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Posts Tagged ‘Spondinig’

Es ist normal – verschieden zu sein

6. Mai 2010 Kommentare aus

Vinschgerwind Titel 9/10

Volkshochschulen als Weiterbildungseinrichtungen haben im Vinschgau im Gegensatz zu anderen Landesteilen Südtirols nie Fuß fassen können und waren daher nicht präsent. Durch die Koordination und Abwicklung des Projektes „Integrierte Volkshochschule Vinschgau“ hat die Genossenschaft für Weiterbildung und Regionalentwicklung in Spondinig den Begriff und dem Konzept von Volkshochschulen auch im Vinschgau als neue Schiene ihrer umfangreichen Tätigkeiten Gewicht verliehen. Entstanden ist ein neues, interessantes und vielseitiges Weiterbildungsangebot für Menschen mit und ohne Behinderung, welches lokal vernetzt und vor Ort angeboten wird. Was sind die Ziele dieses Projektes, wie ist es entstanden, was konnte bisher erreicht werden und welche Chancen und Möglichkeiten es für die Zukunft gibt, darüber haben wir bei den Verantwortlichen in Spondinig nachgefragt.

von Ludwig Fabi

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Räder im Regen

25. Februar 2010 Kommentare aus

Ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt für die Prader wird im Regen stehen gelassen

Die Vinschger Bahn fährt nun seit Mai 2005. Während an allen Bahnhöfen im Vinschgau die Fahrrad-Stellplätze überdacht sind, fehlt dies am Spondiniger Bahnhof noch immer. Die Liste für Prad hat bereits 2007 eine Anfrage gestellt. Dabei wurde von der Prader Gemeindeverwaltung die Antwort gegeben, dass es noch eine Klärung der Kompetenzen zwischen den Gemeinden Schluderns und Prad bräuchte. Nach weiteren 2 Jahren, also 2009 wurde wiederum eine Anfrage gemacht, auf die der Prader Verkehrsreferent Manfred Lechner in seiner Antwort mehr Lippenbekenntnis denn Hemdsärmeligkeit gezeigt hat. „Die Überdachung der Radstellplätze am Spondiniger Bahnhof ist ein Anliegen der Gemeindeverwaltung. Es hat mehrere Aussprachen mit den zuständigen Landesstellen und mit den Verantwortlichen der STA AG gegeben. Dabei wurde die Verwirklichung der Radstellplätze im Jahr 2009 mündlich zugesagt.“ Diese Antwort wurde im Mai 2009 gegeben. Geschehen ist bisher nichts. Die Räder der Prader stehen weiterhin in Schnee und Regen. (eb)

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Hand gereicht

14. Januar 2010 Kommentare aus

In Spondinig, genauer im Regionalentwicklungszentrum (GWR), hat man sich an das gehalten, was Ende November 2009 (der „Wind“ hat in der Titelgeschichte „Wird’s rund oder wird’s eckig“ exklusiv berichtet) ausgemacht worden ist: Ende 2009 ist dort im Vorstand ein Grundsatzbeschluss gefasst worden, in dem die Bereitschaft einer Zusammenarbeit mit Schloss Goldrain zum Ausdruck kommt. Im Sinne eines Gesamtkonzeptes der Weiterbildung im Tal. „Wenn dies von der anderen Seite gewünscht ist“, präzisiert GWR-Präsident Sepp Hofer. Spondinig reicht damit grundsätzlich dem Schloss Goldrain die Hand.

Im Vorstand von Schloss Goldrain ist man ob solcher Fürsorge anscheinend mehr erschrocken als interessiert. Weil die Spondiniger sogar Bereitschaft signalisiert haben, bereits 2010 die Geschäftsführung übernehmen zu können, fürchten einige Schlossleute um den Kopf der dortigen Direktorin Claudia Santer. Bei der Vorstandssitzung am 4. Januar 2010 in Schloss Goldrain wurde dann auch kein Grundsatzbeschluss gefasst, wie er eigentlich in Spondinig ausgemacht war. Hermann Schönthaler, derzeitiger Schloss-Obmann, soll gesagt haben, dass ein solcher Beschluss Sache der Vollversammlung sei. Die ausgestreckte Spondiniger Hand hat man also vorläufig nicht ergriffen. Trotzdem sollen die Gespräche mit Spondinig nicht abreißen. Ein Konzept der Zusammenarbeit liegt noch nicht vor, aber einige Vorstandsmitglieder wollen daran mitarbeiten.

Derweil ungelöst bleibt das Geldproblem im Schloss. Rund 200.000 Euro Schulden aus der Vergangenheit lasten auf den Vorstand bzw. auf den ehemaligen Obmann Ernst Steinkeller. Wie man diese Altlasten abtragen kann, bleibt die Gretchenfrage für das Schloss. (eb)

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Wie steht es um Trafoi?

17. Dezember 2009 Kommentare aus

Trafoi/Sondinig. Die Genossenschaft für Weiterbildung und Regionalentwicklung Spondinig (GWR) hat auf Anregung von Touristikern, Interessierten und Freunden von Trafoi am Montag, 30.11.2009 ins Hotel Post Hirsch in Spondinig zum Diskussionsnachmittag geladen. Gekommen waren viele, nahezu alle Betroffenen des Gastgewerbes von Trafoi, Stilfserjoch, Gomagoi, erfreulicherweise auch die Vinschger Politiker, Senator Manfred Pinzger und Landtagsabgeordneter Josef Noggler, Wolfgang Platter vom Nationalpark Stilfserjoch und die Obmänner der E-Werke Stilfs und Prad, Alois Reinstadler und Georg Wunderer sowie Mitglieder der einladenden Genossenschaft.

Gastreferent war Luis Hofer aus Pfelders im Passeiertal.

Dieser hielt ein beachtliches Referat darüber, wie sie es damals, ungefähr in der gleichen misslichen Situation wie heute Trafoi, gemacht haben. In intensiver Kleinarbeit ist es ihnen gelungen, die Tourismustreibenden von Pfelders und dem ganzen Passeiertal für die Idee „Pfelders darf nicht sterben“ zu gewinnen. Ganz große Unterstützung hat Luis Hofer nicht nur in der eigenen Gemeinde Moos, sondern von allen fünf Gemeinden des Passeiertales bis heraus nach Meran erhalten und genauso von den E-Werken. Ja, man staune, es ist ihnen gelungen, ein neues Wasserkraftwerk im dortigen Naturpark zu errichten. So hat das Skigebiet Pfelders mit ca. 500 Betten überlebt, ja mehr noch, es hat sich sehr gut entwickelt, mit neuer Aufstiegsanlage, Langlaufloipe, Rodelbahn, Winterwanderwegen usw.. Selbst ein neues Standbein für den Sommertourismus ist aufgestellt. Die Anwesenden waren beeindruckt und gar mancher möchte dieses Modell eins zu eins auf Trafoi übertragen.

Anschließend an das Referat wurde ca. drei Stunden lang informiert, diskutiert und nach möglichen Auswegen gesucht, wie Trafoi nicht nur über den heurigen Winter kommt, sondern eben ordentlich und langfristig abgesichert werden kann. Und dazu ist einmal vorerst den Trafoiern selbst um Stefan Gander zu danken, die durch die Gründung der „Ortler Investment GmbH“ versuchen, die Anlagen von Walter Klaus zurückzubekommen, damit weitere Schritte unternommen werden können und der laufende Betrieb für die kommende Wintersaison gewährleistet werden kann. In der weiteren Diskussion wurde um Unterstützung seitens der E-Werke Stilfs und Prad ersucht. Die anwesenden Obmänner gaben klar zu erkennen, dass sie bereit sind zu helfen – nur weisen sie darauf hin, dass bestehende E-Werke erweitert, neue gebaut oder die Beteiligung am Vinschger Strom erhöht werden muss. Und gerade da liegt die Schwierigkeit, weil wir im Nationalpark liegen und der Nationalparkplan solches kaum oder gar nicht zulässt. Mit dieser Thematik wurden die anwesenden Politiker befasst und ebenso der Vertreter des Nationalparks. Im Zuge der weiteren Ausführungen wurde auch festgestellt, dass das Ortlergebiet eines und etwas Einmaliges ist und von Spondinig bis nach Sulden und zum Stilfserjoch reicht und dass es schade wäre, dieses nun wieder auseinander zu reißen und Sulden auf sich allein gestellt, Trafoi auf sich allein gestellt zu lassen und das Stilfserjoch überhaupt nicht zu sehen. Gerade, weil diese Zusammenschau gefährdet ist, waren die Anwesenden umso mehr enttäuscht, dass die Bürgermeister von Stilfs und Prad die Einladung zu diesem Diskussionsnachmittag nicht angenommen haben. Nun da nützt nichts. Man muss positiv nach vorne schauen und deshalb vereinbarte man am Ende:

– Die Initiative für die Rettung von Trafoi muss weitergehen

– Die GWR wird beauftragt, ein Gespräch mit den Suldnern zu organisieren zwecks Zusammenarbeit für ein einziges und zusammengehöriges Ortlergebiet

Am Ende des Diskussionsnachmittags haben sich die Tourismustreibenden vor allem auch dafür bedankt, dass die nicht ganz allein gelassen werden und dass auch Interessierte und Verantwortungsträger außerhalb des Gemeindegebiets sich für die Belange Trafoi einsetzen.

(Presseaussendung GWR)

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