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Posts Tagged ‘Planeil’

Kurz vor dem Probebetrieb

7. April 2011 Kommentare aus

Puni-Präsident Walter Gostner mit den zwei Peltonturbinen im Planeiler Kraftwerkshaus

Emsig wird gewerkelt im Krafthaus der Puni Energie GmbH unterhalb des Dorfes Planeil. Baumeister und Elektriker und Elektrotechniker haben einen Zeitplan einzuhalten. Die Fassung und die Druckleitungen stehen bereit. „Die Leitungen sind bereits mit Wasser gefüllt“, sagt der Präsident der Puni GmbH Walter Gostner. Man liege im Zeitplan. Kurz vor Weihnachten hat man die Dachdecke auf das vom Bozner Architekturstudio „monovolume“ unter Federführung von Juri Pobitzer  geplante Krafthaus gegossen, bei minus 16 Grad, damit es im Innern des Hauses weitergehen kann. Seit knapp zwei Wochen ist die Genehmigung für den Probebetrieb erteilt: Die Konformitätserklärung für die Elektroanlage und die Druckprüfungsunterlagen liegen bereit. Die zwei Peltonturbinen werden derzeit eingebaut. „Der Vollbetrieb ist für Juni geplant“, sagt Gostner. Wenn alles klappt, ist damit die Produktion 2011 großteils gesichert. Auch weil die Puni im Juni und im Juli aufgrund der zu erwartenden Schneeschmelze am meisten schütten wird. 12 Millionen kWh werden von der Anlage pro Jahr erwartet, in den ersten 15 Jahren, so lange laufen die Grünzertifikate, können damit 1,8 Millionen Euro erwirtschaftet werden. 50,01 Prozent hält die Gemeinde, 12,99 Prozent die Fraktion Planeil und 37 Prozent die SEL AG. Aus steuerlichen Gründen, für die Fraktion Planeil, sagt Gostner, soll die bisherige GmbH in eine Konsortial-GmbH umgewandelt werden. (eb)

 

 

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Wir sind Fraktionisten

33 Fraktionen, die von einem Komitee verwaltet werden, gibt es zwischen dem Reschen und der Töll. Sie hüten Gemeinnutzungsrechte, die aus dem Mittelalter stammen und heute allen Bürgern zustehen. Ursprünglich ging es um Holz, Weide und Almen. Die Zeiten ändern sich und sie ändern sich rasch: Marmorbrüche, intensiv genutzte ehemalige Weiden und jüngst der Appetit auf satte Erlöse aus der Stromwirtschaft katapultieren die Fraktionen in die Neuzeit. Neuwahlen dieser Komitees stehen demnächst an.

von Erwin Bernhart

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Planeiler danken für City-Bus

12. August 2010 Kommentare aus

Die Planeiler freuen sich über die regelmäßige Anbindung Mals

Planeil hat seit kurzem eine regelmäßige City-Bus-Verbindung mit Mals. Und diese wird von Groß und Klein, von Touristen und Einheimischen genutzt. Am Montag, den 2. August, sagten die Planeiler mit einem kleinen Festakt am Dorfeingang danke. Die Jungscharkinder brachten ihre Freude mit einem Plakat zum Ausdruck. Zu den Ehrengästen zählten BM Ulrich Veith, Referent Joachim Theiner und Diakon Norbert Punter. Der Bus erreicht den Ort am Montag, Mittwoch und Freitag jeweils viermal am Tag (8.00, 11.00, 14.00 und 17.00 Uhr). Lange hatten sich die Verantwortlichen der KVW-Ortsgruppe, mit Emma Paulmichl Mall als treibende Kraft, für diese Verbindung eingesetzt. Auch Unterschriften wurden gesammelt. Der Einsatz hat sich nun gelohnt. Die Anbindung, die bereits im Juli und August 2008 und 2009 noch unter dem damaligen BM Josef Noggler erprobt worden war, ist nun unter seinem Nachfolger eine Dauereinrichtung geworden. Ideal  wäre eine Anbindung auch am Wochenende, um auch Wanderer bedienen zu können. (mds)

