Aus für Krankenhaus?

23. September 2010

Was hat uns der Landesrat damals zusammengeputzt, als der „Vinschgerwind“ es wagte, über die Nicht-Nachbesetzung des Primariates in der Radiologie im Schlanderser Krankenhaus zu berichten, vor zwei Jahren mit bitteren Briefen von der Ärzteschaft untermauert. Nun denn – tempora mutantur, et Landesrat mutat in illis – es scheint mittlerweile dem gesamten Krankenhaus Schlanders – genauso wie Sterzing und Innichen – an den Kragen zu gehen. Die „Neue Südtiroler Tageszeitung“ hat vor einer Woche mit „Der Kahlschlag“ aufgemacht. Von einem „Erdbeben im Südtiroler Sanitätswesen“ hat Kollege Arthur Oberhofer berichtet – basierend auf ein internes Geheimpapier. „Die Botschaft“, schreibt Oberhofer, „ist klar: Die Kleinspitäler werden ab 2013 zu Pflegeheimen umgestaltet.“ Das alles im Zuge der klinischen Reform. Oberhofer schließt: „Der Zeitplan für die Schließung der Kleinspitäler würde in die Karriereplanung des Sanitätslandesrates passen. Wenn Richard Theiner 2013 Landeshauptmann wird, wie er glaubt und hofft, dann könnte er den Schwarzen Peter an seinen Nachfolger weiterreichen.“

Dass ausgerechnet die Vinschger, Richard Theiner und sein Generaldirektor Andreas Fabi, an den peripheren Strukturen sägen, im Besonderen am Schlanderser Krankenhaus, ist allerhand. Die bisherigen Versprechungen und Beteuerungen haben anders ausgesehen. Spekulationen zur Gesundheitsreform ist Theiner mit einer Presseaussendung entgegen getreten: „Während anderswo Krankenhäuser geschlossen werden, ist es erklärte Politik der Landesregierung, alle sieben öffentlichen Krankenhäuser als Akutkrankenhäuser zu erhalten. Dafür sind Veränderungen unumgänglich, um dem medizinischen Fortschritt und dem gesellschaftlichen Wandel Rechnung zu tragen.“ (eb)

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