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Das Laaser Manifest

18. November 2010

VEK-Obmann Albrecht Plangger und der Obmann der Prader Energiegenossenschaft Georg Wunderer

Ein Vinschger Energie-Manifest waren die Vorträge am vergangenen Freitag im Josefshaus von Laas. Das Motto: „Energie lokal organisieren“. Georg Wunderer, Albrecht Plangger und Rupert Rosanelli bündelten in ihren Vorträgen das Thema Energie und im Konkreten, wie die Energieerzeugung, die Verteilung und der Service lokal ablaufen könnten. Ziel sei es, so die Summe der Aussagen, eine Energiegenossenschaft zwischen Reschen und Laas zu installieren, die Strom und ev. auch Wärme verbilligt an die Mitglieder weitergeben kann. Dafür fehle bis jetzt allerdings das Stromnetz. Und genau in diesem Bereich tue sich, so Plangger, derzeit einiges. Das Stromnetz müsse an die Gemeinden weitergegeben werden. „Das VEK, das Vinschger Energie-Konsortium“, so Plangger, „wird neuen Schwung an den Tag legen müssen.“ Der Vinschgau müsse konkret vorausmarschieren.  Das Potenzial sei vorhanden. Die Bürger wünschen sich verbilligten Strom und einen lokal organisierten Service. Ein Modell für diese Organisation könnte das Unterengadin sein, wo die Gemeinden Stromnetz und Kraftwerke besitzen und diese an die „Energia Engiadina“ weiterverpachten.

Verbilligter Strom, so Georg Wunderer, sei nur über eine Genossenschaft zu haben. Denn nur die habe die Möglichkeit, den vor Ort erzeugten Strom auch vor Ort den Mitgliedern zur Verfügung zu stellen. Derzeit bezahlen Kunden außerhalb einer Genossenschaft unter anderem Systemkosten, die auch die Kosten für die vier abgeschalteten Atomkraftwerke Italiens beinhalten. Diese Systemkosten fallen bei einer Genossenschaft weg. Rupert Rosanelli erläuterte in der gut besuchten, von der Gemeinde Laas und der LEEG organisierten Veranstaltung das Energiekonzept der Gemeinde Mals. Neuer Schwung im VEK, neuer Schwung in der Bezirksgemeinschaft also. (eb)

 

 

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