Bereits einige Tage vor dem offiziellen Nikolaustag fand in Stilfs am 02.12.2010 um 14.00 Uhr das sogenannte kloane Klosn statt. Zwei Tage vor ihren über die Landesgrenzen hinaus bekannten Vorbildern zogen die Jungen bis 13 Jahre lautstark ihre Runden durchs Dorf und standen dabei den Großen in nichts nach. Tosendes Schellengeläute und bizarres Klaubaufgeschreie begleiteten den hl. Nikolaus und seine Weisen auf dem Weg durch die engen Gassen von Stilfs und waren Mittelpunkt des Interesses zahlreicher Schaulustiger, wobei sich der Fokus der Kloser freilich eindeutig mehr auf das gleichaltrige weibliche Publikum gerichtet hat.  Nach dem traditionellen Beten am Abend um 20.00 Uhr traten langsam, langsam auch die letzten übrig gebliebenen Kloser müde ihren Heimweg an. (re)

 

 

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„’S Schifohrn isch mai Gaudi“

21. Oktober 2010 Kommentare aus

Kilian Pinggera, genannt „Fiagale Killi“, Jahrgang 1925, Stilfs. Seit 1978 beteiligt er sich regelmäßig an Schirennen. 264 Pokale und 76 Medaillen hat er seither erobert. „Iaz gea i longsom in Ruhestond“, sagt er.

Zu Pfingsten 1983 hing das Leben von Kilian Pinggera im wahrsten Sinne des Wortes an einem seidenen Faden. „Selm honn i gmoant, iaz isch olz aus unt i konn nia mea orbatn unt schun gonr nimmr schifohrn“, betont er. Das Unwetter hatte die Brücke nach „Faslar“ zerstört und behelfsmäßig waren Bretter ausgelegt worden. Kurz nachdem er diese überquert und den Hang nahe seinem Hof erreicht hatte, fraß sich ein Hosenbein in die Rad-Kette. Er strauchelte und kollerte samt Gefährt den Abhang hinunter. Benommen wurde ihm bewusst, dass er seinen rechten Arm nicht mehr spürte. Dennoch krabbelte er unter fast unerträglichen Schmerzen nach oben. Später stellte sich heraus, dass zwei Halswirbel gebrochen waren und es einem Wunder gleich kommt, dass er nicht eine totale Lähmung davon getragen hat. Zäh war Killian schon immer, denn seine Lebensschule war hart. Als ältester von neun Kindern packte er von klein auf an und trug zum Unterhalt der Familie bei. Sein Gewand verdiente er sich als „Hütbub“. Einige Lire brachten die Felle von Eichhörnchen oder Hasen, denen er Fallen stellte. Das Essen war oft knapp. „Zun Glick isch dr Votr a Jager gweesn unt hot eppas hoam procht“, meint Kilian. Mit 14 Jahren hütete er „Galtvieh“ in der Schweiz. Vor Ende der Sommersaison erfuhr er, dass der Krieg ausgebrochen war. Sein Vater optierte für Deutschland und Kilian wurde 1943 zur Musterung gerufen. Doch die Wehrmacht-Begutachter stellten ihn zurück, da er zu klein und zu schmächtig war. Ein Jahr später wurde es auch für ihn ernst, und er sollte zusammen mit zwei Kollegen die Grenze bei Sondrio und Bormio bewachen, wo Partisanen wüteten. „Miar sain jo nou Kindr geweesn unt hoobm inz vrsteckt“, erklärt er. Sie beobachteten Flüchtlinge, die in Richtung Schweiz unterwegs waren, doch sie griffen nicht ein. Eines Tages forderte sie ein italienischer Soldat auf, sich schnellstens davon zu machen, denn der Krieg gehe zu Ende. Kilian ließ sich nicht lange bitten und kehrte über Schleichwege nach „Faslar“ zurück. Dort machte er kurz darauf Bekanntschaft mit amerikanischen Soldaten, die kurzerhand zwei Hühnern den Kragen umdrehten und dann mit der Beute verschwanden. Die Arbeitssuche nach dem Krieg gestaltete sich schwierig. Kilian schlug sich zuerst als Holzfäller und Handlanger durch, dann als Hirte in der Schweiz. Erst mit 28 Jahren trat eine Lehrstelle als Maurer in Stilfs an. In seiner Freizeit renovierte er den Heimathof. Während Maurerarbeiten auf „Falatsches“ lernte er Kreszenz Pinggera näher kennen, die er 1961 heiratete. 1963 begann Kilian als Maurer bei der „Firma Scandella“ im Münstertal. Als Vorarbeiter koordinierte er teilweise bis zu 70 Leute und half mit, den Betrieb aufzubauen. Schon bald erwarb er den Führerschein und einen VW-Käfer. Seine Frau bewirtschaftete zusammen mit den drei Kindern die Felder. Nach Unstimmigkeiten in der Baufirma quittierte Kilian 1977 verärgert den Dienst. Eine neue Anstellung fand er als Gemeindearbeiter in Stilfs, wo er bis zu seiner Pensionierung 1985 beschäftigt blieb. Große Verdienste erwarb sich Kilian für die Dorfgemeinschaft. Er war in fast allen Vereinen und Verbänden ehrenamtlich tätig, so beim KVW, in der SVP, beim E-Werk Stilfs, bei den Sportschützen… „I kimm in gonzn af 62 Johr ehrenamtliche Tätigkeit“, sagt Kilian.

