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F-inschgau ist operativ

2. Dezember 2010

Der Grundstein ist gelegt, ich freue mich, dass wir endlich operativ sind.“ Der seit vergangenem Samstag amtlich gewählte Bezirkssprecher der Freiheitlichen im Vinschgau, der Malser Hirschenwirt Peppi Stecher, ist in seiner Parteifunktion kein Provisorium mehr. Beim 1. Beziksparteitag der Freiheitlichen wurde André Pirhofer Stechers Stellvertreter. Als Bezirksbeiräte sind der Tauferer Roman Burger, der Schlanderser Lukas Theiner und Philipp Schöpf aus Graun gewählt. Damit haben die Freiheitlichen, nach Erfolgen bei den Landtagswahlen 2008, den Gemeinderatswahlen 2009 und 2010 Funktionärsgesichter bekommen. Denn bisher waren Aufbau und Führung der Shooting-Partei im Vinschgau mit wenig struktureller Basis vorangetrieben worden. Der Laaser Oswald Angerer war es, der offiziell für die Freiheitlichen im Vinschgau die Stellung gehalten hat, bis er voriges Jahr dies nicht mehr tun wollte. Mit ein Grund war wohl die, aus Sicht Angerers, falsche Kandidatenreihung bei den Landtagswahlen. Pius Leitner dankte Angerer am Samstag im Fraktionssaal in Latsch ausdrücklich für den wesentlichen Beitrag für die Erfolgsgeschichte der Freiheitlichen im Vinschgau. Damit der Bezirk organisch wachsen könne, damit Treffen und Gedankenaustausch möglich werden, dazu brauche es Strukturen, so Leitner. Leitner streifte einige Themen: Zum Thema Volksabstimmung – „Da braucht man keine Angst zu haben , die Leute wollen nicht zu jedem Blödsinn eine Volksabstimmung. Der SVP-Sekretär ist über die direkte Demokratie der Schweizer hergezogen. Wovor hat die SVP Angst?“ Zu den Windrädern auf der Malser Haide: Sind die landschaftsverträglich, umweltverträglich? Zum Wahlgesetz und mit Blick auf das Ausscheiden von Christian Egartner, Barbara Repetto und möglicherweise auch von Dieter Steger: „Das gehört sofort gemacht, gerade im Hinblick auf die Nichtwählbarkeiten. Im Prinzip müsste man den Landtag neu wählen, denn der derzeitige Landtag ist nicht jener, der gewählt worden ist.“ Zum Nationalpark Stilfserjoch: „Ich verwende mich dafür, die Jagd im Nationalpark ähnlich den Naturparken wieder einzuführen. Ich werfe dieses Thema auf.“

Grundsätzlich stehe die freiheitliche Politik dafür, für mehr Demokratie zu sorgen, den Menschen in den Mittelpunkt zu stellen und auch über die Autonomie hinauszudenken. „Ich bin für die 2. Staatsbürgerschaft“, sagte Leitner, „allerdings muss man den Leuten auch sagen, was rechtlich möglich ist.“ In Österreich seien sämtliche Parteien, außer die Freiheitlichen, im Nationalrat gegen diese 2. Staatsbürgerschaft.

„Am 7. Dezember werden die Freiheitlichen volljährig“, sagte Leitner, „und die SVP ist 65, also pensionsreif.“ (eb)

 

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