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Leserbriefe 21/10

21. Oktober 2010

Rudi Maurer abserviert I

Es ist eine Tatsache, dass Rudi Maurer einer der aktivsten Umweltvertreter im gesamten Vinschgau ist. Umso unverständlicher ist die Haltung der Prader Gemeindeverwalter, eine solch kompetente Person nicht als Vertreter der Umweltorganisationen in die Baukommission entsenden zu wollen und deren Sachkenntnis zu nutzen. Ist die Gemeindeverwaltung unsicher und verträgt deshalb eine fachkundige Person nicht, oder hat sie wirklich etwas zu vertuschen?

Hanns Fliri, Naturns

Rudi Maurer abserviert II

Erlauben Sie mir, einige nicht zutreffende Aussagen in  Ihrem Artikel  von Verfasser (uno)  „Rudi Maurer abserviert“ im letzten „Vinschgerwind“ vom 07.10.10  der Korrektheit halber richtigzustellen. Rudi Maurer war nicht wie berichtet die „erste Wahl der Umweltverbände als Mitglied der neu zu wählenden Gemeindebaukommission“. An erster Stelle wurde als Wunschkandidatin Frau Adelina Wallnöfer genannt, die dann auch mehrheitlich gewählt wurde. Rudi Maurer war von den Umweltverbänden als erstes Ersatzmitglied genannt worden, Plieger Gerhard als zweites. Mehrheitlich wurde dann, trotz Einwänden der Opposition, als Ersatzmitglied Dr. Gerhard Plieger gewählt, obwohl Maurer Rudi in der Wunschliste der Umweltverbände vor ihm gereiht war. Dies veranlasste mich zu der Äußerung, dass Rudi Maurer der SVP als kritischer Geist wohl zu lästig geworden sei, sodass man ihn nicht einmal mehr als Ersatzmitglied haben wollte. Wie das zu interpretieren ist, kann sich jeder selbst ausrechnen.

Wunibald Wallnöfer, Gemeinderat der Liste „FÜR PRAD“

 

Irrfahrt des „Odysseus“

vom Horror eines Vinschger Discobetreibers

Endlich wieder bis 03.00 Uhr Alkoholaufschank. Fast 3 Jahre sind vergangen, seitdem am 3. Oktober 2007 ab 02.00 Uhr kein Alkohol mehr aufgeschenkt werden durfte. In dieser Zeit hatte ich ein Drittel Einbußen am Inkasso. Dieses lächerliche Gesetz hat nichts gebracht, die Schnapsidee kam von den „Alleanza Nazionale“ – Neofaschisten. Es wurde im Parlament und im Senat abgestimmt. Es wurde noch mehr gesoffen als vorher, außerhalb vom Lokal. Am Eingang mussten wir Leibesvisiten durchführen, Rucksäcke und Taschen beschlagnahmen. Rund um das Lokal hinter jedem Gebüsch bis hin zu den Tennisplätzen wurden Dosen und Flaschen versteckt. Alkohol bekommt man in jedem Dorfladen. Ein Beispiel: An der Theke waren 8 Personen und bestellten 8 Tonic Wasser, aus ihrer Rocktasche nahmen sie eine Flasche Gin und füllten die Gläser damit auf. Daneben standen die Ordnungshüter und schauten zu. Sie reagierten nicht. Verboten ist nur der Aufschank von den Lokalbetreibern, wenn sie uns erwischten, wurden wir bestraft. Zweimal hatten sie uns erwischt. Beim 1. Mal 7 Tage Lokalschließung, beim 2. Mal 1 Monat Lokalschließung. Mit Rekursen von Rechtsanwalt Prof. Precora aus Rom habe ich mich über Wasser halten können. Hätten sie mich das 3. Mal erwischt wäre das Lokal für 6 Monate geschlossen worden. Jetzt wurde der Aufschank von Alkohol seit dem 13. August bis auf 03.00 Uhr verlängert. Wird ein Bier nach 03.00 Uhr aufgeschenkt, gibt es horrende Strafen zwischen 5.000 und 10.000 Euro. Die Nachbarprovinz Trentino hat wieder ein neues Gesetz eingeführt: unter 18 Jahren keinen Alkoholaufschank. Hoffentlich hat die Landesregierung nicht auch diese Idee, denn wie soll das funktionieren? Ein Beispiel: Wenn ein 20-jähriger Bursch mit seiner 17einhalb- jährigen Freundin Geburtstag feiert und eine Flasche Prosecco bestellt, dann ist ihr untersagt mitzutrinken. Oft sind die neuen Gesetze wie in einer Bananenrepublik, wie auf Cuba bei Fidel Castro. Das Geschäft floriert durch diese Gesetze woanders, in Privatkellern oder sonst irgendwo wird ohne Aufsicht gefeiert. Dort wird man natürlich nicht besoffen. Es wird sowieso nur mehr an den Wochenenden gefeiert, um den ganzen Wochenstress zu vergessen. In den 40 Jahren, in denen ich mittlerweile das „Ladum“ führe, haben dort viele Jugendliche gesoffen, getrunken, gestänkert, randaliert und gefeiert und sind heute trotzdem anständige Menschen geworden.

Reinhold Gapp, Prad

 

Missbrauch des

Wassers?

An BM Ulrich Veith, Mals u.z.K. auch anderer Personen.

WASSER LEBEN LASSEN!

KRAFT sparen, sie wirksamer und fruchtbarer gebrauchen. Windstrom erzeugen! Unser Wind ist des Guten zuviel. Er trocknet den Boden aus, verbläst unseren Humus und vertreibt heißersehnten Regen. Die Verbrennung von Kohlenwasserstoffen ergibt nicht nur Klimaerwärmung, welche Gletscher schmelzen lässt, Kühlzonen verringert, sondern stellt auch mehr CO² flexibler für Photosynthese zur Verfügung und vergrößert zudem den Vegetationsraum. Kühlzonen sind neben Nasszonen für Niederschläge unbedingt erforderlich. Und je vielfältiger Nass- und Kühlzonen vorhanden sind – einander die Hand geben, desto reichlicher, örtlicher, zeitlicher folgen Niederschläge. So schneit es auch öfter, d.h. relativer im Winter. Das bewirkt die Erhaltung des Gletschers, auch bei gegenwärtiger hoher Kohlenwasserstoffverbrennung. In Betracht muss auch die langfristige Abkühlung der Erde und der Sonne gezogen werden. Wir Menschen haben aber in den letzten Jahrhunderten in immer höherem Tempo die Nasszonen verringert. Wir verrohren bereits jedes Regenwasser von immer mehr Dächern und Straßen, bis zum letzten Tropfen Urin. Sümpfe, Auenwälder sind verschwunden und nur mehr selten braust und sprüht ein Wildbach. Mit unseren verdorbenen Sinnen nehmen wir kaum mehr wahr, wie sehr ein tosender Wildbach das Hochtalklima befeuchtet und kühlt. Und Ansätze für Niederschläge bewirkt. Dort der hohe, kalte Berggipfel wirkt wie ein Katalysator, wie ein Kondenzpol und Reizpunkt für eine Niederschlagslösung, und ein kleiner Niederschlag wirkt infizierend für größere Niederschläge in weiterer Umgebung. Schön beten die Religiösen um „günstige Witterung…“ (an denen es immer mehr mangelt und jene es noch zu viele gibt). Mit der Fertigstellung des Planeiler Kraftwerkes muss mit dem Missbrauch des Wassers für Stromgewinnung Schluss gemacht werden, denn jeder Tropfen, welcher verrohrt und auf die Turbine geleitet wird, geht 100%-ig für die parallele Umwelt verloren. Ähnlich ist es mit dem Haushaltswasser – anders und positiv verhält es sich mit dem Beregnungswasser… Ein Biosfera Reservat „rätisches Dreieck“ ist anzustreben! Hier gibt es z.B. keine Apfelstaudenplantagen, dafür aber genügend hochstämmiges Streuobst und Getreide…. Dann blüht auch Mals wirklich wieder auf, wie du es Ulrich im Traum gesehen hast.

Paul Gruber, Mals

Wir warten

Bald jährt sich der Tag, an dem eine landesweite Volksabstimmung in Südtirol Premiere hatte und  gegen deren Erfolg mit schweren Geschützen aufgefahren wurde. Bald nach dem 25. Oktober 2009 wurde von Landespolitikern mitgeteilt, dass man selbst ein besseres Gesetz zur Regelung der Volksabstimmungen auf den Weg bringen würde, weil das Volk dafür ohnehin nicht zuständig sei.  Nur, bis jetzt hat man nichts davon  gesehen.  Ein Jahr nach der Volksabstimmung wächst der Zweifel, ob Mitsprache und Mitverantwortung der Bürgerinnen und Bürger überhaupt gewünscht werden. Sollte das Versprechen doch noch eingelöst werden, dann bleibt zu hoffen, dass die viel verheißene Bürgernähe  in die Tat umgesetzt wird und nicht alte Hürden durch neue ersetzt werden.

Prantl Eva, Tschars

 

 

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