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Kraftfutter aus Krafthaus

29. Juli 2010 Kommentare aus

v.l.: Puni-GmbH-Präsident Walter Gostner, Franz Marx, Arnold Reinalter, BM Ulrich Veith, Reinhard Höchenberger (Fraktionschef Planeil), SEL-Präsident Klaus Stocker, Klaus Mair und Siegfried Telser: gegenseitiges Lob für Einsatz und diplomatische Fähigkeiten

Mit einer Art offiziellen Spatenstich und einer anschließenden Festmarende im Gasthof Gemse in Planeil haben die Aktionäre der Puni Energie GmbH (50,01% Gemeinde Mals, 12,99% Fraktion Planeil und 37% SEL AG) und die beauftragten Firmen einen ersten intensiven Arbeitsteil abgeschlossen. Intensive und zähe Verhandlungen haben zur oben angeführten Quotenaufteilung geführt. Seit September wurde an der Ausführungsplanung und an der Ausschreibung gearbeitet.

Seit zwei Jahren liegt die Konzession über eine maximale Ableitung von 810 Sekundenlitern vor. Seit zwei Jahren rinnt, wenn man so will, das Geld den Bach hinunter. Seit einem Monat wird in Planeil am Krafthaus und an der Verlegung der Druckrohrleitung unter Zeitdruck gebaut. Noch vor Wintereinbruch soll die Anlage stehen, denn im Frühjahr will man den Probebetrieb aufnehmen und in einem Jahr bereits in Vollbetrieb sein. Die Investition von rund 10 Millionen Euro wird sich, bei gleichbleibender Förderung bei den Grünzertifikaten, in wenigen Jahren amortisiert haben. Dafür werden zwei Peltonturbinen im vom Bozner Architekturstudio „monovolume“ geplanten Krafthaus, sorgen, die bei einer mittleren Nennleistung von 2 Megawatt mehr als 12 Mio. Kilowattstunden aus der Puni herausholen sollen: geschätzte 1,8 Millionen Euro pro Jahr soll das elektrifizierte Puniwasser abwerfen. (eb)

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Wolle, wohin damit?

22. April 2010 Kommentare aus

Einerseits hat die  Wolle  keinen Wert und andererseits müssen Wollsachen sündteuer gekauft werden“, ärgert sich der Weber aus Planeil Josef Winkler. Seit Jahren regt er die Verarbeitung der Wolle an, um mehr Wertschöpfung zu erreichen. Ein positives Beispiel  ist die Webstube in Stilfs, die er, unterstützt von der landwirtschaftlichen Weiterbildungsgenossenschaft, betreut. Stilfser Frauen kommen regelmäßig dorthin und weben. Die Tage der Webstube sind allerdings gezählt,  weil umgebaut werden soll. „Wir sind auf der Suche nach einem neuen Standort“, betont Winkler. Er sucht nach Partnern, um etwas Neues zu schaffen.  Sein Ziel ist der Aufbau einer Webstube wie sie in Imst bestens funktioniert.  Um  einen entsprechenden Anstoß zu geben, ist er nun mit einer Vortragsreihe zum   Thema „Wolle-wohin damit?“ gestartet, die er mit Martin Haller zusammengestellt hat. Sie zeigt die  Verarbeitungsschritte vom Scheren bis zu Teppichen und Pullovern auf. Interessierte können sich unter 3289467216 melden. (mds)

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Krampuslarven

17. Dezember 2009 Kommentare aus

Planeil. Am Freitag, den 04. Dezember 2009 um 19 Uhr fand im Dorfsaal von Planeil die Eröffnung unserer Krampuslarven- Ausstellung statt. Wir Kinder und die Lehrerinnen der Grundschule Planeil haben zusammen mit unserem Projektleiter Harald Punter die grusligen Larven für die Ausstellung gestaltet. Zur Eröffnung hatten wir unsere Familien und Freunde, unseren Herrn Direktor Andreas Bordiga und den Herrn Bürgermeister Ulrich Veith zu einem bunten und abwechslungsreichen Programm eingeladen. Zunächst sind wir Kinder mit den Krampus- und Hexenlarven zu einer dramatischen Musik eingelaufen.

