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Ökumenischer Brennpunkt Marienberg

7. Oktober 2010

v.l.: Innsbrucks Bischof Manfred Scheuer, Gastgeber Abt Bruno Trauner und der Brixner Bischof Karl Golser; Buchcover des neuen Buches von Gesprächsinitiator Hubert Rietzler

Die „ökumenischen Gespräche“, 1999 vom Kaunertaler Pfarrer Hubert Rietzler im Anschluss an politische Versammlungen im Gedenken an die Calvenschlacht 1499 angeregt, haben heuer ihr 10-jähriges Jubiläum. Kloster Marienberg hat vor gut einer Woche den würdigen Rahmen dazu geboten und der Einladung sind zahlreiche Geistliche, evangelische und katholische,  aus dem „Magischen Rätischen Dreieck“ gefolgt, darunter die Bischöfe Karl Golser (Diözese Bozen-Brixen) und Manfred Scheuer (Diözese Innsbruck).

Der evangelische Pfarrer Hans-Peter Schreich-Schuppan blickte in seinem Referat auf die Entstehung der Kirchengemeinden in diesem „Magischen Rätischen Dreieck“ zurück und schloss mit einem die Konfessionen einigenden und nicht unbedingt Mut machenden Ausblick: die aktive Beteiligung der Bevölkerung an Gemeindeleben und Gottesdientsfeier lasse rapide nach; immer weniger einheimische Seelsorger gebe es – im gesamten Grenzgebiet werden Pfarreien massiv zusammengelegt; und in absehbarer Zeit „werden wir mit massiv weniger finanziellen Mitteln auskommen müssen“. Eine überkonfessionelle Diskussion über diese drängenden Themen ging im neuen Museumstrakt über die Bühne.

Großer Beliebtheit erfreuen sich die „ökumenischen Gespräche“ bei den Teilnehmern. Mit Begeisterung schildern einige die zweimal jährlich in kleinerem Kreis stattfindenden Gedankenaustausche, welche abwechselnd in den drei Grenzregionen seit 10 Jahren stattfinden. (eb)

 

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