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„Dass der Wein erfreue des Menschen Herz“

9. September 2010

Frans Van den dries und Monika Blaas beim Weintag

Die Römer, die in Laatsch ihre Spuren hinterlassen haben und das letzte Jahr durch den Bau der Beregnungsanlage ans Tageslicht getreten sind, haben sich wahrscheinlich einen Wein aus den südlicheren Gebieten des Imperium Romanum munden lassen. Anders hingegen die geladenen Gäste des 2. Laatscher Weintages, die vom köstlichen Rebensaft des kleinen sonnenverwöhnten Bio-Weingutes am so genannten „Schiaßstond“ probieren und genießen durften. Frans Van den dries, Hausherr des „Calvenschlössls“ und leidenschaftlicher Winzer hoch über der römischen Ausgrabungsstelle, die mittlerweile mangels finanzieller Mittel wieder zugeschüttet wurde, lud am 26. August bei herrlichem Sommerwetter in seinen gepflegten Weinberg. Insgesamt wurden zwei verschiedene Weißweine und drei Rotweine verkostet, die aus den Rebsorten Solaris, Cabernet Jura und Marchal Foch gewonnen werden. Die Weine vom „Calvenschlössl“ tragen alle Laatscher Flurnamen aus der Umgebung des auf 1.000 m Seehöhe gelegenen Weingutes, wie „Goldboden“, „Falzeron“ oder „Eichkopf“, nur der „Sari“ ist nach der St.-Cäsariuskirche unterhalb des Weinberges benannt. Den „Eichkopf“ 2009 widmete Frans Van den dries dem 2008 plötzlich verstorbenen „Mala-Peppi“, der eine große Freude hatte, dass in Laatsch tatsächlich Wein gedeiht. Die pilzresistenten Rebstöcke wurden 2004 gepflanzt und 2007 wurde der erste Wein gemacht. Damals betrug die Produktion lediglich 30 Flaschen. Mittlerweile wuchs sie auf 600 Flaschen an. Für die musikalische Umrahmung zwischen der Verkostung der einzelnen Weine, die von der Sommeliére Ingrid Egger vorgestellt wurden, sorgten die Bläsergruppe der Musikkapelle Laatsch, die Big Band Mals und der „Zommenlouser-Viergesang“ aus Tramin, der mit passenden Liedern zum Thema „Wein“ die illustre Gästeschar unterhielt. Bleibt nur zu hoffen, dass die Leidenschaft und die Hingabe zum Wein dem rührigen Winzer noch lange erhalten bleibt, aber wenn man zu Fuß über die „Promenade“ zum Weingut gewandert ist und die beachtliche Erweiterung des Weinbergs sah, braucht man in dieser Hinsicht wohl keine Angst zu haben. Vielleicht etabliert sich der Laatscher Weintag sogar zu dem gesellschaftlichen Ereignis des Jahres in der näheren und weiteren Umgebung. (pa)

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