Startseite > ....Gesellschaft, Gemeinden > Keine Bange vor der Schlange

Keine Bange vor der Schlange

18. November 2010

v.l.: der Biologe Johannes Dietl und der Prader Gemeindearzt Wunibald Wallnöfer

Dem Thema „Schlangen und ihr Gift“ widmete sich kürzlich ein Vortrag im Nationalparkhaus Aquaprad. Biologe Johannes Dietl und Gemeindearzt Wunibald Wallnöfer gewährten aufschlussreiche Einblicke in die faszinierende Welt dieser Kriechtiere. In Südtirol sind 8 Schlangenarten beheimatet; 5 davon zählen zu den ungiftigen Nattern, während Kreuzotter, Horn- und Aspisviper den Giftschlangen zugeordnet werden. Verständlich beleuchtete Dietl wissenswerte biologische Eigenheiten und Verhalten der wechselwarmen Spezies. Schlangen sind bei uns eine gefährdete Art, deren Fortbestand unbedingt gesichert werden muss. Alleinig das Wissen wie Schlangen „ticken“, ermöglicht bereits Vorurteile, mythische Negativwertungen und unbegründete Ängste zu überwinden, um unbelastet das faszinierende Universum unserer alpinen Fauna erforschen zu können. Dr. Wallnöfer beleuchtete die Schlange dann aus medizinisch-toxikologischer Sicht und räumte im Laufe seiner Ausführungen nachdrücklich mit althergebrachten Heilverfahren bei Bissen auf: Abbinden, Aussaugen oder Aufritzen der Bissstelle sind unbedingt zu unterlassen, stattdessen sollte man – wie bei allen Notfallsituationen – Ruhe bewahren, die betroffene Körperstelle ruhigstellen und Hilfe herbeirufen. Krönender Abschluss dieser interessanten Exkursion in die Welt der Schlangen war alsdann eine Stippvisite bei der derzeitigen Sonderausstellung „Schlangen und Reptilien“, wo beheimatete Schlangenarten sich lautlos sanft ins Visier der vielen Neugierigen schlängelten. (re)

 

 

Advertisements
Schlagwörter:
%d Bloggern gefällt das: