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Rudi Maurer abserviert

7. Oktober 2010

Kritische Geister unerwünscht; im Bild der abservierte Rudi Maurer

Bei der letzten Gemeinderatssitzung in Prad am vergangenen 23. September wurde eines deutlich: Die Gemeindeverwaltung scheut unangenehme Kritiker in den Reihen der neugewählten Kommissionen. Rudi Maurer, ehemaliger Gemeinderat der „Liste für Prad“, bekannt als grüner Streiter, war die erste Wahl der Umweltverbände als Mitglied der neu zu wählenden Gemeindebaukommission. Die Gemeindeverwaltung allerdings speiste den, wie Wunibald Wallnöfer (Für Prad) treffend formulierte „wahrscheinlich zu kritischen Geist“, mit der Aussage ab: „10 Jahre Baukommission sind genug, es sollen auch einmal andere dürfen.“ Vielleicht auch oder gerade deshalb, weil besagter Rudi Maurer erst kürzlich mit einigen Befragungsanträgen Unregelmäßigkeiten in der Protokollführung der Gemeinde beanstandete und trotz seiner Nicht-Präsenz im Gemeinderat den Gemeindeverwaltern auf die Finger klopfte. Anstelle des von den Umweltverbänden erwünschten Maurer wurde schließlich Adelina Wallnöfer und als Ersatzmitglieder Gerhard Plieger sowie der verdrängte Rudi Maurer ernannt, der auch in der Umweltkommission keinen Einzug fand. Trotz aller Einwände der Opposition wurde im allseits bekannten Verfahren örtlicher Politik ein SVP-Mehrheitsbeschluss erreicht. Dem sogar während der Sitzung anwesenden Maurer würdigten die Gemeindeverwalter kaum eines Blickes. Rudi Maurer spricht von einer bodenlosen Frechheit, die er sich so nicht gefallen lassen werde:  „Es hat den Anschein, dass die Prader SVP etwas zu verbergen hat. Sie hat nicht nur die Oppositionsvertretung in der Baukommission verhindert, sondern auch sehr große Angst davor gehabt, dass ich als Ersatz-Umweltvertreter unter insgesamt 10 Baukommissions-Mitgliedern der SVP zu viel auf die Finger schauen könnte. Das ist sehr verdächtig, die Öffentlichkeit wird die Tätigkeit der Kommission um Bürgermeister Hubert Pinggera noch aufmerksamer beobachten müssen.“ Rückenwind bekommt Mauer von Seiten des Dachverbandes. Die derzeitigen Geschehnisse weisen, so der Dachverband,  darauf hin, dass Maurer bisher gut gearbeitet hat. (uno)

 

 

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