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Vinschgerwind – glosse: immer die besten erwischt’s

21. Oktober 2010

man liest: sie ist auf einer bergtour ums leben gekommen. sie galt als eine erfahrene bergsteigerin. oder: er wurde auf einer schitour von einer lawine verschüttet. er war doch ein erfahrener tourengeher. wie ist das möglich, dass es gerade die erfahrensten trifft? die erklärung ist wohl recht einfach: es erwischt sie nicht, weil sie die erfahrensten sind, sondern weil die erfahrenen am meisten auf die berge gehen. wer wenig oder keine erfahrung hat, geht kaum in die berge und setzt sich somit auch nicht deren gefahren aus. das ist simple statistik. würde jemand z. b. sagen: xy ist an leberzirrhose gestorben, dabei war er doch ein erfahrener säufer? ein anderes, seriöseres beispiel: wer, z. b. beruflich, viel mit dem auto unterwegs sein muss, wird zwar mit der zeit ein „er-fahrener“ fahrer, aber er setzt sich halt doch ständig den gefahren des verkehrs aus, und die wahrscheinlichkeit eines unfalls erhöht sich gegenüber dem, der mit den öffentlichen verkehrsmitteln fährt oder überhaupt nur zu hause in der warmen stube sitzt. erfahren sein heißt auch, sich der risiken bewusst zu sein.

und nun hat man in den letzten tagen von einer statistik gehört, wonach die provinz bozen im vergleich zu anderen italienischen provinzen am meisten arbeitsunfälle aufzuweisen hat. welche schlüsse soll bzw. darf man daraus ziehen? arbeiten wir zu viel oder…?

y

 

 

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