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Aufn Zahnfleisch

4. November 2010

Brot und Wasser: BM Andreas Heidegger und Referent Zeno Christanell suchen nach jedem Peanut im Gemeindehaushalt

Die Naturnser wollen Engstellen. Zumindest im Gemeinderat. BM Andreas Heidegger ließ in seinem Bericht bei der jüngsten Ratssitzung am Montag vor einer Woche durchblicken, dass auch im Osten des Dorfes eine „Torsituation“ entstehen soll, beim Parkplatz vor dem Rathaus. Vorerst ähnlich jener Blumentöpfe kurz vor dem Lahnplatz im Westen, welche Gemeinderat Dietmar Rainer (Süd-Tiroler Freiheit) als völligen Nonsens bezeichnete.

Eine andere Engstelle wollen die Naturnser nicht, sie haben aber mehrere davon. Engstellen beim Geld. Weil im Kapitel für Straßen im laufenden Haushalt zu wenig Geld vorgesehen war, hat BM Heidegger sämtliche Kapitel nach möglichen, noch so kleinen Überschüssen durchforsten lassen, um Geld für das Straßenkapitel freizuschalten. Jede noch so kleine Peanut wurde umgeschichtet. Indirekt hat man mit einer derartigen Aktion dem Unions-Gemeinderat Franz Gritsch Recht gegeben, der bei jeder Ratssitzung keine Gelegenheit auslässt, um – bis ans Nervenzerren der übrigen Gemeinderäte – auf das Sparen, auch bei Peanuts, hinzuweisen.

Dass noch andere Geld-Engstellen die Naturnser Verwalter plagen, lässt sich daran ablesen, dass der Gemeinderat auf Vorschlag von BM Heidegger eine Arbeitsgruppe für das Naturparkhaus eingesetzt hat. Die lange Planungszeit für ein neues Naturparkhaus soll damit überbrückt werden. BM Heidegger in der Ratssitzung entwaffnend: „Momentan sind wir trotz starker Unterstützung vom Land finanziell nicht in der Lage, das Naturparkhaus anzugehen.“ Je länger die Planung andauert, desto mehr Ideen für einen möglichen Standort tauchen auf. War ursprünglich die ehemalige Tankstelle in Naturns West für das Naturparkhaus als bestens geeignet befunden worden, sind mittlerweile als mögliche Standorte auch die Einfahrt in Schnals und der Parkplatz vor dem Rathaus im Gespräch. Die Arbeitsgruppe soll nun die Zeit bis zur Realisierung mit Gesprächen überbrücken. Das Naturparkhaus wird in eine Warteschleife geschickt. Und noch eine Arbeitsgruppe wurde eingesetzt: eine für den Verkehr. Die soll auf der Basis der Knoflacher/Theil-Studie den Ist-Zustand überprüfen und jene Maßnahmen, die auf den Verkehr bzw. auf die Mobilität erheblichen Einfluss haben könnten, unter die Lupe nehmen. (eb)

 

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