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Vinschgerwind – Glosse: siegesdenkmäler im angebot

7. Oktober 2010

bekanntlich ist die menschheitsgeschichte eine geschichte von kämpfen und schlachten. wo gekämpft wird, wird auch gesiegt, und der sieger will seinen sieg triumphal zur schau stellen. der triumph des siegers ist gleichzeitig die demütigung des besiegten. das gilt auch für die römer, die vor 2000 jahren begannen, ihre lateinische kultur über ganz europa zu verbreiten. der kultivierung voraus ging immer die gewaltsame eroberung, und davon zeugen die vielen triumphbögen und siegessäulen: der titusbogen (sieg der römer über die juden in jerusalem), die triumphbögen des tiberius, trajan, hadrian, septimius severus, konstantin… immer ist da jemand „unter die räder gekommen“. sie stehen in rom, rimini, ancona, verona, in den provinzen gallien, spanien… in neuerer zeit in  paris („arc de triomphe“), mailand („arco della pace“), münchen („siegestor“) und an anderen orten, …angeblich auch in bozen.  all diese bögen demonstrieren macht und dienen der politischen propaganda, die durch künstlerische gestaltung und durch texte unterstrichen wird: „hinc ceteros excoluimus lingua legibus artibus”. ob der faschismus, dem diese inschrift entstammt, uns „kultur” gebracht hat, bezweifeln wir natürlich. aber trotzdem sind all diese triumphbögen dokumente der geschichte. was sollen wir mit ihnen anfangen? wenn wir die historische realität, aus der heraus sie entstanden sind, leugnen wollen, müssen wir sie niederreißen – dann aber konsequenterweise alle! aber weil das nichts einbringt, schlage ich dem berlusconi vor, er soll sie alle gut erhalten, wo nötig sanieren und dann an seinen freund gadaffi verkaufen oder gegen öl eintauschen.                                                y

 

 

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