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Vinschgerwnd – Kommentar: Der Basis das Wort

7. Oktober 2010

Die SVP ist innerhalb der eigenen Reihen eine basisdemokratische Partei. Ist sie das? Jedenfalls entwickelt sie sich dahin. Vorwahlen zu den Parlamentswahlen werden vorbereitet. Vorwahlen hat es für die SVP-Bürgermeisterkandidaten gegeben. Nicht überall zwar, aber da und dort wurden die Vorwahlen sogar über die SVP-Mitglieder hinaus ausgedehnt. Chapeau und Respekt dafür! Vorwahlen für die EU-Wahlen, Vorwahlen auch für die Landtagsabgeordenten hat es gegeben. Vorwahlen haben der Partei nicht schlecht getan. Damit konnten Streitereien im Vorfeld vermieden und Wähler gebunden werden. Zumindest war die Wählerabwanderung noch überschaubar. Nicht auszudenken, wenn aufgrund von internem Hickhack felsenfeste SVP-Wähler davongerannt wären. Die Basis, genauer die SVP-Basis, hat das Gefühl zurückbekommen, an der Ernennung seiner Repräsentanten nach außen mit Gewicht mitreden zu können. Ein gutes Gefühl.

Parteiintern ist die SVP da knausriger mit der Mitbestimmung ihrer eigenen Partei-Repräsentanten. Demnächst stehen, um ein Beispiel zu nennen, die Wahlen der SVP-Bezirksobleute an. Direkt von der Basis, von den SVP-Mitgliedern, können die noch nicht gewählt werden. Ein sperriges Partei-Statut verhindert das (noch).  Zum Leidwesen vieler Mitglieder. Denn genau die Bezirksobleute haben eigentlich die Wünsche und Befindlichkeiten der Basis zu bündeln und in die Bozner Parteizentrale weiterzugeben. Bisher haben viele SVP-Mitglieder das Gefühl, dass es genau den umgekehrten Weg geht: Die Parteizentrale vermittelt ihre Gangart über die Bezirksobleute der Basis. Also wie wär’s? Basisdemokratische Wahlen der Repräsentanten in den eigenen Reihen? Dann nochmals Reschpekt!

Erwin Bernhart; Chefredakteur

 

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