Er liebte das Bergsteigen und vor allem den Skisport. Bereits im Alter von 17 und 18 Jahren bestieg er mit dem Alterskollegen Hans Kössler alle Gipfel der Ortlergruppe. Seiner großen Leidenschaft, dem Skisport ließ er ab dem Jahre 1978 so richtig freien Lauf, nicht zuletzt, weil er es sich zu diesem Zeitpunkt  endlich leisten konnte. Seither ist er jede freie Minute im Winter mit seinen Bretteln unterwegs und sammelt Pokale und Medaillen. Kilian zählt mit 85 Jahren nach wie vor zu den Fixstartern bei Rennen in der nahen Umgebung. Sechs waren es in der vergangenen Saison, bei denen er jedes Mal auf dem Podest landete.

„’S Skifohrn isch mai Gaudi“, sagt er. „I blaib in Bewegung, kimm untert Lait unt schloof bessr.“ Und diese Gaudi genießt er in vollen Zügen, wenn ihn auch hie und da die Gelenke zwicken. Die „Wehwehchen“ verfliegen jedoch sofort, wenn er an den Radunfall denkt und an die brennenden Schmerzen nach der Operation. „Dia Nocht hot asou long dauert, wia a holbs Leebm“, erinnert er sich, und er ist dankbar für das Glück, das er damals gehabt hat.

 

Magdalena Dietl Sapelza

 

 

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AUF DEM HOLZWEG… mit Roman Moser

9. September 2010 Kommentare aus

Holz ist von Natur aus ein sehr haltbares Material und kann unter guten Voraussetzungen mitunter Jahrhunderte unbeschadet überdauern und dient dem Menschen bereits seit Urzeiten als wichtiger Brennstoff und Baumaterial, aber auch als Werkstoff künstlerischen Schaffens.

Man muss die Dinge so einfach wie möglich machen. Aber nicht einfacher. Dieses herrliche Zitat von Einstein gilt auch im Umgang mit Holz, erklärt kurzweg der Tischler Roman Moser. „Holz widerspiegelt zugleich Wachstum und Vergänglichkeit und strotzt nur so von Vielfältigkeit, sodass es von aller Welt und Jedermann in kitschigster und künstlerischer Art und Weise deformiert wird.“

Dem ungewöhnlich kalten Augustabend zum Trotz knistert im Ofen des Hauses Moser ein gemütliches Feuerchen; Roman sitzt locker auf einem hölzernen Schemel und sinnt über Holz nach… „In de Welt schauklt ma in an Wiagele aus Hoslnuss, fa dr Welt weart ma aussetrogn in an Sorg aus feichtane Brettr. Di Wiag aus Hoslholz hot a bsundere Bedeitung, firn Sorg nimmt ma gscheidr de miserablschte Feicht, a holb fauls Brett.“ Früher wurden minderwertige, wurmige Bretter zur Seite gelegt, um daraus Särge zu zimmern, während heute selbstverständlich nur edelstes Material dafür verwendet wird und angeblich minderwertiges Holz im Abfall landet. Im Laufe des Gesprächs scheint durch, dass Moser versucht, so ehrfurchtsvoll wie möglich mit dem Werkstoff Holz umzugehen; er versucht es nicht zu vergeuden. Diesem bedeutenden Rohstoff größtmöglichen Respekt zollend, kennt er jede Staude und jeden Baum im „Stilfserbrückenwald“ und beobachtet deren Lebenskreislauf. Holz macht laut Roman stets darauf aufmerksam, dass alles in Bewegung ist und Holz sich aufgrund der starken Ähnlichkeit mit dem Menschen und allen Lebewesen schlechthin den größten Respekt verdient und dementsprechend auch in seinem gesamten Wesen zu begegnen ist. „Hat man zum Holz erst einmal Vertrauen“, philosophiert Moser, „so hat auch das Holz Vertrauen…“. Immer wenn Roman selbst mit Holz arbeitet, findet er dabei etwas ganz Fantastisches, was ihn besonders lebendig macht: „Du schaust es an, drehst es und beginnst zu formen.“ Dem Handwerk scheint offenbar diese kostbare Sensibilität zu Holz verloren gegangen zu sein: „Deis isch a dumme Naivität zu glabn, dass s´Holz automatisch stimmp und worm, schean, nostalgisch, berührend und freintla isch. Haint hoaßts lai mea, dein Bam will i, dein Bam kriag i; muasch lei zohln… an Arroganz…“, redet sich mein Gegenüber in Fahrt „… mit größter Unbedenklichkeit wird heutzutage nur mehr das edelste Holz für maximale Verkitschung verramscht!“.

Holz wird heute scheinbar vielfach von Kunst und Handwerk in ein eng geschnürtes Korsett gezwängt, oftmals findet kein Ästchen, keine Unebenheit mehr seinen Platz darin. Alles muss sich der Maschine, dem „perfekten“ Menschen unterordnen und von ihnen vorherbestimmten Ausdruck und Dimension annehmen – natürliche Disharmonie Fehlanzeige.

„Generell darf das Holz, so wie es gewachsen ist, nicht mehr verarbeitet werden. Der Baum ist heute nur mehr auf Nutzkitschholz reduziert. Wie schön waren doch die alten Stubentäfelungen mit diesen 10.000 alten Ästchen, „Pechlassen“ und Wurmlöchern, wie schön waren doch diese Kirchenbänke, die Orgelstühle aus gewöhnlichstem Fichtenholz vom Schlanderser Fichtenwald!“, verfällt Roman in eine Art nostalgischen Anflug. Oder leichten Zynismus?

„Mit den aller abscheulichsten Unmöglichkeiten des Holzmissbrauchs konfrontiert“ fordert Roman schließlich eine Ethikkommission für den Gebrauch von Holz und eine Charta (Konvention) für das Holzrecht …

Bei Roman Moser fand ich in Schuppen, Kellern, alten Stadeln und Garagen ein wahres Sammelsurium geheimnisvoller, undefinierbarer Konstruktionen aus Holz im Dornröschenschlaf. Wer weiß, vielleicht wird sie jemand irgendwann wieder wachküssen und ihrer Bestimmung übergeben. Der Moser Roman jedenfalls lacht zu alledem. Mit einer Pointe von Wilhelm Busch: „Wer möchte nicht, wenn er durchgefroren, die halb verglasten steifen Ohren, an einen warmen Busen drücken und so allmählich sich erquicken…“ und doppelsinnigem  „s`wichtigscht isch s´Holz vour dr Hitt“ werde ich charmant aber nachdenklich nach Hause entlassen.

