Laas rüstet sich

4. November 2010

Um die touristische Nutzung des Laaser Marmors in Schwung zu bringen, denkt man in Laas darüber nach, eine Genossenschaft zu gründen. „Breit aufgestellt soll diese Genossenschaft werden“, sagt BM Andreas Tappeiner und er denkt dabei unter anderem an die Touristiker, an die Geschäftsleute und an Kulturleute in Laas. „Innerhalb des kommenden Winters möchten wir operativ werden, damit im Frühjahr durchgestartet werden kann“, sagt Tappeiner. „Mit dem Schrägbahnsteig, der ein wichtiges Glied in der Kette ist, ist der Auftakt bereits gemacht“, ergänzt der Lasa-Geschäftsführer Georg Lechner und er lobt: „Eine tolle Geschichte hat der Nationalpark da auf die Beine gestellt“. Lechner seinerseits will nicht untätig bleiben. Gemeinsam mit Siegfried Tappeiner, der das Grundkonzept ausgearbeitet hat (sh. „Vinschgerwind“ 6/2010), soll im Winter eine Art Besucherkorridor im Marmorwerk errichtet werden.

Derweil sind in einer Arbeitsgruppe die Aufgaben klar verteilt: jeweils eine kleine Mannschaft soll sich um die Statuten kümmern, eine andere hat Kontakte zu touristisch genutzten Strukturen im Ausland aufgenommen, Tappeiner selbst kümmert sich um die Finanzierung für die Ausbildung von Leuten, die Führungen übernehmen könnten. Seit Georg Lechner mit seinen Schweizer Finanziers vor zwei Jahren die lasa marmo übernommen hat, laufen die Uhren in Laas, was den Marmor betrifft, anders. Nicht nur, was den Abbau bzw. die Erneuerung im Betrieb betrifft, sondern auch im mentalen Bereich der Laaser Bevölkerung. Apropos Abbau: Lechner hat derzeit wohl die größte Baustelle im Vinschgau: Heuer noch sollen sämtliche Betonarbeiten beim Jennwandbruch und beim Neubau der Seilbahn vom Weißwasserbruch zur Bergstation der Schrägbahn abgeschlossen werden. (eb)

 

 

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