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Leserbriefe 22/10

4. November 2010

Rombach

Ökosysteme sind weit älter als wir Menschen und halten sich auch trotz mehrmaliger Ermahnung nicht an unsere Grenzen. Der Oberlauf des Rombaches in der Biosfera Val Müstair ist erfolgreich renaturiert worden – wir sollten ein ähnliches Projekt zumindest andenken. Der Rom bleibt bekanntlich nicht „aft’Grenz“ stehen.

Kleines sprachliches Detail am Rande: Seit jeher heißt der Bach beiderseits der Grenze rätoromanisch Rom, wie er auch in der Schweiz offiziell heißt. Bei uns wurde der grollende Rombach vor Jahrzehnten mühsam mit Rambach in die deutsche Sprache gequetscht, ohne zu bemerken, dass Rom nicht Dialekt, sondern ur-Rätoromanisch ist.

Marian Polin, Wien

 

 

Vinschger Bürgermeister sprechen mit LR Theiner

Die klinische Reform bringt Neuerungen, die in Absprache mit den Gemeinden und der Bezirksgemeinschaft des Vinschgaus umgesetzt werden sollen.

Die Bürgermeister des Vinschgaus und Bezirkspräsident Johann Wallnöfer haben kürzlich in einer direkten Aussprache mit Landesrat Richard
Theiner die Eckpunkte der klinischen Reform erörtert. Der Gesundheitslandesrat stellte den Bürgermeistern die vom Sanitätsbetrieb ausgearbeiteten Pläne für das Krankenhaus Schlanders vor. Landesrat Theiner unterstrich, dass die Veränderungen dem Ziel dienen müssen, die Qualität  der gesundheitlichen Betreuung zu sichern und dem Schlanderser Spital eine noch größere Anziehungskraft zu ermöglichen. Die klinische Reform sei durch den medizinischen und technischen Fortschritt, aber auch durch neue Bedürfnisse der Patientinnen und Patienten unumgänglich. „Heute gemeinsam erneuern, damit es morgen nicht zu spät ist“, brachte es der Landesrat auf den Punkt. Die Bürgermeister bestanden beim Landesrat darauf, dass sämtliche Maßnahmen der Gesundheitsreform im Vinschgau in engster Absprache mit den politischen Verwaltungen erfolgen müssen.

Ganz besonders gelte dies für die Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsbezirk Meran im Südtiroler Sanitätsbetrieb, zu dem das Krankenhaus Schlanders gehört. Ein vorrangiges Ziel ist die optimale Auslastung der hervorragenden Infrastrukturen des Krankenhauses Schlanders.

Presseaussendung, Bezirksgemeinschaft Vinschgau

 

„92 Jahre sind genug“

Vor 55 Jahren wurde von den sogenannten Siegermächten der Staatsvertrag der zweiten Republik Österreich ratifiziert. Darin enthalten war auch die Bedingung, dass innerhalb von 90 Tagen alle Besatzungstruppen das Land zu verlassen hatten. Damit war Österreich am 26. Oktober endgültig befreit und erklärte denselbigen Tag somit zum Nationalfeiertag. Meine Frage nun an Herrn und Frau Südtiroler lautet deshalb; wie lange noch gestatten wir Italien Besatzungsmacht zu spielen? Wie lange wollen wir noch warten? 92 Jahre sind bereits vergangen, ohne dass Italien uns das Recht gegeben hätte, welches uns zustehen würde. Die Selbstbestimmung kann uns niemand verwehren, nur wir selbst müssen den Mut aufbringen und sie fordern.

Dietmar Weithaler,

Partschins

Dank

In Ihrer letzten Ausgabe war erfreulicherweise wieder einmal von den „Vinschgern“ etwas zu lesen. Ich möchte mich dafür herzlich bedanken und spreche im Namen vieler Vinschger Clubmitglieder. Es liegt uns sehr am Herzen es einmal durch den Artikel in Ihrer Zeitung zu veröffentlichen, dass wir sehr glücklich mit der Musikgruppe „dieVinschger“ und vor allem mit Frau Erika aus Rabland sind. Gerade in unserer zu schnelllebigen Zeit ist es nicht selbstverständlich, dass jemand sich so um andere kümmert und immer alles perfekt organisiert.