Renate Eberhöfer

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„Ich habe mich aber nicht aufgedrängt und habe das auch später nie getan!“

9. September 2010 Kommentare aus

Kurt Hofer

Seine Kindheit, eine schwierige und entbehrungsreiche, zugleich aber prägende und lehrreiche Zeit, wie Künstler Kurt Hofer heute sagt, ist niemals vergessen und spielt eine überaus gewichtige Rolle.

Durch die Trennung seiner Eltern wurde Kurt bereits mit zarten 9 Jahren auf „den Berg hinauf“ geschickt, wo er allein und sich selbst überlassen bei den Kühen in Heimweh schwelgte, Einsamkeit unbarmherzig sein Herz zuzuschnüren drohte und er gelegentlich auch mit dem Schicksal haderte. In diesem Alleinsein droben zwischen Stauden, Steig und Bäumen, auf der Weide beim Vieh, in seiner Verlassenheit und Traurigkeit, hat der einsame Junge in kindlichem Stöbern irgendwann angefangen, sich mit verfügbaren Dingen aus der Natur zu beschäftigen–Kostbarkeiten, welche nur ihm allein gehörten und irgendwie dann auch seine geblieben sind. Nebenbei musste er beim Mähen mithelfen und in brütender Hitze mühsam das schwere Gras auseinanderstreuen, „dass einem fast der Rücken abgebrochen ist“. Dennoch blieb er der Junge von „unten“, welcher unbedingt gehorchen musste, um zu überleben. Nach 5 Sommern harter Arbeit am Berg begann Hofer eine Lehre als Maler und reifte in der Berufsschule zu einem begabten Spitzenschüler, sodass der Fachlehrer bereits kurz nach der Abschlussprüfung orakelte: „Hofer, du wirst etwas anderes!“ Diese Worte im Ohr, übersiedelte der noch Minderjährige zu seinem Vater nach München, welcher ihm eine Arbeitsstelle als Anstreicher beim bekannten Innungsmeister Max Roth verschaffte. Dieser begann ihn zu fördern, fortzubilden und auf Kurse zu schicken. Bald aber trudelte der Einberufungsbefehl ein und Kurt kehrte trotz Widerspruchs seines Vaters heim, was ihm dieser Zeit seines Lebens nie mehr verzeihen konnte. Während des Militärs begann er zu zeichnen und ein Alpino aus Mailand meinte: „Hofer, io vado all´accademia. Anche tu ci potresti andare!“

Das Wunschziel nun vor Augen, meisterte er erfolgreich die Abendmittelschule und besuchte regelmäßig die Grödner Kunstschule, um als Privatist den Abschluss zu schaffen. Nach 2 erfolglosen Versuchen moralisch niedergeschlagen, versank Kurt in Selbstzweifel und Resignation. Ein guter Freund entriss ihn der Bedrücktheit und er überwand letztendlich auch diese Hürde. Nach einem kurzen Intermezzo als Fachlehrer in Schlanders, inskribierte Kurt in die Kunstakademie in Florenz, wo nie wieder ein Grödner Mitschüler seinen Weg gekreuzt oder künstlerisch auf sich aufmerksam gemacht hat. „Und das ist mein Stolz!“

Aus privaten Gründen kehrte er in die Heimat zurück, wo ihn altbekannte Künstler (Matthias Schönweger, Jakob de Chirico, Franz Pichler, Egon Rusina) bereits erwarteten und in ihre Gruppe integrierten. Mitte der 80er hat er dann begonnen, eigene Wege zu beschreiten. 1987 hat er dennoch mit Jakob in der Rampe in Meran kooperiert und ist durch ihn mit Pari/Dispari (ehemals bekanntes Fluxuszentrum/RE) in Berührung gekommen. Bei der Beförderung von Exponaten ins Museum von Reggio Emilia traf er mit Galeristin Rosanna Chiessi zusammen, welche sein Talent erkannte und ihm anbot, eigene Werke auszustellen. Nach reiflicher Bedenkzeit war diese Vernissage dann Ausgangspunkt für gewaltige künstlerische Erfahrungen und katapultierte Hofer schlagartig in die renommierte Kunstszene.

Nach seiner Lehrerzeit 1992 begann er sich, erneut Hirte, intensiv mit Naturrelikten zu beschäftigen. Obwohl lukrative Angebote lockten, widerstand Kurt und erwarb stattdessen ein altes Haus in Stilfserbrücke, dessen Finanzierung und Renovierung seine steile Künstlerkarriere abrupt ausbremste –verstärkt durch zunehmende künstlerische Passivität und Interesselosigkeit. Anfang 2000 drängte der „vergessene Künstler“ aber unaufhaltsam wieder an die Öffentlichkeit, erfüllte sich einen lang gehegten Wunsch und entwickelte seinen eigenen Minimalismus. Der Eintritt in diesen Kosmos gestaltete sich überaus schwierig und Hofer musste sich der psychischen Darstellungsweise öffnen, sich gründlich mit der Psychologie der Farbe konfrontieren und deren Magie erkennen: den charismatischen Inhalt der Farbfläche!

Obwohl Ende der 80er Kurt alle Türen offengestanden hätten, gab er einem alten, faszinierenden Gemäuer den Vorzug. Alles andere würde sich schon wieder ergeben… ein Trugschluss, denn das Zeitkarussell Anfang der 90er hatte begonnen, sich enorm schnell zu drehen. Dank dieser Schnelllebigkeit hat er aber auch etwas enorm Wichtiges entdeckt: die Schönheit, Werke langsam wachsen zu sehen, gleich der Natur; nicht einfach kreieren wie einen Abdruck, sondern den gesamten Werdegang bewusst mitzuerleben. Heute sagt Kurt mit Stolz, dass er Reife und Ernsthaftigkeit erworben hat, welche auf seinen Erfahrungen beruhen. Endlich hat er sich eine Welt erarbeitet, aus welcher er nicht mehr ausbrechen will: einen eigenen Weg, welchen er nur für sich selbst gefunden hat!

Renate Eberhöfer

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2. Stilfser Dorflauf

29. Juli 2010 Kommentare aus

Mit letzter Kraft zum Endspurt

Thomas Nieder-egger in Aktion

Am Sonntag, den 11. Juli fiel bereits zum 2. Mal der Startschuss zum Stilfser Dorflauf, organisiert vom ASV Stilfs in Zusammenarbeit mit dem Rennerclub Vinschgau. Das Organisationskomitee unter der Leitung von Angerer Armin mobilisierte beinahe die gesamte Dorfgemeinschaft: Alt und Jung packten gemeinsam an, um diese Veranstaltung mit über 110 Teilnehmern aus 12 Vereinen – davon 1 aus der Schweiz – und zahlreichen Zuschauern gelingen zu lassen.  Viele Leichtathleten und zahlreiche Kinder scharrten in den Startlöchern und boten sich einen spannenden Wettkampf. Für Lokalmatador und Titelfavorit Thomas Niederegger galt es, seinen Vorjahressieg zu verteidigen – ein Unterfangen, welches ihm auf der 9,7 km langen Strecke mit einer Tagesbestzeit von 35´46.1 auch eindrucksvoll gelang und erneut seine Topform unterstrich, zumal dieser anspruchsvolle Panoramalauf gleichzeitig auch als Meisterschaftslauf gewertet wurde. Bei den Damen triumphierte Petra Pircher vom ASC Laas auf der 5,4 km langen Strecke mit einer Topzeit von 23´32.7.

Unter das illustre Publikum mischte sich auch der Präsident des Landeskomitees der FIDAL Armin Bonamico, welcher diese Veranstaltung in seinen Grußworten als Brutstätte für zukünftige Topathleten bezeichnete. Der sportkundige Kommentator Platter Josef führte gekonnt durch das Event und die zahlreich anwesenden Kinder wurden von Monika und Roman Moser mit einem überaus kreativen und amüsanten „Hau-blind-den-Topf“ Spiel überrascht. Im Einsatz befanden sich außerdem Weiß-Kreuz-Biker und die FF Stilfs.  (re)

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