Anschließend haben wir selbst geschriebene Gedichte zum Thema „Krampus“ und außerdem die Sage vom „Pramulta- Tuifl“ packend vorgetragen.

Anhand von Fotos und kurzen Reimen veranschaulichten wir für die interessierten Zuschauer die einzelnen Arbeitsschritte vom Beginn der Arbeit bis hin zur fertigen Larve.

Im Anschluss an unser Programm bewunderten die zahlreichen Besucher die ausgestellten Larven. Abgerundet wurde die gelungene Eröffnungsfeier durch ein kleines Buffet, das von unseren Müttern liebevoll hergerichtet worden war. Auch am darauf folgenden Tag konnten unsere Larven im Dorfsaal von
Planeil besichtigt werden.

Judith und Vanessa,
5. Klasse, GS Planeil

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Planeil will Beteiligung

8. Oktober 2009 Kommentare aus

Die Planeiler verlangen eine Beteiligung am geplanten zwei Megawatt-E-Werk, welches sich im Vorfeld die Gemeinde Mals zu 60 und die SEL AG zu 40 Prozent aufgeteilt haben. Vor gut einem Jahr ist die Wasserkonzession für maximal 810 Sekundenliter für diese „Puni GmbH“ ausgestellt worden. In einer informellen Besprechung vor knapp zwei Wochen zwischen der Planeiler Fraktion, des SVP-Ortsausschusses und BM Ulrich Veith haben die Planeiler ihrer Forderung Nachdruck verliehen. Die rundum liegenden Fraktionen, Burgeis und Schleis etwa, sollen bei künftigen E-Werken am Zerzabach und am Arundabach beteiligt werden. BM Veith hat sich die Anliegen der Planeiler und auch die Geschichte des Werdeganges an der Puni angehört und eine Bedenk- bzw. Einarbeitungszeit ausbedungen. In der Zeit von Sepp Noggler sind die Planeiler immer wieder damit vertröstet worden, dass die Beteiligungen zwischen SEL AG und Gemeinde noch nicht klar seien. Viele Planeiler fühlten sich ob dieser Vorgangsweise übergangen. Veith muss nun diese Unklarheiten ausbaden. Unklar ist bisher, ob die Planeiler am E-Werk direkt beteiligt werden oder ob sie eine jährliche Zahlung erhalten sollen. Veith hat bereits Kontakt mit der SEL AG aufgenommen, um auszuloten, ob und wie man die Planeiler einbinden kann. Die Gesellschaft nochmals aufschnüren mag man nicht. Das hat der „Puni“-Verwaltungsrat angedeutet. Eher wahrscheinlich sei, so Veith zum „Wind“, dass die Planeiler mit einer jährlichen Entschädigung rechnen könnten, welche nicht über die E-AG, sondern direkt über die „Puni GmbH“ abgewickelt werden könnte. Um die Höhe genauer angeben zu können, werden derzeit die Baukosten und die Wirtschaftlichkeitsberechnung des kommenden E-Werkes unter die Lupe genommen. Einen Faustpfand haben die Planeiler in der Hand: Weil für die Grabungsarbeiten der Druckleitung von Seiten der Grundbesitzer noch kein Einverständnis vorliegt, könnten sich die Planeiler querlegen. Betroffen sind im Dorf fast alle Bauern. In einer künftigen Bürgerversammlung will Veith die Weichen für den unmittelbar bevorstehenden Bau stellen. Für den Fraktionsvorsitzenden Reinhard Höchenberger ist es noch verfrüht, etwas über die Angelegenheit sagen zu können. Man will Veith in Ruhe die Bedenkzeit überlassen. (eb)

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