Frau Erika als Fan Club Leiterin lässt uns immer schöne Momente erleben, durch ihre organisierten Veranstaltungen zusammen mit den „Vinschgern“ Rudi und Meinrad. Seit 15 Jahren scheut sie keine Müh und Plag und überrascht uns immer wieder mit ihren Einfällen und Ideen. Wir vom Vinschger Fan Club und auch die „Vinschger“ Rudi und Meinrad wünschen ihr weiterhin so viel Elan und Energie und hoffen, dass sie uns noch viele unvergessene Jahre erleben lässt.

Ein Fan Club Mitglied seit dem 1. Tag aus dem Vinschgau

Telser Schöpf Maria

 

Variante Münstertal

Es ist sehr erfreulich, dass über eine Verlängerung der Vinschger Bahn Richtung Graubünden diskutiert wird. Ich erachte die Anbindung der Vinschger Bahn mit der rhätischen Bahn als eine Aufwertung für den gesamten Vinschgau. Die Bahn würde zu einer internationalen Verbindung aufsteigen.

Zu erwähnen ist auch, dass sich ein Aktionskomitee (AK Bahnverbindung Engadin – Vinschgau) für die Verbindung der beiden Bahnen einsetzt. Dieses Aktionskomitee gilt es natürlich auf eine breitere Basis zu setzen, sprich, man muss vermehrt um Mitglieder für das AK werben, damit dieses Komitee auch Gehör bei den zuständigen Stellen erhält.

Ich für meinen Teil würde mich für die Variante durch das Münstertal aussprechen, so könnte man das, aus Schweizer Sicht, abgeschnittene Tal, erschließen.

Andreas Thanei, Tartsch

„Zufrieden stellender

Kompromiss“

Die SVP-Bezirksleitung Vinschgau hat sich in der letzten Sitzung mit der anstehenden Oberschulreform bzw. mit dem Entwurf zum Schulverteilungsplan auseinandergesetzt. „Für uns gilt es dafür zu sorgen, dass bei uns im Vinschgau unseren Kindern und Jugendlichen weiterhin ein umfassendes Bildungsangebot und ein leistungsfähiges Schulnetz angeboten wird und zwar unabhängig, ob sie in den Dörfern oder auf dem Lande leben, und unabhängig von ihrer sozialen Lage“, betont Bezirksobfrau-Stellvertreter Senator Manfred Pinzger. Um dies zu gewährleisten, sei eine Arbeitsgruppe eingesetzt worden, die unter Mitarbeit der Direktoren der Oberschulen wichtige Vorarbeit geleistet hat. Der Bezirk, der geeint aufgetreten war, hatte die schriftlich formulierten Forderungen an Schullandesrätin Sabina Kasslatter Mur überreicht. „Der uns nun vorliegende Entwurf zum Schulverteilungsplan kann als zufrieden stellender Kompromiss bezeichnet werden, da die wichtigsten Forderungen aufgenommen wurden“, so das Fazit der SVP-Bezirksleitung.

Insbesondere werde die Schaffung eines Bienniums für Soziales an der Berufsfachschule in Mals begrüßt. Da die äußerst beliebte Malser Lehranstalt für Soziales (LESO) nicht mehr vorgesehen wird, werde den Schülerinnen und Schülern somit zumindest eine fachentsprechende Alternative geboten. „Nun verlangen wir, dass das, was im Entwurf für den Vinschgau enthalten ist, auch tatsächlich umgesetzt wird, damit wir unserer Jugend auch in Zukunft ein umfassendes Bildungsangebot anbieten können“, bekräftigte Bezirksobfrau Roselinde Gunsch Koch.

Presseaussendung, SVP-Bezirksleitung Vinschgau

 

 

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