Sperrfeuer im Gemeinderat

21. Oktober 2010

Sperrfeuer aus den eigenen Reihen v.l.: Gerold Frank, Landwirtschaftsreferent Josef Thurner und Thomas Hellrigl: unerwartete Bauernlobbyisten

Mit einem derartigen Sperrfeuer war wohl nicht gerechnet worden. Gerold Frank, Thomas Hellrigl, Egon Alber, Albert Hutter (alle SVP) und Peppi Stecher (Freiheitliche) haben gegen die „Verordnung über Grenzabstände von Obstanlagen zu gemeindeeigenen  Straßen und Flächen“ im Gemeinderat von Mals am vergangenen Donnerstag derart mobil gemacht, dass der Punkt, nach zweiminütiger Pause mit Beratung, vertagt worden ist. BM Ulrich Veith und Landwirtschaftsreferent Josef Thurner wollten in der bislang fehlenden Verordnung unter anderem einen Zaunabstand von einem Meter, vom Teer der Straße aus gemessen. So werde es landesweit gehandhabt, so sei es Gebrauch, so werde es auf Bonifizierungswegen angewandt. Man habe es verabsäumt, die Verordnung im Vorfeld mit den Ortsbauernräten abzusprechen, der Unmut in Bauerskreisen sei groß, hielten Frank und Hellrigl dagegen. Ein halber Meter Abstand sei ausreichend, waren die eingangs Angeführten der Meinung. Es sei nicht fair, so BM Veith, wenn die Bauern in zwei Klassen eingeteilt würden. Die einen, die den Abstand an Bonifizierungswegen einzuhalten hätten und, wenn ein anderer Abstand in der Verordnung gewählt würde, die anderen, die nur einen halben Meter einhalten müssten. Auch die Sicherheit sei ein wichtiger Aspekt. Bei den Bonifizierungswegen werde der 1-Meter-Abstand ja auch nicht eingehalten, musste Frank zugeben. Thurner sieht die Gefahr, dass die Verordnung in den Ortsbauernräten „auseinanderdiskutiert“ werde. Um einen drohenden Untergang bei der Abstimmung zu vermeiden, wurde der Punkt vertagt, mit der Auflage, in den Ortsbauernräten eine Einigung zu finden, ansonsten komme dieselbe Verordnung im November wieder zur Genehmigung in den Rat. (eb)

 

 

Advertisements
Schlagwörter:
%d Bloggern gefällt das: